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Radreise Mitte Dezember? Sommer Neuseeland

Foto: Thorsten Brönner
Wenn der Sommer nicht lang genug war, ist das »Land der Weißen Wolke« das Ziel für des Radler's Winterflucht schlechthin.
 

Um der Vielfalt der zwei Inseln gerecht zu werden, »bescheiden« wir uns mit der Südinsel, der Norden ist beim nächsten Mal dran. Wir beginnen mit der Durchquerung der neuseeländischen Alpen und durchstreifen anschließend das Fjordland, bevor wir die Westküste hochradeln und von dort einen Abstecher in den sonnenverwöhnten Nordosten unternehmen ...

Hinterm Horizont geht's weiter? Nun, schaun mer mal ... | Foto: Thorsten Brönner

Mittlerweile haben wir die für ihren Regenreichtum berüchtigte Westküste erreicht. Heute haben wir allerdings einen der seltenen Sonnentage ergattert, sehr passend, denn es steht eine besonders reizvolle Etappe auf dem Programm. Zwischen Punakaiki und der Stadt Westport führt der Highway Nr. 6 direkt am Pazifik entlang. Bevor wir uns auf die Räder schwingen, besichtigen wir die berühmten Pancake Rocks, die von der Brandung des Ozeans in Jahrmillionen langer Arbeit geformt wurden und so aussehen, wie sie heißen. Gleich zu Beginn der Etappe gilt es den ersten von vielen Hügeln zu meistern. Das Asphaltband schlängelt sich sehr anregend durch einen wildgewordenen botanischen Garten aus Palmen und großen Farnen nach oben. Perfekt wird das Wohlbefinden durch einen beständig Rückenwind. An einem der vielen weißen Sandstrände strecken wir die Füße von uns und legen ein längeres Picknick ein. Keine Menschenseele stört, wir beobachten ein paar Seevögel, die anmutig im Wind segeln und sehen zu, wie die Wellen am feinkörnigen Strand auslaufen.

So richtig Lust zum Weiterfahren haben wir keine, aber es nützt nichts, denn der stärker werdende Wind treibt bereits die nächsten Wolken heran und im Nu finden wir uns in der Regenkleidung wieder. In Westport, einer Kleinstadt mit windgeschütztem Hafen, steuern wir gleich den Campingplatz an und gehen, nachdem das Zelt steht, zum nahen Ozean hinunter.

Langsam bewegt sich die Sonne Richtung Horizont. Erst kurz vorm Sturz ins Meer durchbricht sie die Regenwolken und verwandelt die Szenerie in eine Fototapete. Kitsch pur und Verheißung genug für einen weiteren regen-freien Tag an der vielleicht schönsten Küste der Welt.

 

4-Seasons Info

Winterflucht Neuseeland

 

Anreise: Die Reisedauer nach Neuseeland beträgt 25 Stunden aufwärts. Flüge ans Ende der Welt schlagen mit 1200 bis 1500 Euro zu Buche, wobei man für zusätzliche Kilos extra zahlen muss.

Beste Zeit: Hauptreisezeit ist Dezember bis Februar, besonders reizvoll ist auch die Vor- und Nachsaison. Unsere Tour wurde im November durchgeführt, wir hatten es zu dieser Jahreszeit nur mit wenigen Regentagen zu tun. Der Wind in Neuseeland kommt meistens aus Südwest und kann mitunter auch recht stürmisch sein.

Übernachten: In Neuseeland gibt es verschiedenste Übernachtungsangebote. Besucher können aus zahlreichen Backpackers, Jugendherbergen, Bed & Breakfasts, Lodges und Hotels auswählen. Wildcampen ist in Neuseeland zwar erlaubt, aber wir hatten oft das Problem, einen geeigneten Platz für unser Zelt zu finden, da fast ganz Neuseeland eingezäunt ist.

Unterwegs: Die Straßen sind in einem sehr guten Zustand und abseits der größeren Ortschaften auch wenig befahren. An den Linksverkehr hat man sich als Radfahrer schnell gewöhnt. Auf Schotterstraßen, die sich jedoch gut zum Radfahren eignen, trifft man kaum auf Autos. Die beiden großen Inseln sind sehr bergig, dementsprechend geht es eigentlich immer rauf und runter. Ersatzteile rund ums Fahrrad bekommt man in den größeren Ortschaften recht gut.

 
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