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Traumtour: Oslo - Trondheim. Mit Fatbikes

Traumhaftes Fahrradwetter, perfekte Straßenverhältnisse - so stellt man sich die Traumtour vor! | Foto: Gunnar Fehlau
Traumhaftes Fahrradwetter, perfekte Straßenverhältnisse - so stellt man sich die Traumtour vor! | Foto: Gunnar Fehlau
Immer an Mittsommer radeln Tausende von Trondheim nach Oslo. Das brachte zwei Deutsche auf eine verrückte Idee: Die gleiche Strecke im Januar zu radeln. Bei minus 30 Grad. Mit Fatbikes.

Die tun nix, die wolln nur radeln! | Foto: Gunnar Fehlau
Die tun nix, die wolln nur radeln! | Foto: Gunnar Fehlau
Es war eine dieser Schnapsideen, wie sie an ­bestimmten Abenden unter Männern entstehen – wenn sich Alkoholpegel, ausgelassene Stimmung und die richtige Mischung an Typen in Balance befinden. Diesen ­Moment hatten Walter und ich, als wir im Juni 2013 nach absolvierter Grenzsteintrophy – einer zwei­wöchigen Selbstversorger-Radrallye – unweit des ehemaligen ­Dreiländerecks BRD-DDR-CˇSSR bei einer Wurstplatte saßen. »Und, was machen wir als nächstes Abenteuer?«, fragte Walter. »Mal wieder was mit’m Rennrad?«, entgegnete ich, das Weizenglas schwenkend. »Trondheim – Oslo wär’ mal wieder was«, dachte mein fränkischer Freund laut. »Hmm, was mit’m Fatbike wäre aber auch nicht schlecht«, erwiderte ich. Drei Biere später hatten wir die Gesprächsfetzen zu einem Plan zusammengesetzt, Arbeits­titel: »Trondheim – Oslo – The Wrong Way Round«.

Wer gerne Rennrad fährt und eine Vorliebe für lange Strecken hat, für den ist »Trondheim – Oslo« quasi Pflicht. Wir beide sind den Marathonklassiker, der seit den 1960ern ausgetragen wird und jährlich bis zu 5000 Teilnehmer anlockt, mehrfach mitgefahren. Nun änderten wir schlicht alle Vorzeichen des durchorganisierten Rennradklassikers: Statt Mittsommernacht wählten wir den dunklen Januar, statt Rennrad das Fatbike, und statt Vollservice packten wir Trockenfutter und Winterbiwak-Ausrüstung aufs Rad. Während der Marathon 540 Kilometer über blitzeblanken Asphalt führt, wählten wir Schneepisten in Wald und Flur. Der Rest ist schnell erzählt: Räder aufmotzen, Ausrüstung aufstocken (nicht zuletzt Klamotten für bis zu minus 30 Grad), Anfang Dezember eine Probetour im Harz, und es konnte losgehen.

Oslo, die Frisur ist jetzt egal. Hauptsache, es kann losgehen. | Gunnar Fehlau
Oslo, die Frisur ist jetzt egal. Hauptsache, es kann losgehen. | Gunnar Fehlau
Gefährliche Rushhour

»Nichts wie weg!«, schallt es von hinten aus der Dunkelheit. »Mensch, Gunnar, wollen die uns umbringen?!«, schreit Walter. So panisch kenne ich ihn gar nicht. Walter ist seit Jahren mein Buddy auf Radreisen. Der 57-Jährige hat ordentlich Dampf in den Waden und ist ein Outdoorprofi. Noch bevor er anfing »richtig« Rad zu fahren, gründete er mit Freunden 1988 einen Survival-Verein. Sucht man jemanden, der mit einer Heckenschere im Dunkeln eine lupenreine Blinddarmoperation durchführen kann, ist man bei Walter genau richtig. Er hat die Ruhe weg. Und wenn Walter auf Alarm­modus umschaltet, dann ist die Lage wirklich ernst.

Wir sind auf der E6, etwa 60 Kilometer nördlich von Oslo. Es ist 16.30 Uhr, stockdunkel, und es nieselt. Die E6 ist die automobile Hauptschlagader dieser Region. Wir bekommen die volle Dosis Pendlerverkehr ab, der sich hier gerade durch eine kilometerlange Baustelle presst. Zwischen Familienkombis, 38-Tonnern und Gegenverkehr ist schlicht klein Platz für uns. Wir müssen hier raus, und zwar schnell. Nicht weit unterhalb der E6 scheint eine Straße zu sein, zumindest leuchten dort immer wieder Schein­werferpaare auf. Wir wuchten unsere vollbeladenen Fatbikes über Leitplanken und Bauzäune – und radeln kaum 20 Minuten später auf einer ruhigen Nebenstraße. 

Viel zu selten wird Licht. Aber wenigstens weißt uns der Heilige Olav den Weg. | Foto: Gunnar Fehlau
Viel zu selten wird Licht. Aber wenigstens weißt uns der Heilige Olav den Weg. | Foto: Gunnar Fehlau
Die Streckenwahl war der schwierigste Teil der Planung, da wir keine Vorstellung hatten, wie die Wege beschaffen sein würden. Also entwickelte Walter ein »Vier-Routen-System«: Die erste Ebene ist der »Olavsweg«, ein Pilgerpfad von Oslo nach Trondheim. Sollte dieser nicht fahrbar sein, greift die zweite Route: die offizielle Radvariante des Pilgerwegs. Wäre auch diese unfahrbar, ­haben wir eine Asphalt-Nebenstraßen-Route zusammengegoogelt. Als letzte Absicherung dient die offizielle Rennradstrecke Trondheim – Oslo, die meist auf der E6 verläuft. So können wir an jeder Kreuzung die Route den aktuellen Bedingungen anpassen. Auch nach unserer Flucht aus der Baustelle sind wir nach wenigen Kilometern wieder auf einem der vorgeplanten GPS-Tracks.

Am nächsten Morgen läuft alles nach Plan. Auf einer Naturpiste folgen wir der Beschilderung des Pilgerwegs über kleine Straßen, Wald- und Wanderwege. Sanfte Hügel, hutzelkrumme Büsche, bunte Flechten, all das von einer Puderzuckerschicht Schnee überzogen. Mit minus neun Grad ist es zwar deutlich kälter als ­gestern Abend, aber viel angenehmer, weil trocken. Der Weg führt uns zu zahlreichen Kirchen und Kapellen, alle sind geschlossen. Gepilgert wird in Norwegen im Sommer. Später, in Trondheim, wird man uns sagen, dass wir die ersten Pilger des Jahres 2014 sind, die sich ihren Pilgerpass am Nidarosdom abstempeln lassen.

Etwas Warmes braucht der Walter. | Foto: Gunnar Fehlau
Etwas Warmes braucht der Walter. | Foto: Gunnar Fehlau
Facebook sei Dank, hat die Fahrrad- oder besser: Sykkel-Community Wind von unserer Tour bekommen. Eine Einladung zum Mittag­essen liegt genau auf unserer Route. Wir nehmen dankend an und rollen bei Ole auf den Hof nahe Vinstra. Offensichtlich unterscheiden sich norwegische Häuser auch im Innern grundlegend von deutschen: Obwohl wir vollgeschneit und mit matschigen Schuhen bei Ole ankommen, bittet er uns ohne zu zögern ins Haus. Statt eines Flurs betreten wir eine Mischung aus Ankleide und Waschküche – die perfekte Schleuse zwischen dem lausigen Winter und den lauschigen Wohnräumen. Links geht es direkt ins Badezimmer, rechts durch die Wohnküche tiefer ins Haus. Je weiter die Räume von der Schleuse entfernt sind, desto feiner sind sie eingerichtet und desto repräsentativer werden sie genutzt.

Nachdem wir uns aus unserem Radldress geschält haben, biegt Walter links und ich rechts ab. Seit dem Tod seiner Frau bewohnt Ole das große Haus allein und ist sichtlich froh, mal wieder für mehrere Menschen zu kochen. Im Hintergrund laufen die olympischen Biathlon-Wettbewerbe. Doch Ole interessiert sich für unsere bevorstehende Route. In der nächsten halben Stunde bekommen wir also nicht nur ein formidables Mittagessen mit Elchfleisch. Vielmehr auch eine komplett überarbeitete Route für die nächsten 100 Kilometer. Bevor wir nach einem Kaffee aufbrechen dürfen, lässt sich Ole von uns ausgiebig die Fatbikes erklären.

Besuch vom Reporter

Tock, tock, tock, es klopft an der Tür unserer Hütte. Diese Unterkunft für Selbstversorger hatten wir uns gestern gegönnt – nach gut hundert Kilometern Schinderei übers verschneite und minus 25 Grad kalte Hochplateau unterhalb des Rondane-Nationalparks stand uns nicht der Sinn nach Biwak. Noch ehe Walter oder ich auf das Klopfen antworten können, steht ein riesiger Daunenanzug im Flur. Aus der voluminösen Kapuze lugt ein Musketierbart hervor. »Ich bin Kurt«, stellt sich der Mittfünfziger freundlich vor. Walter und ich schauen einander verdattert an. Wer würde bei uns daheim einfach ins Haus eintreten und direkt zum Ofen gehen? In Norwegen macht man das so. Und das fühlt sich auch gar nicht schlecht an. Nur anders halt. »Ich arbeite für eine lokale Zeitung«, sagt Kurt, ­während wir uns aus den Schlafsäcken schälen. »Der Hüttenvermieter hier, ein Freund aus alten Schulzeiten, hat mich angerufen und gesagt, er hätte ein paar verrückte Radfahrer aus Deutschland als Gäste. Kann ich ein Interview mit euch machen?«

Die kälteste Nacht am kältesten Ort

Das Hüttenthermometer spricht für sich. | Foto: Gunnar Fehlau
Das Hüttenthermometer spricht für sich. | Foto: Gunnar Fehlau
In der Hütte ist es angenehm warm, T-Shirt und kurze Hose ge­nügen. Doch Kurt schickt uns einen Schauer über den Rücken: »Das war die kälteste Nacht dieses Winters, und das nahe Folldal ist heute der kälteste Ort Norwegens.« Blitzartig drehe ich mich zum Thermometer um: Innentemperatur 11 Grad, Außentemperatur minus 34 Grad. Walter und mir gefrieren die Gesichtszüge. Heute soll es aufs Dach der Tour gehen, aufs Dovrefjell, dessen Klima selbst im Sommer beim Rennradrennen tückisch sein kann. Auf dem Hochplateau pfeift stets ein ordentlicher Wind, und urplötzliche Wetterstürze sind keine Seltenheit. Im Juni 1993 bin ich dort bei null Grad und Schneeregen drüber. Damals erreichte kaum ein Drittel der Starter das Ziel – bis heute der bedauerliche Did-not-­finish-Rekord. Walter und ich kochen erst einmal Kaffee. Kurt ist verschwunden und kommt mit einer TV-Schulterkamera zurück. »Ich arbeite auch fürs Fernsehen«, erklärt er. Wir machen ihm klar, dass er uns gerne filmen und interviewen kann, dass wir aber keinesfalls in der Kälte für ihn anhalten werden.

Dass bereits kürzeste Pausen blitzartiges Auskühlen zur Folge haben, hatten wir schon am zweiten Tag schmerzhaft lernen müssen, als bei einem Trinkstopp mehrere Reißverschlüsse einfroren. Wir legen zwei zusätzliche Kleiderschichten auf und wagen uns in die Kälte hinaus. Der wolkenlose Himmel mit Sonnenschein trügt. Es ist schweinekalt. Zwischen minus 25 Grad und minus 35 Grad liegen gefühlt Welten. Als würde in diesem Bereich des Thermometers die Kälte nicht linear, sondern exponentiell zunehmen.

Wegweisend: das Olavkreuz mit dem Schleifenquadrat. | Foto: Gunnar Fehlau
Wegweisend: das Olavkreuz mit dem Schleifenquadrat. | Foto: Gunnar Fehlau
Die zusätzlichen Kleidungsschichten, die wir uns heute über­gestreift haben, machen schon das Aufsteigen zur Qual. Wie bunte Michelin-Männchen tölpeln wir die Hofausfahrt unseres Blockhauses hinunter. Schon leichtester Fahrtwind schmerzt in jeder unverhüllten Hautpore. Wir kommen in keinen Flow. Jede Pedal­umdrehung will von Neuem gestartet werden.

Die verschneite Piste gewinnt auf 30 Kilometern rund 400 Höhenmeter. Diese gemächliche Steigung erweist sich heute als perfekt: Man bleibt warm, kommt aber nicht ins Schwitzen, und das gemächliche Tempo reduziert den Fahrtwind. Wir machen im Schnitt elf Stundenkilometer – ganz okay angesichts unserer alles in allem rund 40 Kilo schweren Bikes. Kurt steht immer wieder mit der Kamera am Straßenrand. Schließlich winkt er und verschwindet mit einem Hupen ebenso unvermittelt, wie er aufgetaucht war.

 

Solche herzerwärmenden Momente bleiben hängen. | Foto: Gunnar Fehlau
Solche herzerwärmenden Momente bleiben hängen. | Foto: Gunnar Fehlau
Je höher wir kommen, desto wärmer wird es. Als wir unsere Räder nach drei Stunden Anstieg vor dem Bahnhof von Hjerkinn anlehnen, zeigt das Thermometer geradezu behagliche 17 Grad minus. Im Wartesaal legen wir unsere Kleidung zum Abtropfen aus und tauen Trockenfrüchte und Schokolade auf. Immerhin haben die Thermoskannen den Tee schön warm gehalten. Zwei Stunden ­später sausen wir fröhlich auf der E6 unserem Tagesziel Oppdal entgegen – bei kaum mehr minus zehn Grad und Rückenwind.

Der letzte Morgen begrüßt uns kalt, aber herzlich: Kaum rollen wir auf der E6, um zum nächsten Knotenpunkt unseres Vier-Routen-Systems zu gelangen, winkt uns ein Bauarbeiter zu. Kurz darauf hupt ein roter Volvo von hinten und überholt mit sichtlich erfreutem Fahrer. Auch an Ampeln beobachten wir Fußgänger, die vergnügt tuscheln, nachdem sie uns gesehen haben.

Kaffeepause in Berkåk mit großem Kaffee, zwei Teilchen, Cola und Müsli. Die Kassiererin grinst uns an und sagt »50 Kronen, bitte.« Das sind kaum fünf Euro. »Irgendwas stimmt hier doch nicht«, meint Walter. Dann beugt sich die Kassiererin Anna vor, strahlt noch ein bisschen mehr und sagt: »I saw you on TV yesterday.« Endlich klingelt’s bei uns: Die Leute erkennen uns wieder, weil Kurts Beitrag am Vor­abend lief, deshalb hat Anna uns auch den Freundschaftspreis gemacht. Während wir mampfen, vibriert mein Handy. Eine SMS von Ingar Wilhelmsen, dem Renndirektor von Trondheim – Oslo. Auch er sah uns im Fernsehen. Sein Trondheimer Kollege Tore aus dem Orga-Team erwarte uns am Stadtrand und freue sich auf einen gemeinsamen Kaffee im Domcafé.

Der erste Pilger des Jahres am Dom von Trondheim. | Foto: Gunnar Fehlau
Der erste Pilger des Jahres am Dom von Trondheim. | Foto: Gunnar Fehlau
Eskorte zum Dom

Heimdal, fünf Kilometer südlich von Trondheim: Wieder hupt ein Auto und fährt dicht auf. Sollte die Reise enden, wie sie begann, eingepresst im Pendlerverkehr? Mitnichten. Ich schaue in das Auto. Auf dem Pullover des Fahrers prangt das Trondheim – Oslo-Logo: Wow, wir erhalten eine Tour-de-France-würdige Eskorte zum Dom! Beim anschließenden Kaffee meint Tore: »Und im Sommer fahrt ihr das Ding wieder umgekehrt: von Trondheim nach Oslo, auf der Straße, bei schönem Wetter.« Eigentlich naheliegend. Aber für Walter und mich klingt das gerade völlig verrückt. Zu berauscht sind wir noch vom Winter und von der Freiheit auf fetten Reifen.

4-Seasons Info

Fatbike - der Unimog unter den Fahrrädern

Mitte der 1990er-Jahre montierten Bikefreaks in Alaska fette Reifen an Fahrradrahmen, um damit über Schnee fahren zu können. Die Technik wurde ausgereifter, etwa 2005 sprangen kommerzielle Anbieter auf, und so wurde aus dem Snowbike das Fatbike für jede Art von schlüpfrigem Untergrund. Die nur mit 0,4 bis 0,8 Bar gefüllten Reifen bieten reichlich Traktion auf Schnee, Sand, Matsch oder Kies. Damit wird das Fatbike auch als Reiserad für den »Omniterra«-Einsatz interessant. Dank des hohen Komforts der Ballonreifen verzichten die meisten Modelle auf eine Rahmenfederung. Auch die grundsolide Ausstattung – beispielsweise mit mechanischen statt hydraulischen Scheibenbremsen – ist ein Gegenentwurf zu überzüchteten Mountainbikes. Der Kultfaktor kommt dennoch nicht zu kurz. Preislich geht’s schon unter 1000 Euro los. Für Fatbikes mit Vollfederung, Carbonrahmen und E-Motor kann man aber auch fett blechen. Das von uns auf dem Olavsweg verwendete Fat-Tourenbike von Velotraum heißt passenderweise »Pilger«. Mehr dazu: www.4-Seasons.de/fatbike.

Die Tour für Nachmacher

Radeln von Trondheim nach Oslo

Die Infos zum Rennrad-Marathon von Trondheim nach Oslo findet man auf www.styrkeproven.no.

Wandern zum Heiligen Olav

Verschiedene norwegische Pilgerwege führen nach Trondheim. Der mit 643 Kilometern längste beginnt in Oslo. Alle Infos gibt’s (auch in Deutsch) auf www.pilegrimsleden.no.

 

 

 
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