XXL-Reiseplaner: #12 Inka Trail – Machu Picchu

In 2430 Metern Höhe ließ der Inka-Herrscher Pachacútec Yupanqui die Terrassenstadt in den Anden errichten. | Foto: Alekosa/Fotolia
Um 1440 wurde Machu Picchu errichtet, kurze Zeit später aber schon wieder verlassen. Der Trail zu diesem rätselhaften Relikt führt durch tropische Schluchten, über steile Pässe und vorbei an abgelegenen Ruinen.
Beste Zeit: April bis Oktober nach Ende der Regenzeit. Der Monat Juni ist die regenärmste Zeit. Grundsätzlich kann man den Trail das ganze Jahr über machen, nur sollte man sich von November bis März eben auf vermehrte Niederschläge einstellen. 
Preis: Der Preis für den Trail samt Übernachtung beträgt um die 350 US $, variiert aber natürlich je nach Anbieter/örtlicher Durchführung. Hinzu kommen Flug nach Lima (ca. 800 €), Flug nach Cuzco (250 € ), Übernachtungen in Cuzco und AguasCalientes (zwischen 15 € Hostel und 80 € bessere Hotels), Träger (50 US $). 
Tipp: Um den Trail wirklich genießen zu können, sollte man sich aufgrund der Höhe vor dem Start zwei bis drei Tage in Cuzco (3400m ü/M) akklimatisieren. 
 

ALLGEMEIN

Charakter: Beliebte und daher stark reglementierte Wanderung durch das peruanische Hochland und den Nebelwald der Anden auf den Original Inka-Straßen über hohe Pässe und durch tiefe Schluchten. Ziel ist das grandiose Kulturdenkmal der Inka-Stadt Machu Picchu. 
Anspruch/Schwierigkeit: Bei allen Varianten ist der Zustand der Wege gut, zum Teil ist man auf den alten Inkastraßen unterwegs. Kurze Abschnitte verlaufen über schmale Bergpfade und/oder Geröll, aber das ist eher die Ausnahme, dafür gibt’s viele steile Steintreppen. Gefragt ist also eine gute Akklimatisation und gerade am ersten Tag auch Kondition.
Genehmigung: Der Inka Trail bedarf einer Genehmigung, spontan am Ausgangspunkt auftauchen und loswandern geht nicht! Wer den Weg machen möchte, muss frühzeitig buchen (ca. 6 Monate im voraus), weil nur 500 Wanderer pro Tag auf den Trail gelassen werden. In Machu Picchu selber lässt man nur 2500 Besucher pro Tag ein, das bedeutet, dass man, auch wenn man nicht wandert und per Bahn anreist, sich lange vorher Eintrittstickets sichern muss. Wir sagen’s nicht gern, aber den Inka Trail geht man (nach ausgiebiger Recherche) am besten mit einem vertrauensvollen und erfahrenen Reiseveranstalter an. Nähere Informationen zum Trail, auch zur Anmeldung, erhält man unter www.inka-trail.com.
Kinder-/Familienfreundlich: Für Kinder ungeeignet, da die Wanderung anstrengend ist und mit sehr großen Passhöhen und Höhenunterschieden aufwartet.
 

Foto: Alex Permyakov/Fotolia
TRAIL

Höhenunterschied: 2170 m im Anstieg und 2300 m im Abstieg. Höchster Pass ist der Huarmihuanusco (4190 m), der klassischerweise gleich am ersten Tag ausgehend von KM 88 am Rio Urubamba (2530 m) überschritten wird. 
Zeitaufwand: Der klassische Inka Trail von KM 88 bis Macchu Picchu ist mit 3 Tagen veranschlagt. Längster Tag ist gleich der erste mit knapp 9 Stunden reiner Gehzeit. Da diese Etappe sehr lang ist machen viele noch einen Zwischenstopp in Huayllabamba (ca. 2,5 h vom Ausgangspunkt entfernt).
 
Etappen: 
1. Tag: Km 88 (2530 m) – Huayllabamba (2740 m) – Huarhuanusco (4190 m) – Rio Palcamayu (3550 m) – Runcuracay (3750 m): 9 h, 22 km
2. Tag: Runcuracay (3750 m) – Sayacmarca (3550 m) – Phuyupatamarca (3600 m) – Zeltplatz (3550 m): 3,5 h, 9,0 km
3. Tag: Zeltplatz (3550 m) – Huinay Huayna (2650 m) – Macchu Picchu (2400 m), 3,5 h, 9,0 km
 

TRANSPORT

An-/Abreise: Flüge nach Lima werden von fast allen renommierten Airlines das komplette Jahr über angeboten. Da die Meisten innerperuanisch weiterfliegen, z. Bsp. nach Cuzco, empfehlen wir einen Flug mit LATAM (in diesem Falle mit Umsteigen in Madrid). Die Preise beginnen ab ca. 800,00 €. Der Hin-/Rückflug von Lima nach Cuzco kostet ungefähr 250 €. Nach Absolvierung des Trails geht es mit der Bahn von Aguas Calientes (großartige Strecke) zurück nach Cuzco (ca. 90 €).  
Ausgangspunkt: In der Regel »Km 88«, 2530 m, an der Bahnstrecke im Urubamab-Tal. Seit 2009 fahren die Züge nicht mehr von Cuzco ab sondern von Poroy. 
Endpunkt: Macchu Picchu, 2400 m. Von dort nimmt man dann den Bus hinunter nach Puente Ruinas, wo sich die Bahnstation befindet. Anschließend mit der Bahn zurück nach Cuzco.
Tipp: Das unserer Erfahrung nach beste Reisebüro für Flüge nach Südamerika – und eben auch Peru – ist die Firma CHILETOURISTIK GMBH, Neue Kräme 29, D-60311 Frankfurt, Tel.+49 69-23 30 62, mail: Info@chiletouristik.com. Ansprechpartner ist Senor Schindler.
 

ÜBERNACHTEN

Unterkünfte: In Lima und Cuzco und (wenn man will) in Aguas Calientes gibt es Hostels und Hotels der unterschiedlichsten Preis- und Komfortklassen. Auf dem Trail wird in Zelten übernachtet, die entweder vom Veranstalter gestellt werden oder die man selber mitbringt (wenn man sie denn schleppen will).
Essen und Trinken: Kommt auf den Veranstalter an, aber man sollte auf jeden Fall »Notrationen« für die Etappen dabeihaben. Auch sollte man darauf achten, besonders in den Zeltlagern, wo das Wasser herkommt: abkochen oder aus versiegelten Flaschen, da Keimbelastung möglich. Wer ganz individuell reist, sollte sich mit Trekking-Mahlzeiten eindecken, denn vor Ort in den Zeltlagern gibt es zwar Kioske/Lädchen, aber die sind astronomisch teuer und das Sortiment ist eher schmal. Ganz allgemein gesprochen: Eine kulinarische Genussreise ist der Inka Trail nicht.
 
GUT ZU WISSEN
Lektüre/Karten: 
Empfehlung ITMB Travel Maps Peru
Elektronische Karten: www.astrosoft.de/peru/peru_karte.php (exzellente und detaillierte Reliefkarte)
Kai Ferreira-Schmidt, Reiseführer »Reise Know-How Peru/Bolivien Handbuch«, 2009
Busch, Oskar, Peru – 62 Touren, Rother Wanderführer, 19,90 €
Information: Botschaft der Republik Peru, Mohrenstr. 42, 10117 Berlin, Tel.: 030- 20641042, www.peru.org.pehttps://www.tripadvisor.com/Travel-g294311-s207/Peru:Tourist.Board.Info.html
Öffnungszeiten:  In der Regel Montag-Samstag 10-20 Uhr; Banken 9-17 Uhr. Viele kleine, informelle Geschäfte haben aber wesentlich längere Öffnungszeiten. 
Saisonale Feste/Veranstaltungen: »Inti Rami« am 24. Juni eines jeden Jahres wird in der Festung Sacsayhuaman in Cuzco das Sonnenfest gefeiert; Bierfestival in Cuzco in der zweiten Maihälfte, wo bekannte lateinamerikanische Musikgruppen auftreten. 
Sprache/Verständigung: Spanisch ist natürlich am besten, aber vor Ort ist Englisch die lingua franca, in der man eigentlich alles abwickeln kann.
Lokale Umgangsformen: Überall, speziell in ländlichen Gebieten gilt es, mit dem Fotografieren vorsichtig/sensibel zu sein: erst Fragen, dann Knipsen.
Zahlungsmittel: Als Bargeld sollte man US Dollar mitnehmen, die sich überall in Nuevo Soles (so heißt das peruanische Geld) umtauschen lassen. Traveller Cheques, wenn auch ein bisschen in die Jahre gekommen, sind ein gutes Sicherheitspolster, denn Bankautomaten sind außerhalb der großen Städte fast gar nicht zu finden. Kreditkarten werden auch nur in größeren Städten und bei einigen Einrichtungen der Touristenzentren genommen, aber verlassen sollte man sich nicht auf sie.   
Sicherheit: Peru gilt als bedingt sicheres Reiseland; Sicherheitsrisiken/Warnungen existieren nur für Gebiete, die abseits der hier beschriebenen liegen. Reisen in der Nacht wird grundsätzlich nicht empfohlen.
Elektrizität: 230V Spannung, also geeignet für alle gängigen Ladegeräte; Steckdosenadapter notwendig.