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Welcher Dachzelt-Typ bist du?

Foto: Semih Serbes. Hamburger Umland.
Wer mehr als ein Lebensjahr im Dachzelt zugebracht hat, der kennt sich aus. So wie Nico Thomas, der diese Erfahrung einst in Afrika machte. Hier verrät der Globetrotter-Einkäufer, was es beim Kauf zu beachten gilt.
Nico Thomas (42), Einkäufer Zelte bei Globetrotter.

Hallo Nico, wer braucht alles so ein Dachzelt?

Da sind zum einen jene, die auf die Konventionen einer Hotelübernachtung pfeifen, aber beim Camping auf eine Prise Komfort nicht verzichten wollen. Oder die Familie im VW Multivan, die die größer werdenden Kinder »auswildern« muss. Oder wie wäre es mit einem jungen Paar, das statt eines Wohnwagens ein Dachzelt kauft und von dem gesparten Geld weitere Träume lebt? Die Zielgruppe ist jedenfalls längst nicht mehr auf den Saharafahrer beschränkt.

Und technisch ausgedrückt?

Die Pluspunkte eines Dachzelts lauten: größtmögliche Beweglichkeit, geringe Kosten, sicherer Abstand über dem Boden, keine Begrenzung auf 80 km/h, günstige Preise bei Fährüberfahrten und zusätzlicher Stauraum.

Welche Voraussetzungen muss mein Auto als Dachzeltmutterschiff erfüllen?

Das klassische Dachzeltauto gibt es nicht. Während in den 80er-Jahren der Land Rover Defender das Dachzelt-Basisfahrzeug der Wahl war, findet man heute alle denkbaren Fahrzeuge unter dem Dachzelt – vom Cabrio einmal abgesehen.

Ist so ein Dachzelt wirklich wasserdicht mit seinen seitlichen Baumwollwänden?

Das Stoffgewebe wird nach und nach auch innen feucht werden. Beim Zusammenlegen faltet sich der feuchte Stoff dann auf die Matratze und Schlafsäcke. Legt man eine einfache Malerfolie auf Schlafsäcke und Matratze, bleiben diese auch nach Dauerregen weitgehend trocken. Trotzdem – aus einem Dachzelt wird nie ein Wohnmobil, einige »kleinere« Unterschiede zwischen Dachzelt und Wohnmobil wird man auch künftig ertragen müssen.

Manche Dachzelte kosten doppelt so viel wie ihr vermeintlicher Konkurrent. Wo liegen die Unterschiede?

Meist macht das Material der zwei Schalen den Unterschied aus. Solche aus Thermoplast, die durch Wärme in Form gebracht wurden, haben bei Wärme die Angewohnheit, sich an die Ursprungsform Kunststoffplatte »zurückzuerinnern«. Sind die Schalen tiefgezogen, behalten sie dagegen noch viele Jahre ihre Form.

Was, wenn mir einer nachts die Leiter klaut?

Dann verhaust du ihn …

 
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