XXL-Reiseplaner: #10 Milford Track/Neuseeland

Trackziel: Milford Sound | Foto: Shirophoto/fotolia
Skydiven? Jetboat-Fahren? Whalewatching? Nein, sein­­e wahre Pracht gibt Neuseeland nur demjenigen preis, der sich die atemberaubende Landschaft auf eine­­m Mehrtageshike »erarbeitet«.
Beste Zeit: November bis April.
Reisedauer: 4 Tage
Preis: Ca. 225 Euro p.P. (Hüttengebühr, Fähre zum Start bzw. vom Ende der Tour, Abholung)
Tipp: Der Milford Track gehört zu den Great Walks. Für die Hochsaison muss man in der Regel monatelang im Voraus buchen, da nur 90 Wanderer pro Tag auf den Trail gelassen werden. Optionen zum Ausweichen gibt es aber viele: Kepler, Routeburn, Caples oder Green­stone sind nicht weniger spektakulär.
 
Abwechslungsreicher geht es kaum: Der Aufstieg aus dem Regenwald auf die kargen Hochflächen. | THPStock/fotolia.com
Abwechslungsreicher geht es kaum: Der Aufstieg aus dem Regenwald auf die kargen Hochflächen. | THPStock/fotolia.com

ALLGEMEIN

Charakter: Einer der Neuseeländischen Great Walks – mehr brauch man eigentlich nicht sagen. Phantastische Landschaft, hervorragende Wanderinfrastruktur und nette und hilfsbereite Ranger. Nur das Wetter könnte beständiger sein …
Beste Reisezeit: Die Great Walk Season beginnt Ende Oktober und endet Anfang Mai. In dieser Zeit sind die Hüten bewartet und alle Brücken des Tracks installiert. Für Übernachtungen muss im Voraus ein Permit gelöst werden. Außerhalb dieses Zeitraums ist mit schwierigeren Verhältnissen (Schnee, entfernte Brücken, keine Ranger auf den Hüten) zu rechnen, dafür gilt »first come, first serve«.
Preis im Detail: alle drei Hütten 162 NZD/Great Walk Season, 15 NZD außerhalb der Saison. Hinzu kommen die Bootstransfers zum Startpunkt (Te Anau -> Glade Wharf) und Endpunkt (Sandfly Point -> Milford) und der Rücktransport nach Te Anau, so dass der Track einer der teuersten Great Walks ist (Transportpaket um 150 NZD). Gesamtkosten (Stand 12/2016): ca. 225€ p.P.
Anspruch/Schwierigkeit: Im Vergleich zu alpinen Wanderungen in Europa sind die Neuseeländischen Great Walks während der Saison Autobahnen. Kritische Stellen sind auch zum Schutz der Natur beplankt, kleinste Wasserläufe mit Brücken überspannt. Die Wege sind gut befestigt und bestens beschildert. Der angegebene Zeitbedarf ist sportlich.
 
Viel Regen formte diesen Waldboden am Aufstieg zum Mackinnon Pass. | aavideos/fotolia.com
Viel Regen formte diesen Waldboden am Aufstieg zum Mackinnon Pass. | aavideos/fotolia.com

TRACK

Genehmigung: Um die Natur zu schützen gilt während der Saison ein Permit-System für die Great Walks – verbunden mit verpflichtenden Übernachtungszielen. Das wird durch Ranger kontrolliert. Wildes Zelten ist untersagt. Wer mehr Freiheit will, finden auf dem Caples- und Greenstone-Track nicht weniger herausragende Landschaft ohne Permit-System.
Zeitaufwand: 4 Tage, 3 Nächte
Ausgangspunkt/Endpunkt: Schon An- und Abreise sind spektakulär. Zur Glade Wharf  gelangt man mit dem Boot aus Te Anau (75 Minuten). Vom Sandfly Point muss man mit dem Boot abgeholt werden. Der Weg nach Milford Sound führt vorbei an einer spektakulärsten Fjord-Landschaften der Welt.
Route: Die Neuseeländicshen DOC-Broschüren sind vorbildlich und kostenlos. Wir verzichten daher hier auf eine detaillierte Darstellung: http://www.doc.govt.nz/Documents/parks-and-recreation/tracks-and-walks/s...
Unterkünfte: Geschlafen wird in den DOC-Hütten. Diese verfügen jeweils über Mehrstockbetten (ähnlich DAV-Hütten). Die Atmosphäre ist nett, freundlich und hilfsbereit. Es gibt KEINE Bewirtung, stattdessen einen großen Raum mit offenen Kochmöglichkeiten. In der Great Walk Saison werden Kocher und Gas gestellt. Geschirr und Töpfe bringt jeder Wanderer selbst mit. Durch die vorgegebenen Wege und Hütten trifft man jeden Abend die selben Leute.
Essen und Trinken unterwegs: … muss alles in den Rucksack! Wasser: Unterwegs gibt es Wasserläufe und Quellen, wie in allen Bergregionen. 
Karten: Nicht notwendig, die Karten das DOC reichen. 
 

 

WISSENSWERT

Einreise: Eigentlich kein Problem. Aber, um ihre Flora und Fauna zu schützen, kämpfen die Neuseeländer gegen die Einschleppung von Kleinstlebewesen. Daher Wanderausrüstung und alles was jemals mit europäischem Boden in Berührung gekommen ist gut reinigen. Sonst kommt es bei der Landung in Quarantäne und kann erst nach drei Wochen wieder abgeholt werden. Betrifft vor allem: Wanderschuhe, Zeltheringe, Zeltunterlage, Wanderstöcke …
Internet: In jedem kleinen Ort gibt es eine öffentliche Bibliothek und in dieser kostenloses WLAN.