präsentiert von:

Serengeti: 10 Fototipps für Safaristen

Foto: Michael Neumann
Afrikas berühmtester Nationalpark ist ein Fest für Sinne und Sensoren. Zum Glück hat man heutzutage unendlich Gigabyte im Speicher statt nur 36 Bilder auf der Filmrolle.

1. Neue leichte Tele + Crop-Faktor

Die aktuelle Fototechnik macht es möglich. Nikon, Sigma und Tamron bieten allesamt mittellichtstarke Supertelezooms bis 500 / 600 Millimeter an, die über eine sensationelle Abbildungsleistung verfügen. Kombiniert man das mit einer pixelstarken APS-C-Kamera, durch deren Crop-Faktor sich die Brennweite um den Faktor 1,5 erhöht und deren Auflösung Ausschnittsver­­größer­ungen zulässt, hat man umgerechnet bis zu 1000 Millimeter Brennweite zur Verfügung.

2. ISO hoch bei Bedarf

Früher kombinierte der Fotograf Zeit und Blende, heute kommt noch das Hochschrauben der Empfindlichkeit über die ISO-Einstellung hinzu. Bei einer aktuellen Kamera sollte man daher nicht vor dieser Funktion zurückschrecken. Das damit einherge­hende Rauschen haben die Hersteller heute gut im Griff und ein scharfer Gepard bei ISO 1600 ist besser als ein verwischtes Fellknäuel bei ISO 100.

3. Bohnensack + Stativ

Erste Wahl für scharfe Fotos aus dem stehenden Auto ist ein Bohnensack. Trotzdem sollte ein gutes Stativ im Gepäck nicht fehlen, denn wenn sich abends der Sternenhimmel übers Camp legt und idealerweise Neumond ist, lockt die Milchstraßenfotografie.

4. Zweites Gehäuse mit Weitwinkel

Auf einer Safari geht es nicht nur rumplig, sondern auch recht staubig zu. Um nun nicht Gefahr zu laufen, sich bei jedem Objektivwechsel eine Prise Staub einzufangen, empfiehlt sich die Mitnahme eines zweiten Gehäuses. So hat man eine Kamera mit Tele und eine mit aufgesetztem Weitwinkel stets parat – falls mal eben der Gepard auf die Motorhaube springt.

5. Genug Zeit, auch zu Filmen

Dank der langen Verweildauer bei den einzelnen Tieren bleibt genügend Zeit, auch mal die Film­funktion der Kamera auszuprobieren. So macht man im Nu nicht nur schöne Bilder, sondern ganz nebenbei auch einen tollen Urlaubsfilm.

6. Regelmäßiger Sensorcheck

Nichts ist ärgerlicher als ein blauer Himmel voller Staubflecken. Daher sollte man jeden Abend die Sauberkeit des Sensors checken und ggf. mit Blasebalg und Putzstäben eine Reinigung durchführen.

7. Fotorucksack mit Schnellzugriff

Die Tiere der Serengeti sind recht gemütlich unterwegs. Dennoch ist es hilfreich, wenn man die Kamera blitzschnell aus dem Rucksack hervorzaubern kann. Operiert man mit nur einem Gehäuse, ist es zudem recht nützlich, schon beim Einpacken abzuschätzen, welches Objektiv beim nächsten Stopp gefragt sein könnte – und dieses vorab zu montieren.

8. Achtung, Gerüttel!

Die Schlaglochpisten in der Serengeti setzen nicht nur der Bandscheibe zu, auch die Ausrüstung muss leiden. Daher sollte man seine Kamera nicht ungepolstert spazieren fahren. Schutz verspricht ein guter Kamerarucksack, unterlegt mit dem Bohnensack. Wird es ganz rabiat: Rucksack auf den Schoß nehmen.

9. Sonnenblende als Objektivschutz

Das eine Sonnenblende unerwünschte Reflexionen auf der Frontlinse verhindern kann, ist eh klar. Mindestens ebenso wichtig ist ihre Funktion als Schutz, wenn es bei Gedränge an Bord – Leopard auf acht Uhr – mal wieder hoch hergeht.

10. Das Ungewöhnliche suchen

Man kann davon ausgehen, dass in der Serengeti schon alles fotografiert wurde. Nur noch nicht von jedem. Wenn nun alle die Teleobjektive auf den siebten Leopard des Tages halten, warum nicht mal die Gesamtszenerie im Weitwinkel festhalten? Oder die Landschaft im Rücken als Panorama in Szene setzen?

 
GM Info

Weitere Tipps

E-Book zum Thema Fotosafari >>

 

 
weiterführende Artikel: 
Foto: Michael Neumann
02.12.2016ArtikelReise

Foto frei! Mit Blende 8 durch die Serengeti

Von einer Großwildsafari träumte unser Autor schon als Kind, doch erst als Erwachsener durfte er dann endlich Löwen, Zebras und Nashörner knipsen – natürlich nur mit der Kamera. zum Artikel