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Skandinavische Nationalparks: Von Natur aus schön

Fotos: Henrik Tygg, Martin Hülle, Lars Schneider, visitfinland.com
Gletscher und Seen, Wälder und Vulkane, Hochebenen und Meeresküsten – die nordische Natur ist ein Outdoor-Paradies. Eine Rundtour durch 7 Nationalparks, die diese Vielfalt widerspiegeln.

Interaktive Reiseführer durch sieben Skandinavische Nationalparks

  • Kosterhavet: Glitzernde Inselwelt

    An Schwedens Küsten hat die Eiszeit ganze Arbeit geleistet. Gesteinsmassen wurden vom Inlandeis überströmt, sauber abgeschliffen und in Tausende kleine, glatte Inseln zerteilt: die Schären.

    Inselhopping mit Kajak & Zelt im NP Kosterhavet. | Foto: Henrik Tygg
    Im Meeresnationalpark Kosterhavet kann man erkennen, wie sich die unterschiedlichen Gesteinsarten im Laufe der Zeit gebildet und vermischt haben. So bestehen die Kosterinseln und der Schärengarten westlich des Kosterfjords aus uralten Gneisen. An der Küste dominiert dagegen der bedeutend jüngere Bohusgranit. Einzigartig ist der Nationalpark Kosterhavet auch wegen der mehr als 6000 Arten, die unter der Wasseroberfläche leben – darunter die berühmten Nordmeerkrevetten. Die Fischerei ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Region. Im Nationalpark kann man an professionellen Fischertouren teilnehmen. Kosterhavets einzigartige Meeresnatur setzt sich nach Norden im norwegischen Nationalpark Ytre Hvaler fort. Dort liegen mehrere große Korallenriffe, unter anderem Tislerrevet – das größte atlantische Kaltwasserriff in Küstennähe.

    Tipp: Inselhopping mit Kajak & Zelt

    Im Seekajak lässt sich die einmalig schöne Schärenwelt um Syd- und Nordkoster am besten erkunden. Die kleinen Felsinseln sind hier aus Gneis statt Granit und liegen teilweise so dicht beieinander, dass es einem manchmal sogar mit einem Kajak eng vorkommt. Dafür kann man relativ einsam dahingleiten und den Robben beim Sonnenbaden zuschauen, der offizielle Bootsverkehr muss nämlich auf breitere Gewässer ausweichen.

    Hinkommen: Mit dem Flugzeug nach Göteborg und von dort mit der Bahn nach Strömstad, das etwa 170 Kilometer nördlich direkt am Skagerrak liegt. (Fahrplan unter www.vasttrafk.se) Vom Hafen in Strömstad verkehren Boote nach Syd- oder Nordkoster. Die Überfahrt dauert rund 60 Minuten und kostet 60 SEK.

    Kajakverleih/organisierte Touren: Zum Beispiel bei www.upplevelsebolaget.com, Kajakwochen (inkl. Material und Verpflegung) wird für 3.900 SEK/Person angeboten. 5 Prozent der Einnahmen gehen an den Schwedischen Naturschutzverein. Das Geld kommt einem Projekt zur Rettung der Delfine in den schwedischen Gewässern zugute.

    Campingplatz: Auf der Insel Nordkoster befindet sich direkt am Meer gelegen das „Reservatet Nordkoster“ (www.reservatet.nu/), es ist der einzige Campingplatz im Nationalpark. Buchen Sie am besten schon von Zuhause aus einen Platz. Die Preise liegen bei 150 SEK pro Zelt und Nacht und 20 SEK pro Person. Kinder unter 6 Jahren sind frei. Link: www.vastsverige.com

  • Padjelanta: Das wunderbare Nichts

    Weite ohne Ende, das ist der Padjelanta-Nationalpark im hohen Norden Schwedens. Eine offene Hochebene oberhalb der Baumgrenze, mit ausladenden Berglandschaften und Fjällheiden.

    Ausladende Berglandschaften und das ganz für sich alleine. | Foto: Martin Hülle
    Die absolute Einsamkeit Lapplands und der schier endlose Horizont zwischen Land und Himmel machen Wanderer demütig. Der Padjelantaleden, ein 140 Kilometer langer, markierter Weg, führt an einfachen Übernachtungshütten vorbei, die während der Sommermonate teilweise bewirtschaftet sind. Berühmt ist der Padjelanta-Nationalpark für seine über 400 verschiedenen Arten von Blüten und Pflanzen. In der Sprache der Samen bedeutet Padjelanta »höheres Land«. Die Uferflächen rund um die beiden großen Seen Vastenjaure und Virihaure sind das Weidegebiet ihrer Rentiere. Im Sommer ziehen die Samen mit Kind und Kegel über die Hochebenen. Beste Zeit für Wanderer: wenn sich im Juni die Mitternachtssonne im Virihaure-See spiegelt.

    Tipp: Trekking Padjelantaleden, evtl. Verlängerung im Sarek und Stora-Sjöfallet-Nationalpark

    Der Padjelantaleden ist ein 140 Kilometer langer Wanderweg, der von Kvikkjokk bis Ritsem verläuft. Er ist wenig begangen und trotzdem gut ausgebaut. Brücken führen über Bäche, hölzernen Plankenwege durch die sumpfigen Gebiete. Wegen seines geringen Höhenprofils ist der Padjelantaleden auch für Trekkingeinsteiger sehr gut geeignet.

    Übernachten: In Abständen von zwölf bis 24 Kilometer gibt es zahlreiche Hütten und Zeltgelegenheiten. Erwachsene zahlen in den von Samis versorgten Hütten zwischen 350 und 380 SEK pro Nacht.

    Beste Zeit: Von Anfang Juli bis Ende September. Vorher ist es durch die Frühjahrsschneeschmelze sehr feucht und die Wasserstände in den Flüssen sind hoch. Auch im Sommer muss man mit schlechtem Wetter rechnen, Schneefall ist immer möglich.

    Hinkommen: Flug nach Stockholm. Mit einem Anschlussflieger oder dem Zug weiter nach Gällivare und von dort per Bus entweder nach Kvikkjokk oder Ritsem, je nachdem in welche Richtung man wandern möchte. An beiden Standpunkten beginnt beziehungsweise endet der Wanderweg jeweils mit einer Bootspassage – der Sommerfahrplan ist an den Busfahrplan angepasst.

    Karte: Wer auf dem markierten Padjelanta-Wanderweg bleibt, braucht eigentlich keine Wanderkarte. Es gibt in den Tourist-Infos Prospekte mit Übersichtskarten, den Namen der Hütten und den ungefähren Kilometerangaben. Ansonsten hilft Sarek & Padjelanta, Calazo, 1:100.000 weiter.

    Literatur: »Schweden: Padjelantaleden: Der Weg ist das Ziel«, Christoph Müller/Katrin Jungclaus, Conrad Stein Verlag. Link: www.visitsweden.com

  • Vatnajökull: Das große Spektakel

    Widersprüchlich und wild, karg und gewaltig. In Island trifft Lava auf Eis. Den Riesengletscher Vatnajökull kann man überqueren – oder auch seine spektakulären Ausläufer bestaunen.

    Das große Spektakel tobt im Vatnajökull NP. Unser Tipp eine Bootstour in der Lagune. | Foto: Lars Schneider
    Der Vatnajökull-Nationalpark ist einer von drei isländischen Nationalparks und schließt den mächtigen Gletscher Vatna­jökull ein. Seine bis zu 1000 Meter dicke Eisschicht bedeckt einige aktive Vulkane. Als im September 1996 der Vulkan Bárðarbunga erwachte, ließ er binnen drei Tagen die dicke Eisschicht des Vatnajökull über sich schmelzen. Er überzog alles mit schwarzer Asche und hinterließ ein riesiges Loch im Eispanzer. So beeindruckend der Vatnajökull, so abwechslungsreich ist die Landschaft rundherum: im Westen Vulkane, im Norden ein Hochlandplateau mit Schluchten und Wasserfällen, im Osten Moore und Bergketten, im Süden gewaltige Gletscherzungen mit Meerblick. Logistisch einfach, aber spektakulär ist ein Trip zur Gletscherlagune Jökulsárlón, wo das Gletschereis schließlich aufs Meer treibt (Foto). Die Lagune liegt an der Ringstraße.

    Tipp: Bootstour auf der Lagune Die Gletscherlagune

    Jökulsárlón am Breiðamerkursandur ist ein Highlight auf jeder Islandreise. Mit einem etwas seltsam aussehenden Amphibienboot gleitet man zwischen großen Eisbergen entlang, die ständig von der Gletscherzunge des Breiðamerkurjökull in die Lagune kalben. Dabei entsteht eine wunderbare Eiswelt.

    Anbieter: Mit „Arktische Abenteuer“ (www.arktischeabenteuer.de) geht es von Reykjavík entlang der Südküste Islands nach Skaftafell - dem Tor des Nationalparks. Das Angebot gilt vom 1. Juni bis zum 15. September und beinhaltet eine Gletscherwanderung auf dem Eis des Virkisjökull, Gletscherausrüstung und die Bootstour auf der Gletscherlagune. Preise pro Person: 210 Euro.

    Link: www.vatnajokulsthjodgardur.is/english

  • Linnansaari: Seen, Seen, Seen

    Stille Wasser. Das Land der Zigtausend Seen. Die finnische Landschaft schlechthin. Die nächste einsame Bucht, die nächste verträumte Insel ist immer irgendwo um die Ecke. Nur: wo anfangen?

    Linnansaari bietet Zigtausende Seen und ist damit die fibbische Landschaft schllechthin. | Foto: visitfinland.com
    Zum Beispiel im Linnansaari-Nationalpark im Süden Finnlands. Er liegt mitten im Saima­a-Seengebiet. Hier gibt es 130 Inseln mit insgesamt mehr als einem Hektar Land, Boote können an einem der 21 Häfen festmachen. Auf der Hauptinsel liegt der Campingplatz Sammakkoniemi mit Sauna und Kiosk. Weil sich der Nationalpark am besten vom Wasser aus erkunden lässt, werden geführte Kajaktouren und auch mehrtägige Paddelausflüge angeboten. Guides zeigen die richtige Technik, so haben auch Anfänger den Dreh schnell raus. Wer Glück hat, trifft unterwegs auf Fischadler und auf den wohl bekanntesten Bewohner des Linnansaari-Nationalparks: die Saimaa-Ringelrobbe. Weltweit soll es von diesen Tieren nur mehr um die 260 geben, die Saimaa-Robbe gehört damit zu den bedrohtesten Säugetieren.

    Tipp: Für Einsteiger: geführte Touren. Für Könner: auf eigene Faust, so weit die Boote tragen

    Im 4370 Quadratkilometer großen Saimaa-Seengebiet kann man tagelang paddeln, ohne die Boote aus dem Wasser heben zu müssen. Die Logistik ist für Wassersportler ideal und meistens ist man auch noch alleine unterwegs.

    Anreise: Mit dem eigenen Boot am besten mit der Fähre von Travemünde nach Helsinki, Infos unter www.passenger.finnlines.com. Wer sich sein Boot vor Ort mietet fliegt bis Helsinki und reist von dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter.

    Beste Zeit: Von Juni bis September. Schon im August wird es merklich leerer auf den Gewässern und einige Zeltplätze schließen. Im Herbst sind dafür die bunt gefärbten Laubwälder an den Ufern grandios, allerdings werden die Nächte schon frostig kalt.

    Fahrtroute: Zum Beispiel vom kleinen Ort Oravi im Süden nahe der Stadt Savonlinna über eine Kette von einsamen Seen und durch die Nationalparks Linnansaari und Kolovesi bis zum orthodoxen Kloster Valamo im Norden. Entfernung: rund 110 Kilometer. Bitte beachten: unterwegs gibt es nur ganz vereinzelt die Möglichkeit Lebensmittel nachzukaufen, also am besten alles mitführen.

    Veranstalter: In Oravi kann man bei Saimaa Holiday (www.saimaaholiday.net.) Boote mieten und an geführten Touren teilnehmen. Außerdem wird ein Shuttle-Service von jedem beliebigen Punkt im Seensystem gegen Gebühr angeboten.

    Literatur: Kanukompass Südfinnland, Thomas Kettler Verlag, 1. Auflage 2001, 21 Euro.
Südfinnische Seenplatte, Michael Hennemann, Pollner Verlag, 2001, 14 Euro
Perfekte Karten für Paddler gibt es auch bei Saimaa Holidays vor Ort für 18 Euro.   Weiterführende Infos unter www.visitfinland.de.

  • Norra Kvill: Mehr als Bullerbü

    Rote Holzhäuser, blaue Seen – Småland ist eine schwedische Postkartenlandschaft. Aber genau wie Pippi Langstrumpf kann Småland auch wild: im Nationalpark Norra Kvill.

    Zu Gast im Smaland uns versprochen, ihre Kinder wollen nicht abgeholt werden. | Foto: Sven Persson/Naturvardsverket
    Hier sind Bäume heilig. Seit über 150 Jahren wurden in dem Gebiet keine mehr gefällt. Was von alleine umkippt, wird einfach liegen gelassen. Es sind hauptsächlich Kiefern, die ihre Kronen in den Himmel recken. Sie sind uralt und bis zu 35 Meter hoch. Am Urwald­boden türmen sich moosbedeckte Steinblöcke. Und mittendrin: die berühmte Eiche Rumskullaeken – über 14 Meter Umfang misst ihr Stamm. Ein beschilderter, teilweise steiler Rundweg erschließt den kleinen Nationalpark und führt zu zwei kleinen Waldseen. Stora Idgölen wird wegen seiner Seerosen auch Trollsee genannt. Vom höchsten Punkt, dem kleinen Berg Idhöjden, hat man eine zauberhafte Aussicht über den schwedischen Dschungel, wo es zwar keine Elefanten, dafür aber Elche gibt.

    Toller Tagesausflug, der jedem (Familien-)Urlaub in Småland Würze gibt

    Anreise: Von Süden: auf der Straße 34 bis Vimmerby, dann Richtung Ydrefors und der Beschilderung folgen / Von Norden: auf der Straße 34 bis Abzweig Gullringen, dann Richtung Ydrefors und der Beschilderung folgen

    Infrastruktur: Am Ende der Zufahrt zum Nationalpark befindet sich ein geschotterter Parkplatz mit Sitzbänken, Grillplatz, Abfallbehälter, Plumpsklo. Durch den Nationalpark führt ein circa 4 Kilometer langer Pfad als Rundweg.

    Link: www.visitsweden.com

  • Jostedalsbreeen: Hochgebirge mit Meerblick

    Westnorwegen, das Land der Fjorde. Bis zu 200 Kilometer reichen sie hinein ins Landesinnere. Sie verästeln sich, werden schmaler und sind von gewaltigen Felswänden flankiert. Dazwischen: Eis.

    Fjorde, Eis und Berge nicht mehr und nicht weniger bietet der der Jostedal NP.. | Foto: Radius Images/Corbis
    Der Jostedal-Nationalpark trennt zwei der längsten Fjorde der Welt, den Sognefjord und den Nordfjord. Das Herzstück des Parks, der Jostedalsbreen, ist mit 487 Quadratkilometern der größte Festlandgletscher, den Europa zu bieten hat. Vom Fjordufer bis hin zu den üppig bewachsenen, fruchtbaren Almtälern, von gewaltig aufgeschobenen Moränen bis zu kahlen Felslandschaften, von denen Wasserfälle herabstürzen und sich sprudelnde Bäche ihren Lauf suchen, ist der Jostedal-Nationalpark von landschaftlichen Kontrasten geprägt. Von den zwei Dutzend Gletscherzungen, die von seinem Plateau fließen, zählen einige zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Norwegens. Teil­weise bringen Boote die Gäste bis zur Eiskante. Doch das eisige Herz des Parks kann man nur zu Fuß erreichen.

    Geführte Gletscherwanderungen im Sommer

    Auf mehreren Gletscherarmen des Jostedalsbreen werden täglich Gletscherwanderungen mit erfahrenen Führern angeboten. Wer über keine spezielle Ausbildung verfügt, sollte sich unbedingt einem Guide anschließen. Es gibt mehrere Unternehmen, die geführte Gletscherwanderungen anbieten. Wer einen Gletscher auf eigene Faust erkunden möchte, kann die dafür notwendigen Kenntnisse in einem der Gletscherkurse erlernen.

    Angebote: Eine Wanderung auf den Nigardsbreen Gletscher erfordert keine Vorkenntnisse aber Trittsicherheit. Man wandert am Seil, mit Pickel und Steigeisen, bewegt sich entlang tiefblauer Gletscherspalten und hohen Eistürmen. Manchmal muss man sogar durch Eistunnels kriechen. Dauer: 2 Stunden, Preis: 460 NOK inkl. Ausrüstung, über Bergsteigerschule Jostedalen Breførarlag (www.bfl.no). Hier kann man auch in 5 Tagen die fachgerechte Handhabung von Steigeisen, Seil und Pickel und Spaltenbergung lernen. Preis: 4.200 NOK inkl. Übernachtung.

    Skitouren von Anfang Februar bis Ende Mai

    Die Nationalparks Jotunheimen, Jostedalsbreen und Breheimen sind für ihre guten Schneeverhältnisse und ihre eindrucksvollen Berge bekannt. Das relativ kalte Lokalklima und der Gletscher Jostedalsbreen sorgen in den Wintermonaten für hervorragenden Pulverschnee.

    Tourentipp: Der Vangsen (1757) ist ein direkter Nachbar des Gletschers Jostedalsbreen im Tal Jostedalen. Er lockt mit einer fantastischen Aussicht und einem knackigem Aufstieg. Ausgangspunkt ist die Alm Myri. Das schwierige Gelände macht die Routenwahl beim Aufstieg zu einem anspruchsvollen Unterfangen. Insgesamt sind ca. 1200 Höhenmeter zu überwinden.

    Angebote: Eine anspruchsvolle, dreitägige Skitour führt von Jostedalen über den Jostedalsgletscher nach Fjærland. Übernachtet wird im Zelt. Der Aufstieg am ersten Tag dauert rund 10 Stunden und ist sehr steil. Die Etappen an den weiteren Tagen sind coupiert, aber nicht mehr so steil bis auf die Abfahrt zum Fjord. Dauer: circa 8-12 Stunden pro Tag. Preis: 1.800 NOK inkl. Gletscherausrüstung, buchbar bei der Bergsteigerschule Jostedalen Breførarlag (www.bfl.no). Weitere Unternehmen die geführte Touren anbieten: www.norgesguidene.no, ww.fimbuljostedal.no, www.breogfjell.no

    Literatur: Nordfjord Reiseguide 2014 (deutsche Version) zum Download unter www.nordfjord.no

    Link: www.fjordnorway.com, www.vistitnorway.com,

  • Nordost-Grönland-Nationalpark: Urwelt aus Eis und Schnee

    Eine arktische Wunderwelt, gewaltig und doch fragil. Der Nordost-Grönland-Nationalpark ist eigentlich kein Reiseziel. Und das ist auch richtig so.

    Ein verschwindendes Paradies, der Nordost-Grönand-NP. | Foto: James belog/Chasing Ice
    Mit annähernd einer Million Quadratkilometer ist er der größte Nationalpark der Welt – und gleichzeitig der einsamste. Fast dreimal so groß wie Deutschland ist der Nordost-Grönland-Nationalpark und umfasst sowohl die höchsten Teile der größten Eiskappe auf der nördlichen Halbkugel als auch die nördlichsten Landgebiete des Planeten. Bewohner? Ungefähr 40 – allesamt Forscher in den Wetter- und Überwachungsstationen. Dafür leben im Park fast die Hälfte aller Moschusochsen weltweit, außerdem Eisbären, Walrosse und Polarfüchse. Der Besuch des Nationalparks ist streng reglementiert und für Normaltouristen kaum machbar. Der Mensch selbst ist keine Bedrohung für dieses gigantische Refugium, wohl aber der menschengemachte Klimawandel.

    Tipp: Statt einer Reise empfiehlt 4-Seasons einen Video-Abend auf dem Sofa - mit dem Film »Chasing Ice«. Das 4-Seasons Gewinnspiel endete am 15.4.2014. Die Gewinner wurden benachrichtigt.