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Patagonia protestiert gegen Staumauern im chilenischen Patagonien

Foto: Patagonia
Vergangene Woche haben 500 Angestellte vor dem Hauptsitz von Patagonia in Ventura lautstark gegen den Bau der Staumauern im chilenisches Patagonien protestiert.

Bewaffnet mit Töpfen, Pfannen und Kochlöffeln marschierten die Patagonie-Mitarbeiter vor der Firmenzentrale auf, um im chilenischen Demonstrations-Stil ihrem Unmut über die Staudammprojekte in Patagonien kundzutun.

 

HidroAysen, das Großprojekt eines internationalen Energiekonzerns, sieht vor, fünf riesige Dämme im Süden Chiles zu errichten und damit den Charakter des wilden Patagoniens zu zerstören. »Das ist, als würde man den Hoover-Damm am Eingang des Yosemite-Nationalparks bauen«, sagt Rick Ridgeway, Patagonias Vizepräsident für Umweltfragen.

Am Zusammenfluss von Rio Baker und Rio Nef ist einer der Dämme geplant. | Foto: Daniel Beltra

Auch der Großteil der Bevölkerung ist gegen das Projekt: Neuesten Umfragen zufolge sprechen sich 74 % der Chilenen gegen den Bau der Dämme aus. Die Stromleitungen, die die Energie aus den Wasserkraftwerken von Süd nach Nord transportieren sollen, würden auf fast 2.000 Kilometer Länge Wälder, Naturschutzgebiete und Kommunen durchtrennen. Vor allem aber würde der Bau der Dämme den Weg für weitere Wasserkraftprojekte in der Region frei machen.

Patagonia ist seit der Firmengründung durch Yvon Chouinard im Jahr 1972 mit der namensgebenden Region eng verknüpft: Regelmäßig betreuen Mitarbeiter Sozial- oder Umweltprojekte in Patagonien und das Unternehmen hat bereits mehr als 2,4 Millionen Dollar für den Schutz der Region zur Verfügung gestellt.

 
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Widerstand gegen HidroAysen

 

Mehr Infos zum Protest gegen das geplante Staudammprojekt in Chile

 
  • Einen interessanten (englischen) Artikel mit vielen Hintergrundinformationen hat die Huffington Post
  • Dieses Video zeigt die vom Dammprojekt bedrohte wilde Natur Patagoniens
  • Eine Fotostrecke auf Flickr zeigt die Proteste der Chilenen gegen HidroAysen.
  • Auf Facebook organisiert sich der (spanischsprachige) Protest gegen die Flussverbauungen.
 
weiterführende Artikel: 
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