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Wir sind dann mal weg: Jakobswege in Deutschland

Foto: Eric Thomas
Jakobswege gibt es auch in Deutschland. Sie dienten früher als »Zubringer« für den berühmten Abschnitt in Spanien. Klaus Weichbrodt, Filialleiter in Köln, und sein Kollege Eric Thomas marschierten auf alten Pilgerwegen durch die Eifel.

Ihr Weg führte sie von Bonn nach Bernkastel-Kues. Erster Höhepunkt war die Teilnahme am Nachtgebet der Benediktinermönche in Maria Laach, die dieses Ritual in immer gleicher Weise seit annähernd 900 Jahren Abend für Abend abhalten. In Monreal bestaunen die beiden verwinkelte Gassen und die ins Kopfsteinpflaster eingelassenen Platten mit der Jakobsmuschel. Bei der Durchwanderung des Elztals begegnen die beiden nicht einer Menschenseele, bis zur Burg Pyrmont bleiben sie allein. Treis-Karden mit dem so genannten »Moseldom«, ein phänomenaler Aussichtsfelsen über dem Moseltal, und der Weinort Sankt Aldegund waren die weiteren Stationen, bevor sich ihnen der Calmont entgegenstellte, der steilste Weinberg Europas: fast 400 Meter hoch und bis zu 75 Grad steil. Der Downhill nach Traben-Trabach und weiter nach Bernkastel-Kues war dann nur noch Formsache. »Träume leben ist so einfach!«, resümiert Filialleiter Weichbrodt nach acht Tagen, 180 Kilometer Wanderweg und über 5000 Höhenmetern mitten in Deutschland.