präsentiert von:

Nepal: Trekking in der Annapurna-Region

Fotomontage oder Wirklichkeit: das Bergpanorama am Horizont von Pokhara. | Foto: Baur/Kauper
Das Annapurna-Gebiet in Nepal ist mit seinen landschaftlichen und kulturellen Gegensätzen eine der schönsten Trekkingregionen der Erde. Die Wanderführer-Autoren Stephan Baur und Susanne Kauper verraten wichtige Tipps für Touren in der Region.

 

Nepal ist vieles. Es ist das Land der höchsten Berge. Die meisten 8000er befinden sich im nepalesischen Teil des Himalaya. Es ist das schmale Land zwischen den beiden Giganten Indien und China, von denen es maßgeblich beeinflusst wird. Es ist das Land, in dem die zwei Weltreligionen Buddhismus und Hinduismus friedlich nebeneinander existieren. Es ist das Land, auf das sich viele unserer westlichen Sehnsüchte richten: ruhige kleine Bergdörfer, freundliche Menschen, die ein einfaches, religiöses Leben führen. Grandiose Blicke auf die Eisriesen. Und Nepal ist und bleibt ein Trekking-Paradies.

Passend zum Rucksack: Rhododendronblüte auf dem Annapurna Base Camp Trek. | Foto: Baur/Kauper

Aber Nepal ist noch vieles mehr. Schließlich ist nur ein Drittel des Landes alpines Hochland. Da ist der Süden mit seinem subtropischen Klima, Dschungel und Reisterrassen. Da ist die Hauptstadt Kathmandu mit Smog, Überbevölkerung, täglichem Verkehrschaos und großer Armut. Da sind die vielen Baustellen, Bagger und ausgebeuteten Arbeiter am Wegesrand, die in ganz Nepal, auch im Annapurna-Gebiet, den Straßenbau vorantreiben. Da ist ein riesiges Müll- und Energieversorgungsproblem. Aber dieses Kaleidoskop aus vom Reisenden erträumten, aber zum Teil auch abschreckenden Aspekten ist nur in seiner Gesamtheit das reale, moderne Nepal. Gerade in den letzten Jahren hat sich das Land verändert und weiterentwickelt. Die Bergwelt, folglich unser »Trekking-Paradies«, wird von der Zivilisation eingeholt.

Auch wir wollten diese Realität und die Veränderungen zunächst nicht akzeptieren. Aber während unserer Zeit in Nepal hatten wir Gelegenheit, uns viele Gedanken über diesen Wandel zu machen. Neben den unzähligen Wander- und Erkundungstagen haben wir an zwei verschiedenen Schulen im Annapurna-Gebiet gearbeitet und so enge Kontakte zu den Einheimischen aufgebaut. Wir lernten ihre Lebensweise, Einstellungen und Kultur kennen. Uns ist dabei bewusst geworden, dass wir die Zeit nicht anhalten können. Auch in Europa sind die Alpen erschlossen und kleine Dörfer an die Zivilisation angegliedert worden. Wäre es nicht unnatürlich, als fremder Beobachter durch eine Art historisches Freilichtmuseum spazieren zu wollen – obwohl es eine Welt in dieser nostalgischen Form gar nicht mehr gibt?

Wir haben uns eingehend mit dieser Thematik auseinandergesetzt und gehen auf die positiven wie auch negativen Auswirkungen des Tourismus im Annapurna-Gebiet ein. Ganz sicher sind wir, dass das Annapurna-Gebiet keineswegs an Reiz verloren hat. Dieses reale Nepal strahlt, trotz – oder gerade wegen – seiner Ecken und Kanten, eine unglaubliche Faszination aus.

Uns werden die vielen magischen, wunderschönen, rührenden, aber auch erschreckenden Momente immer im Gedächtnis und Herzen bleiben. Denn, um es frei nach Edmund Hillary zu sagen: Wir werden Nepal nicht verändern, aber Nepal hat uns verändert!

 

Trekking in Nepal

Wer an Trekking denkt, denkt an Nepal! Und so kann Nepal als das Trekkingland schlechthin bezeichnet werden. Schon seit Beginn der 50er-Jahre werden in Nepal Trekkingreisen unternommen. Seitdem hat sich natürlich viel geändert, auch in Nepal. Die abgelegensten Regionen werden Stück für Stück immer weiter erschlossen. Trotzdem werden wir bei einer Nepalreise immer wieder über das sehr einfache und zum Teil sehr harte Leben der Einheimischen staunen. Besonders bei einer Trekkingtour können wir das Land, die Natur und die Kulturen abseits der Zivilisation am intensivsten erleben. Oft kommt man sich vor wie in einem großen Freilichtmuseum.

Die drei bekanntesten und am häufigsten besuchten Trekkinggebiete in Nepal sind das Langtang-, das Everest- und das Annapurna-Gebiet. Die Region Langtang liegt nördlich der Hauptstadt Kathmandu an der Grenze zu Tibet und ist als Nationalpark geschützt. Hier stehen nicht die höchsten, aber dennoch sehr spektakuläre Gipfel mit über 7000 Metern.

Der höchste aller Berge, der Mount Everest, befindet sich im Everest-Gebiet oder auch Khumbu im Nordosten Nepals. Einen Großteil des Khumbu nimmt der Sagarmatha-Nationalpark ein, der seinen Namen dem Everest, auf Nepali »Sagarmatha« (»Stirn des Himmels«), verdankt. In dieser Region lebt das Volk der Sherpa.

Die meisten Wanderer, die nach Nepal kommen, machen sich auf in das Everest-Gebiet oder in das hier beschriebene Annapurna-Gebiet. Pflanzen, Tiere und Menschen des Annapurna-Massivs werden durch das Annapurna Conservation Area Project (ACAP) geschützt. Dieser Nationalpark mit fast 8000 km² ist der größte Nepals.

Neben diesen drei Haupttrekkinggebieten gibt es einige weitere Regionen, die zum Teil noch relativ unbekannt, aber immer mehr im Kommen sind. An dieser Stelle soll das Dolpo erwähnt werden, das sich im Westen des Annapurna-Massivs befindet und seit 1993 (Inneres Dolpo) von Ausländern besucht werden darf. Immer mehr Wanderer reisen in das Manaslu-Gebiet direkt im Osten des Annapurna-Massivs, sowie in das Gebiet um den Achttausender Kangchendzönga, das sich im äußersten Osten des Landes findet.

 

Im Annapurna-Gebiet gibt es zahlreiche Trekkingmöglichkeiten, die sich hinsichtlich der Landschaft, des Anspruchs, der Länge und vieler weiterer Aspekte deutlich voneinander unterscheiden. Die beiden bekanntesten Touren sind die Umrundung des Massivs (»Annapurna-Umrundung« oder »Annapurna Circuit«) und der Weg zum Annapurna Base Camp (»ABC«).

Von anderen bekannten Trekkinggebieten (etwa Everest-Gebiet) unterscheidet sich das Annapurna-Gebiet dadurch, dass die meisten Touren auf unter 1000 Meter Höhe starten und dann zum Teil Pässe mit mehr als 5000 Meter überwunden werden. Es werden also die unterschiedlichsten Vegetationsstufen durchwandert.

Bei der »Safe Water Drinking Station« in Chame. | Foto: Baur/Kauper

Besonders die tieferen Regionen sind meist noch dichter besiedelt als jene über 3500 Meter und so bekommt man einen tollen Einblick in den Alltag der Einheimischen. Natürlich wird die Landschaft von den Bergriesen des Himalaya dominiert, aber im Annapurna-Gebiet warten auch viele kulturelle Höhepunkte auf die Wanderer. Manche Gebiete sind stark vom Hinduismus, manche ausschließlich vom Buddhismus geprägt. Die Vielschichtigkeit und Abwechslung, die Nähe zur einheimischen Bevölkerung und die grandiose Landschaft machen das Annapurna-Gebiet so bekannt und beliebt.

Es darf aber nicht unerwähnt bleiben, dass in diesem wunderschönen Gebiet, wie auch in vielen anderen Regionen Nepals, in den letzten Jahren und auch in Zukunft viele Verän­derungen stattfinden. Starken Einfluss hat der Straßenbau. Viele Ortschaften, die vor ein paar Jahren nur zu Fuß erreichbar waren, sind jetzt mit holprigen, aber Jeep-tauglichen Pisten an das Straßennetz angebunden.

Die neuen Straßen und deren Bau beeinflussen vor allem die Annapurna-Umrundung. Die anderen hier beschriebenen Touren sind nur minimal bzw. in keinster Weise von diesem Straßenbau betroffen. Man hört die unterschiedlichsten Dinge über diese Entwicklung. Und es ist nicht verwunderlich, dass Touristen, die schon mal dort waren und sich bei einem neuerlichen Besuch nicht auf den Straßenbau und auf fertige Pisten einstellen, mehr als enttäuscht sind.

Für uns war das kein Grund, den Trekkingführer nicht zu schreiben, sondern eher ein Grund, ein neues und sehr aktuelles Buch über die Region zu verfassen. Es gibt zahlreiche Alternativwege, die hier aufgezeigt werden, und aus unserer Sicht bleibt das Annapurna-Gebiet mit seinen alten und neuen Gesichtern ein Trekkinggebiet, das allen Ansprüchen gerecht wird. Es ist ein Trekkinggebiet, das das Land Nepal sehr gut repräsentiert.

Wie auch schon vor etlichen Jahren kann man hier das wahre und echte Nepal miterleben, dazu gehört aber auch der Einfluss der Moderne. Und es gibt sie ja auch immer noch, die ganz abgelegenen Regionen im Annapurna-Gebiet, ohne Straße, ohne Elektrizität und ohne Handyempfang.

Entscheiden Sie selbst, welche Tour der hier beschriebenen Ihren Vorstellungen und Wünschen am meisten entspricht. Im Folgenden werden alle Trekkingtouren, die im Rother Wanderführer dokumentiert sind, kurz vorgestellt. Natürlich sind die Treks zum Teil auch kombinierbar bzw. müssen kombiniert werden.

Annapurna-Umrundung (Annapurna Circuit):

Der ganz große Klassiker! Etwa drei Wochen dauert die Trekkingtour um das gewaltige Annapurna-Massiv. Der Ausgangspunkt Besisahar liegt gerade mal auf 810 Meter. Der höchste Punkt, der Thorung La mit seinen 5416 Meter, verbindet das Marshyangdi-Tal im Osten mit dem Kali-Gandaki-Tal im Westen. Die landschaftliche und kulturelle Vielfalt auf diesem bekannten Weg kann kaum übertroffen werden.

Annapurna Base Camp Trek (ABC):

Etwas kürzer und weniger anstrengend als die Annapurna-Umrundung ist der Weg zum Annapurna Base Camp auf einer Höhe von 4130 Meter. Das Lager steht in einem natürlichen Amphitheater, umrahmt von mächtigen Eisriesen. Atemberaubend ist von dort das 360-Grad-Bergpanorama.

Nar Phu Trek:

Tibet zum Greifen nahe! Erst seit 2002 dürfen Touristen das geheimnisvolle Nar-Phu-Tal betreten. Es ist ein Seitental des Marshyangdi-Tals und somit muss dieser Trek mit einem Teil oder mit der gesamten Annapurna-Runde kombiniert werden. Ursprünglichkeit, Abgeschiedenheit und landschaftliche Höhepunkte sind garantiert. Schon allein wegen des steilen Kangla (5312 m) und der noch nicht gut ausgebauten Infrastruktur ist dieser Trek anspruchsvoller und anstrengender als die Annapurna-Umrundung.

Tilicho Lake Trek:

Ein See auf 5000 Meter Höhe und dahinter steile, eisige 7000er. Ein Anblick, den man nicht so schnell vergessen wird. Dieser Trek muss wie der Nar Phu Trek mit Teilen der klassischen Annapurna-Umrundung kombiniert werden. Entweder man besucht den See als mehrtägigen Ausflug vom Ort Manang aus oder man stellt sich der ganz großen Herausforderung: Überschreitung von Manang, vorbei am Tilicho Lake, über den Mesokantola (5254 m) nach Jomson – eine sehr anspruchsvolle Trekkingtour mit Expeditionscharakter.

Poon Hill Trek:

Der Weg zur Aussichtskanzel Poon Hill mit ihren 3193 Metern gehört zu den schönsten und beliebtesten kürzeren Trekkingtouren im Annapurna-Gebiet. Neulinge und alle, die nicht mehr Zeit zur Verfügung haben, finden mit diesem Trek eine Dreitagestour, bei der ein vielfältiger Einblick in die Kultur und Bergwelt sichergestellt ist. Der Trek kann problemlos zu einer fünftägigen Rundtour erweitert werden.

 

Individuell oder organisiert? Guide? Träger?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Beide Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile. Wollen Sie einen anspruchsvollen Trek (Nar Phu oder Tilicho Lake) in Angriff nehmen und auf Träger und Führer verzichten, dann sollten Sie über einen großen Erfahrungsschatz, Durchhaltevermögen und viel Kondition verfügen. Fühlen Sie sich unsicher, dann schauen Sie sich besser nach einem Führer um. Haben Sie Erfahrung, sind gerne individuell unterwegs und haben sich für einen der Standardwege (Annapurna-Umrundung oder ABC) entschieden, dann spricht überhaupt nichts dagegen, alles selbst in die Hand bzw. auf den Rücken zu nehmen.

Falls Sie sich für einen Träger (porter) und/oder Führer (guide) entscheiden, dann beachten Sie folgende Informationen:

Nebelstimmung bei Timag auf der Annapurna-Runde. | Foto: Baur/Kauper

Sie können geführten Touren als Komplettpaket in den zahlreichen Agenturen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz buchen. Diese Angebote sind in aller Regel sehr professionell organisiert (erfahrene Guides, die zum Teil sogar Deutsch und auf jeden Fall gutes Englisch sprechen) und kosten auch entsprechend viel. Es spricht aber auch nichts dagegen, eine Tour bei den unzähligen Agenturen in Kathmandu (Thamel) oder Pokhara (Lakeside) zu buchen. Man kann sich auch auf dem Trek bzw. am Ausgangspunkt nach Trägern umschauen. Jedoch ist es in diesem Fall nicht sicher, ob wirklich gerade ein Träger Zeit hat.

Wenn Sie in einer Agentur in Nepal buchen, dann vereinbaren Sie ein Treffen mit dem Guide, zum Beispiel zum Abendessen oder zum Frühstück. Nutzen Sie die Gelegenheit, um sich kennenzulernen. Sie werden mit dieser Person Ihren Urlaub verbringen. Die Chemie muss stimmen. Können Sie sich mit ihm ausreichend gut verständigen?

  • Besprechen Sie die geplante Tourenlänge (Tagesanzahl) und den Tourenverlauf genau. Es ist auch vorher festzulegen, ob Ihr Begleiter sein Essen und seine Unterkunft selber bezahlt (das ist die Regel) oder ob Sie diese Kosten übernehmen.
  • Sie haben auch eine gewisse Verantwortung für Ihren Begleiter: Ist er über eine Agentur versichert? Ist seine Ausrüstung für die geplante Tour ausreichend (Schuhe, warme Kleidung etc.)?

Neben dem offensichtlichen Vorteil, dass ein Guide Ihnen die meisten organisatorischen Dinge abnimmt, haben Sie durch Ihren Träger bzw. Guide deutlich bessere Einblicke in das Leben der Einheimischen und in landschaftliche Besonderheiten. Oft genug hat sich schon nach ein paar Tagen ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt.

Da die Porter ihren eigenen Rhythmus gehen – meist starten sie nach Ihnen, sind aber deutlich vor Ihnen am Ziel –, ist es nötig, einen eigenen Tagesrucksack mit allem nötigen Krimskrams selbst mitzunehmen. Das Hauptgepäck wartet dann meist schon in der Unterkunft auf Sie.

Einzuplanende Preise (etwa):

  • Guide am Tag: 1000–1500 NPR
  • Porter am Tag: 800–1000 NPR, 20 bis 25 kg maximal
  • Paket (Guide, Porter, Übernachtung, Frühstück, Abendessen, Transport) am Tag: 3000–5000 NPR

Falls Sie nur ein Teilstück eines Treks gehen möchten, ist es üblich, die Träger für eine bestimmte Anzahl von Tagen weiter zu bezahlen; eben so lange, wie sie brauchen, um wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurückzugelangen.

 

Ausrüstung

Fast alle, die von der Annapurna-Runde zurückkommen, würden bei einer zweiten Tour deutlich weniger Gepäck mitnehmen. Überlegen Sie bei jedem Stück, ob Sie es wirklich brauchen. Jedes gesparte Gramm steigert den Genussfaktor der Tour. Zu viel Gepäck führt nur zu leidigen Rückenschmerzen, größerer Anstrengung und zu nervigem, stundenlangem Auspacken, Einpacken und Sortieren. Genießen Sie die Freiheit, mit dem Wesentlichsten auszukommen.

Egal ob Sie ihr Gepäck selber tragen oder mit einem Träger unterwegs sind, wir empfehlen einen 50-bis-60-Liter-Rucksack (für Träger ist jedoch eine stabile Reisetasche in der Größe besser zu schultern als ein Rucksack). Darin sollte alles Platz haben, was Sie für die Annapurna-Runde benötigen. Wanderer mit Träger sollten zusätzlich einen kleinen, leichten Tagesrucksack mit etwa 25 Liter Volumen mitnehmen, um darin Wertsachen, Fotoausrüstung und Jacke für untertags zu verstauen. Bedenken Sie aber, dass der Träger Sie erst ab dem Ausgangspunkt des eigentlichen Treks unterstützen wird und dass Sie bis dahin (in Kathmandu, bei der Busfahrt Richtung Pokhara) für Ihr Gepäck selbst verantwortlich sind.

Ein Rucksack-Gesamtgewicht von 12 bis allerhöchstens 15 Kilogramm ist absolut realistisch. Nicht umsonst wird die Annapurna-Runde auch als »Teahouse Trek« bezeichnet. Jede Nacht wird in einer Lodge verbracht, die auch alle Halbpension anbieten. Zudem stehen zahlreiche Lodges am Weg für eine Mittagspause zur Verfügung. Anders ist das beim Tilicho Lake Trek und eventuell Nar Phu Trek! Hier werden Zelt, Isomatte, Kocher und Verpflegung benötigt.

Egal in welcher Lodge Sie übernachten, Sie können immer mit einem Bett und einer einfachen Matratze rechnen. Sie benötigen nur einen Schlafsack. Besonders ab einer Höhe von etwa 3500 Metern ist nachts mit einer Temperatur von unter 0° Celsius zu rechnen. Bewährt haben sich Daunenschlafsäcke mit einem Komfortbereich bis -10° Celsius.

Bei der Wahl des Schuhwerks spalten sich die Meinungen. Es spricht nichts gegen einen knöchelhohen, festen Bergschuh, besonders da auf den Pässen mit Schnee gerechnet werden muss. Auch Gamaschen haben sich bewährt. Wir empfehlen zusätzlich (wenn man mit Träger unterwegs ist) für die langen, ebenen Etappenstücke leichte und bequeme Turnschuhe oder Trekkingschuhe mitzunehmen. Damit läuft es sich bequemer und auch der Schmerz von möglichen Blasen reduziert sich. Des Weiteren lassen sich diese Schuhe gut in der Lodge oder beim Abendspaziergang tragen.

Trekkingstöcke sind ebenfalls zu empfehlen. Sie schonen nicht nur die Gelenke, sondern sparen auch Kraft und erhöhen die Gangsicherheit im anspruchsvolleren Gelände.

Tipps für die Packliste

Kleidung

Diverses

  • Wander- bzw. Trekkingschuhe

  • Wanderhose

  • Wind-/Regenjacke

  • Daunenjacke (zu empfehlen)

  • Handschuhe, Mütze, Schal

  • lange Funktionsunterwäsche

  • Fleecejacke

  • Regenhose

  • Wandersocken

  • Strümpfe, Unterwäsche

  • T-Shirts

  • Sonnenhut, -brille, -creme

  • Sandalen (für Lodges und Duschen)

  • evtl. leichte Schuhe

  • Mütze, Handschuhe

  • Handtuch

  • Hüttenschlafsack (für Kathmandu und Pokhara)

  • Toilettenartikel

  • Stirnlampe

  • Schreibzeug, Notizblock

  • Taschenmesser

  • kleines Vorhängeschloss für Zimmer in Lodges

  • Trink-/Thermosflasche

  • Fotoapparat + Ersatzakku/Batterien

  • Dokumente (Pass, Auslandskrankenversicherungsnachweis usw.)

Ausrüstung

Reiseapotheke

  • Rucksack

  • Schlafsack

  • Wanderstöcke

  • Landkarten (auch in Kathmandu erhältlich)

  • Reiseliteratur

  • Zelt + Zubehör (nur bei selbst organisiertem Trekking auf dem Tchilicho Trek, lässt sich auch in Kathmandu mieten.)

  • Erste-Hilfe-Set

  • Desinfektionsmittel

  • Micropur/Aquamira

  • Durchfallmedikament

  • leichte Schmerzmittel (Aspirin, Paracetamol)

  • Pflaster, Blasenpflaster, Tape

  • Breitbandantibiotikum

  • fiebersenkendes Mittel

  • Halstabletten u.Ä.

Nach Belieben

 

  • Kompass

  • Höhenmesser

  • GPS

  • Kreditkarte (+ Telefonnummer zum Sperren)

  • Lesestoff

  • Regenschirm

  • Waschmittel aus der Tube

 

 

Akute Höhenkrankheit (AMS: Acute Mountain Sickness)

Leider setzt immer wieder bei einigen Reisenden in Höhen ab etwa 3000 Meter die sogenannte Höhenkrankheit ein. Nehmen Sie die Anzeichen Ihres Körpers ernst und handeln bzw. entscheiden Sie entsprechend. Die Zauberworte bei der Höhenanpassung heißen: langsam gehen und viel trinken.

Die Höhenkrankheit tritt in der Regel dann auf, wenn Wanderer zu schnell aufsteigen, und zwar bereits ab einer Höhe von etwa 2500 Meter. Sie ist fast völlig unabhängig von Kondition und Alter. Es kann folglich jeden treffen, auch wenn er im besten Alter und noch so fit ist.

Je höher wir steigen, desto geringer ist der Sauerstoffpartialdruck. Vereinfacht ausgedrückt: Es ist weniger Sauerstoff in der Luft vorhanden. An diese Gegebenheit muss sich der Körper anpassen (Akklimatisierung) und dafür braucht er Zeit. Er möchte bei dieser »dünneren« Luft den Sauerstoffmangel ausgleichen, indem er zunächst versucht, durch schnellere Atmung wieder genug Sauerstoff aufzunehmen. Das Herz pumpt also mehr Blut pro Schlag und erhöht zusätzlich die Schlagzahl. Zudem werden nach und nach mehr rote Blutkörperchen produziert, sodass mehr Sauerstoff von der Lunge zu den anderen Organen transportiert werden kann. Gibt man dem Körper nicht ausreichend Zeit für diese Anpassungsprozesse, kann es schließlich zur Höhenkrankheit kommen.

Auf einer Höhe von 3000 Metern enthält die Luft bereits nur noch die Hälfte des Sauerstoffgehaltes im Vergleich zu Meereshöhe. Auf 5000 Meter ist es nur noch ein Drittel.

Erste klassische Symptome sind Kopfschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Wenn diese Anzeichen nicht nach zwölf Stunden wieder abklingen, muss unbedingt abgestiegen werden. Weitere, schwerwiegendere Symptome sind Übelkeit, Schwindel, Herzrasen, Atemnot sowie nächtliche Atempausen. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Lungen- oder Hirnödem kommen, was schließlich sogar zum Tod führen kann. Nehmen Sie die Anzeichen ihres Körpers ernst und ignorieren Sie seine Warnsignale nicht.

Tipps zur Höhenanpassung:

  • Geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich an die Höhe zu gewöhnen; steigen Sie nicht zu rasch auf. Faustregel: ab einer Höhe über 3000 Metern sollte das nächste Schlafziel nicht höher als 500 Meter über dem Tages-Ausgangspunkt liegen
  • Machen Sie einen Ruhetag, sobald Sie eine Höhe von über 3500 Metern erreichen (z.B. Manang bei der Annapurna Runde)
  • Trinken Sie außergewöhnlich viel Flüssigkeit (etwa 4 bis 6 Liter)
  • Übernachtungen sollten in der Regel niedriger als die am Tag erreichte Maximalhöhe liegen (Motto: »Climb high, sleep low«)
  • Gehen Sie langsam und behalten Sie Ihren persönlichen Rhythmus bei. Niemals »überdrehen«; bewusst tief und übertrieben ein- und ausatmen
  • Medikamente gegen Höhenkrankheit sind sehr tückisch. Es gibt das gern angepriesene Diamox oder ähnliche Präparate. Diese Medikamente eigenen sich dafür, schon an Höhenkrankheit Erkrankte so weit zu stabilisieren, dass sie aus der Gefahrenzone gebracht werden können. Vorbeugen oder gar die Höhenkrankheit »heilen« können diese Mittel nicht. Vielmehr täuschen sie das eigene Körperempfinden. Die einzig wirklich wirksame Maßnahme gegen eine Erkrankung ist Vorbeugung: Hören Sie gut in Ihren eigenen Körper hinein, erkennen Sie erste Symptome der Höhenkrankheit und steigen Sie im Ernstfall wieder ab!
 

Übernachtung

Entlang des Annapurna Base Camp Treks und der Annapurna-Runde gibt es sehr gute Versorgungsmöglichkeiten. Nicht umsonst trägt die Runde den Spitznamen »Teahouse Trek«. Auf dem Weg liegen unzählige Lodges oder Restaurants, in denen man sich stärken kann.

Lodges sind meist von Familien geführte Unterkünfte mit einem gemeinschaftlichen Speiseraum. Sie bieten Zwei-bis-Drei-Bettzimmer, manchmal auch Massenlager, an. Die Zimmer sind in der Regel recht einfach mit Pritschen und dünnen Matratzen ausgestattet. Ein eigener Schlafsack ist erforderlich, auch wenn manchmal Decken angeboten werden. Allerdings entsprechen diese meist nicht unserer Vorstellung von Sauberkeit. Da die Lodges von unterschiedlichster Qualität sind, lassen Sie sich die Zimmer unbedingt zeigen, bevor Sie sie beziehen! Verlassen Sie sich auf Ihr Gespür und auf die Empfehlungen im Trekkingführer sowie die Tipps von Einheimischen und anderen Touristen. Im Normalfall gibt es Gemeinschafts-Waschgelegenheiten auf dem Gang oder im Innenhof. Manche Lodges haben sogar den Luxus von solarbeheizten Duschen.

Die Nacht kostet pro Person zwischen 50 und 200 NPR. Die Preise für ein Zimmer steigen jedoch mit der Höhe. So kostet ein Zimmer kurz vor dem Thorung La beispielsweise bis zu 600 NPR. Eine Vorreservierung der Lodges ist normalerweise nicht möglich, sodass es in der Hauptsaison eventuell zu Engpässen kommen kann.

Auf der gesamten Annapurna-Runde sowie auf dem ABC-Trek gibt es Elektrizität. Oft können Sie mit Ihrem Ladegerät Akkus gegen einen Aufpreis laden. Da es aber häufig zu Stromausfällen kommt, verlassen Sie sich nicht zu sehr darauf. Auch eine Stirnlampe wird Ihnen gute Dienste erweisen.

Ab einer Höhe von 3000 Meter locken viele Lodges mit einem geheizten Gastraum. Dies funktioniert so, dass einfach ein kleiner Kohleofen unter den Gemeinschaftstisch mit langer und dicker Tischdecke gestellt wird. Das gibt schön warme Füße!

 

Essen und Trinken

In jeder Lodge können Sie sich auch kulinarisch verpflegen. Es gibt meistens eine Speisekarte, von der Sie Abendessen und Frühstück bestellen können.

Die Restaurants bemühen sich sehr, ihr Angebot an die Wünsche und den Geschmack der Touristen anzupassen. Es gibt immer eine Auswahl an Suppen und gebratenen Nudel-, Reis- und Kartoffelgerichten: mit Gemüse, mit Ei, mit Ketchup und alles in sämtlichen Variationen und Kombinationen. Manche Lodges bieten sogar Pizza und Lasagne an – auch wenn ein Italiener sie nicht als solche erkennen würde. Fleisch ist besonders in der Höhe eher Mangelware. Natürlich gibt es immer das traditionelle Dal Bhat! Besonders für die hungrigen Wanderer ist dies oft die beste Option, da es immer Nachschlag gibt.

Zum Trinken gibt es verschiedenste Teesorten (schwarz, Minze, Ingwer, Zitrone etc.), Wasser und Softdrinks. Aber bedenken Sie, dass alles, was nicht in der Region angebaut oder gewonnen werden kann, mit Menschenkraft hinaufgetragen werden muss. Und alles, das nicht von selbst verrottet, unnötigen Müll in den Bergen verursacht!

Auch Bier wird in zahlreichen Restaurants und Lodges verkauft. Internationale Marken wie Carlsberg, San Miguelm oder Tuborg sind meist in 650-ml-Flaschen erhältlich. Aber auch das lokale Bier Chang wird in manchen Lodges angeboten. Dabei handelt es sich um ein ungefiltertes Bier, das aus Gerste, Reis, Weizen oder anderem Getreide angesetzt wird. Aufgrund mangelnder Hygiene bei der Herstellung ist es eher mit Vorsicht zu genießen – ansonsten könnte sich unser verwöhnter westlicher Magen rächen und die folgende Nacht eher ungemütlich werden lassen ... Eine weitere lokale Spezialität alkoholischer Art ist Raksi, welcher fast euphemistisch auf Englisch als local wine bezeichnet wird. In Wirklichkeit handelt es sich um selbst gebrauten Schnaps aus Reis, Gerste, Weizen oder Hirse. Er kann warm oder kalt »genossen« werden.

Die Frühstücksauswahl besteht aus Porridge, Pfannkuchen, Chapati (Fladenbrot) mit Marmelade oder Honig, oft sogar Müsli und dazu Tee oder Nescafé.
Wenn Sie mit einer Gruppe unterwegs sind, ist es anzuraten, aufgrund der lokalen Ressourcen sowie um lange Wartezeiten zu vermeiden, für alle die gleiche Mahlzeit zu bestellen.

 

Verpflegung am Wegesrand

Auf den beiden bekannteren Treks (Annapurna-Runde und ABC) besteht in der Regel in jedem Dorf die Möglichkeit, sich mit Getränken zu versorgen. In vielen der Dorfläden oder Kioske gibt es auch kleine Snacks. Wir empfehlen, sich beim Frühstück mit ausreichend Getränken bis zur Mittagsrast einzudecken. Besonders in der Höhe ist die Flüssigkeitszufuhr enorm wichtig!

Ein paar Worte zum Thema Trinkwasser:

Vermeiden Sie Leitungswasser zu trinken, außer Sie haben es vorher gefiltert oder mit Micropur versehen. In jedem Dorf gibt es Mineralwasser aus Plastikflaschen, die aus dem Tal hinaufgetragen werden. Achten Sie darauf, dass der Originalverschluss intakt ist. Für die Gesundheit ist dies auf jeden Fall die sicherste Variante, für die empfindliche Umwelt allerdings die problematischste. Eine einfache Rechnung verdeutlicht dieses Problem: Ein Wanderer trinkt am Tag mindestens drei Liter Wasser, das sind pro Person bei 18 Tagen mindestens 54 Plastikflaschen. Bei rund 12.000 Trekkern pro Jahr macht das knapp 650.000 Plastikflaschen allein auf der Annapurna-Runde. Über eine halbe Million nicht verrottende Plastikflaschen!

Eine gute, umweltschonende Alternative stellt hier das Safe Drinking Water Project des Annapurna Conservation Area Project dar. Hier wurde in einigen Dörfern von Mitgliedern der Dorfgemeinschaft eine Safe Drinking Water Station errichtet, in der Leitungswasser mit Ozon behandelt und damit selbst für unseren europäischen Magen gut verträglich gemacht wird. Dieses Trinkwasser wird aus großen Kanistern/Tanks in die eigenen Trinkflaschen der Wanderer abgefüllt. Der Liter ist günstiger als die herkömmlichen Plastikwasserflaschen, auch wenn der Preis mit der Höhe steigt. Der Verdienst kommt der Dorfgemeinschaft zugute. Das Problem an dieser Art der Wasserversorgung ist, dass die Safe Drinking Water Stations nicht immer in Betrieb sind. Und so kann es passieren, dass für eine Station geworben wird, sie aber dennoch im Moment geschlossen ist.

Auf dem Nar Phu und dem Tilicho Lake Trek muss vorausschauender geplant werden und sämtliche Nahrung für untertags sowie ein Verpflegungspuffer auch für abends vorher eingekauft werden.

 

Permits

TIMS Checkpost in Besisahar | Foto: Baur/Kauper

Für viele Gebiete in Nepal müssen Permits beantragt werden. Für alle im Rother Wanderführer beschriebenen Trekkingtouren brauchen Sie auf jeden Fall das ACAP-Permit und das TIMS-Permit. Steht der Nar Phu Trek oder der Trek von Manang zum Tilicho-See und weiter nach Jomson auf dem Programm, so benötigen Sie zu den beiden oben genannten Permits ein weiteres spezielles Permit für diese Regionen.

 

ACAP-Permit

Alle im Rother Trekkingführer beschriebenen Touren verlaufen im Annapurna-Nationalpark (Annapurna Conservation Area). Vom Nationalpark wird pro Person und Besuch eine Eintrittsgebühr (ACAP-Permit) von 2000 NPR (ca. 20 Euro) verlangt, unabhängig von der Länge des Aufenthalts. Diese Gebühr ist entweder in Kathmandu oder in Pokhara zu bezahlen und wird während der Tour immer wieder an Checkpoints kontrolliert. Können Sie am ersten Checkpoint kein ACAP-Permit vorweisen, so können Sie es auch hier – aber für den doppelten Preis – kaufen. Für das Permit benötigen Sie zwei Passbilder. Ganz einfache Passbilder reichen völlig aus und können meist auch noch in der Nähe des ACAP-Büros in kleinen Shops angefertigt werden. Das Permit können Sie entweder bei einer Trekkingagentur erwerben oder Sie gehen direkt in das ACAP-Büro.

Kathmandu: Das ACAP-Büro befindet sich im Tourist Information Center beim Rathna Park direkt bei der Bus-Station und kann von Thamel auch gut zu Fuß erreicht werden (gut 1 km). Im selben Gebäude wird auch das TIMS-Permit ausgestellt.

Pokhara: Von Lakeside an der Uferstraße (Hauptstraße) Richtung Dam­side, an einer Polizeistation (rechte Straßenseite) vorbei hinauf zu einer Art Kreisverkehr. Hier befindet sich die Tourist Bus Station (15 Min. zu Fuß von Lakeside). Zum ACAP- und Immigration-Büro in Pokhara gehen Sie an diesem Kreisverkehr rechts und bei der nächsten Straßenkreuzung erneut rechts ein wenig bergab und kommen so direkt zum ACAP-Büro (20 Min. zu Fuß von Lakeside). Das Büro befindet sich an der rechten Straßenseite.

TIMS-Permit

Neben der Eintrittserlaubnis für den Nationalpark benötigen Sie auch ein sogenanntes TIMS-Permit. TIMS steht für Trekkers Information Management System. Bei diesem Permit wird Ihr Trekkingziel und der Trekkingzeitraum registriert. Im Falle eines Unfalls oder Verschwindens sollen durch diese Registrierung Hilfemaßnahmen schneller und effektiver eingeleitet werden können. Schuft, der an der Verlässlichkeit dieses Permits zweifelt! Der Selbsttest ergab: Nach drei Monaten auf der Annapurna-Umrundung werden auf jeden Fall noch keine Maßnahmen eingeleitet. Kontrolliert wird das Permit an den Check Points dennoch strengstens! Kosten für das TIMS-Permit: 20 US-Dollar, etwa 1600 NPR. Sie benötigen zwei Passbilder. Erhältlich ist die TIMS Registration Card in Kathmandu und Pokhara im gleichen Gebäude wie das ACAP-Permit. Sie können sich die TIMS-Karte auch in Besisahar ausstellen lassen. Infos unter www.timsnepal.com.

Manang-District-Permit

Für das Gebiet Nar Phu benötigen Sie neben dem ACAP- und TIMS-Permit zusätzlich ein spezielles Permit. Dieses Permit kostet pro Person und Woche 75 US-Dollar. Es kann nur für ganze Wochen ausgestellt werden und ist ausschließlich in Kathmandu im Immigration Office erhältlich. Das Office ist 2012 nach Kalankisthan südöstlich von Thamel umgezogen. Sie können sich aber auch gut in einer der Trekkingagenturen in Thamel informieren.

Trekking Peaks

Für Gipfel ab etwa 6000 Meter benötigen man immer ein spezielles Climbing Permit, auch für die technisch einfacheren Trekking Peaks. Je nach Berg und Gruppengröße kostet dies eine Gebühr zwischen 350 und 510 US-Dollar pro Gruppe. Das Climbing Permit wird von der Nepal Mountaineering Association in Kathmandu ausgestellt. Nähere Informationen unter: www.nepalmountaineering.org.

 

Geografie und Klima

Geografisch gesehen ist Nepal das Land der Superlative: Es ist das höchstgelegene Land der Erde, es ist Heimat des höchsten Berges, des Mount Everest, und es besitzt noch sieben weitere Achttausender. Ganze 22 Gipfel ragen über die 7000-Meter-Grenze und 250 über 6500 Meter auf. Bei solch atemberaubenden Höhen liegt es nahe, dass die ersten Assoziationen mit Nepal meist Eis, Berge, Gletscher und Schnee sind. Das ist jedoch nicht alles, was Nepal zu bieten hat. Flächenmäßig stellt diese Hochgebirgsregion nur einen kleinen Anteil des Landes dar.

Man kann sich Nepal als längliches Rechteck mit einer Länge bis zu 880 Kilometer und einer Breite zwischen 150 und 240 Kilometer vorstellen, das sich von Nordwesten nach Südosten erstreckt. Es ist zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Staaten der Erde eingebettet: Im Norden befindet sich China, mit der autonomen Region Tibet. Im Süden, Westen und Osten grenzt es an Indien mit den Bundesstaaten Uttarakhand, Uttar Pradesh, Bihar, Westbengalen und Sikkim. Dabei liegt Nepal etwa auf demselben Breitengrad wie Florida oder das nördliche Ägypten.

Nepal lässt sich grob in drei sehr unterschiedliche geografische und sozio-ökonomische Zonen einteilen. Diese drei Gebiete sind stufenartig von Süden nach Norden angeordnet und erstrecken sich über Höhen von nur 70 Meter über dem Meeresspiegel bis hin zu über 8000 Meter im Himalaya.

Der Süden:

Im Süden, an Indien grenzend, liegt das Terai. Dieses flache und weite Tiefland, welches eine Fortsetzung der indischen Gangesebene darstellt, erstreckt sich über Höhen von 70 bis 500 Meter. In dem grünen Gürtel leben 47 Prozent der Gesamtbevölkerung Nepals auf nur 14 Prozent der Gesamtfläche. Es herrscht tropisches bis subtropisches Klima. Im Sommer ist das Terai stark vom Monsun geprägt. Bis vor nicht allzu langer Zeit war dieses Gebiet mit Dschungel überwachsen. Das heiße und feuchte Klima zusammen mit üppiger Vegetation war Nährboden für die »Fieberhölle« Nepals. Seit den 50er-Jahren wurde der Dschungel systematisch gerodet, die Sümpfe trockengelegt und damit die Malaria bekämpft. Dies hatte zur Folge, dass die Bevölkerung drastisch anwuchs.

Heute ist das Terai die landwirtschaftlich ertragreichste Region Nepals. Das Gebiet ist ganzjährig frostfrei und wenig erosionsgefährdet. Schon der Name »Terai«, das »feuchte Land«, zeugt davon, dass der Boden fruchtbar ist und Bewässerung kein Problem darstellt, da es der niederschlagreichste Teil des Landes ist. All das sind ideale Bedingungen, um es zur Kornkammer des Landes werden zu lassen. Durch mehrere Ernten pro Jahr werden hier zwei Drittel der landwirtschaftlichen Erträge Nepals erwirtschaftet, sodass ein Großteil der Nahrungsmittelversorgung des Landes aus dieser Region stammt und sogar noch etwas für einen kleinen Export übrig bleibt. Durch die Lebensmittel- und Textilindustrie haben sich auch die meisten großen Städte des Landes im Terai entwickelt: Nepalganj (57.000 Einwohner), Mahendranagar (62.000), Biratnagar (198.000), Birganj (112.000), Bhairawa (70.000) und Janakpur (93.000). Die Grenznähe zu Indien bietet einen guten Absatzmarkt.

Das Mittelland:

Das Mittelland (500 m bis 3000 m ü.M.) beherbergt zwei parallel über Nepals gesamte Länge verlaufende Gebirgszüge, die zusammen die große indische Kette bilden: im Süden die Shiwaliks (auch als Churia-Berge bezeichnet), nördlich davon die Mahabharat-Kette, die bereits Höhen bis zu 3000 Meter erreicht. Ackerbau wird hier auf Terrassen betrieben. Es herrscht gemäßigtes bis subtropisches Klima. Die bevölkerungsreichen Täler dieses Hügellandes sind das historische Siedlungsgebiet Nepals. Die wichtigsten davon sind die Täler von Pokhara und Kathmandu. Hier leben 45 Prozent der Gesamtbevölkerung auf nur 30 Prozent der Landesfläche. Diese Zentren leiden inzwischen an Überbevölkerung. Aufgrund der Ballungsgebiete und des günstigen Reliefs verlaufen im Mittelland die Hauptverkehrsverbindungen des Landes.

Das Hochgebirge:

Für alle Wanderer und Bergsteiger am interessantesten ist jedoch das Hochgebirge, der Himalaya. Der Name Himalaya leitet sich aus dem Sanskrit ab (hima für Schnee, alaya für Ort, Wohnsitz) und bedeutet so viel wie »Ort des Schnees«. Trotzdem ist hier die Schneegrenze erheblich höher als in anderen Bergregionen – besonders verglichen mit den uns bekannten Alpen. Aufgrund der Nähe zum Äquator gibt es hier erst ab etwa 5000 Meter Höhe dauerhafte Schnee- und Eisfelder.

Ostwand der Annapurna III (7755m) – Eisriese im Himalaya. | Foto: Baur/Kauper

Der Himalaya ist keine Wasserscheide. So münden alle Flüsse von der Nordseite des Himalaya zunächst in den Brahmaputra, der sich kurz vor dem Golf von Bengalen schließlich mit dem Ganges vereint.

Große Teile des Hochlandes bleiben vom sommerlichen Monsun verschont, da sie sich im Regenschatten der Berge befinden. Dieser nördlichste »Streifen« Nepals ist nur sehr dünn besiedelt. Fast alle Ortschaften der Region konzentrieren sich in den Tälern. Das Relief macht Landwirtschaft schwierig und insgesamt besteht in den Bergen ein Nahrungsmitteldefizit. Viele Lebensmittel müssen von niedrigeren Regionen in die Höhe gebracht werden. Noch sind kaum Straßen vorhanden, allerdings findet zurzeit ein enormer Ausbau der Infrastruktur statt und somit werden immer mehr Dörfer an das Straßennetz angeschlossen. Jedoch ist Gehen immer noch die gängigste Fortbewegungsart und das Tragen der Lasten, sei es durch Menschen- oder Tierkraft, der bewährteste Transportweg.

Die wichtigste Einnahmequelle für diese Gebiete (insbesondere für die Annapurna- und die Everest-Region) stellt der Tourismus dar. Tendenziell ist das Bergland schlechter entwickelt als der Rest des Landes, was es für uns Wanderer umso interessanter und anziehender macht. Diesen geringeren Entwicklungsstand belegt der Human Development Index, der um 25 Prozent vom Landesdurchschnitt abweicht.

 

Politische Situation und Sicherheitshinweise

Seit 1996 kam es in Nepal immer wieder zu politischen Unruhen und Aufständen der Maoisten (ultralinke, kommunistische Partei). Ihr Kampf richtete sich anfangs gegen die Monarchie, später gegen die etablierten Parteien. Mit Guerillaattacken kämpfen sie gegen große soziale Ungerechtigkeiten: den vorherrschenden Feudalismus, Armut auf dem Lande, das alles durchdringende Kastensystem sowie die mangelnde Möglichkeit zur politischen Einflussnahme des Volkes.

Die Hochburg der Maoisten ist zwar das bergige Hinterland von Ropal im Westen, jedoch sind bis 2005 auch andere Gebiete, besonders die Bergregionen und Kathmandu, von Anschlägen betroffen gewesen. In der Annapurna-Region war besonders das Kali Gandaki, speziell der Abschnitt von Tatopani nach Beni sowie rund um Ghorepani, betroffen. In den Jahren 2002 bis 2005 gab es für Touristen eine inoffizielle »Revolutionsgebühr« oder »Kriegsgebühr« von rund 12 Euro (1000 NPR), die an die Rebellen zu zahlen war, um von diesen unbehelligt zu bleiben. Aktuell ist von dieser Art der Schutzgeldzahlung nichts mehr bekannt.
Ende 2006 wurde ein Friedensabkommen unterzeichnet und im Mai 2008 wurde Nepal zu einer Demokratischen Republik erklärt. Die Maoisten gingen aus den Wahlen im April 2008 mit 40 Prozent als stärkste politische Partei hervor. Seither hat sich die politische Situation zwar verbessert. Von einer grundsätzlichen Stabilisierung kann jedoch nicht die Rede sein.

Die Anschläge und Protestaktionen richten sich in der Regel nicht gegen Touristen, dennoch muss stets mit diesen Unsicherheitsfaktoren gerechnet werden. Unruhen sind keiner Zeit auszuschließen. Besonders betroffen können Touristen auf ihrer Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch das Land sein, da es immer wieder zu Zwangsstreiks (bandhas) sowie Straßenblockaden kommt.

Informieren Sie sich bitte vor Reiseantritt beim Auswärtigen Amt über die aktuelle Situation.

 

Essen

Das Kapitel Essen lässt sich in Nepal in zwei Wörtern zusammen fassen. Und diese zwei Wörter lauten: Dal Bhat. Die Einheimischen ernähren sich fast ausschließlich von diesem Nationalgericht: einer Art Linsenbrei (dal), der je nach Zubereitung mehr oder weniger flüssig ist und bei jeder Hausfrau wohl etwas anders schmeckt, und einem riesigen Berg Reis (bhat). Dazu gibt es das schmackhafte tarkari, ein würziges Gemüsecurry, meist aus Kartoffeln oder Bohnen. Es gleicht einem vegetarischen indischen Curry. Zu einem richtigen Dal Bhat gehören noch saag (Spinat, Mangold oder Blätter der Senfpflanze) und ajar (hausgemachtes, süß-scharf eingelegtes Gemüse).

Ein Nepali isst dieses köstliche ­Gericht zweimal täglich: morgens gegen 9 Uhr (nach dem Aufstehen um circa 5 Uhr wird nur eine Tasse Tee getrunken) und abends, wenn die Sonne untergeht, so gegen 20 Uhr. Und das sieben Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr und ein Leben lang.

Das Dal Bhat wird von der Hausfrau auf einem Chulu-Ofen (meist mit nur einer Feuerstelle!) mühevoll zubereitet und auf einem Aluteller angerichtet. Dann wird alles mit der rechten (reinen) Hand auf dem Teller vermischt und einhändig verspeist. Es ist unglaublich, welche Berge von Reis verdrückt werden können. Dies trifft auch auf Restaurants zu, denn beim Dal Bhat gilt immer »all you can eat«, wenn der Teller leer gegessen ist, kann man immer noch Nachschlag verlangen. Touristen müssen nicht mit der Hand essen, sie bekommen Löffel und Gabel dazu. Was uns emanzipierte Europäer bisweilen erschrecken mag: In vielen Haushalten essen immer noch zuerst die männlichen Familienmitglieder, danach die weiblichen.

Selbstverständlich variiert das Essen von Region zu Region. Je weiter wir uns in die Höhe bewegen, desto geringer wird die Auswahl an frischem Gemüse. Auf den Tisch kommt, was der Gemüsegarten gerade hergibt. Fleisch wird insgesamt sehr wenig gegessen. Meistens aus dem einfachen Grund, weil es rar und teuer ist. Wo man im Mittelland eher Wasserbüffel auf der Speisekarte findet, gibt es in den Bergen als Spezialität eher Yakfleisch – meist in getrockneter Form, um es länger haltbar zu machen.

Im buddhistischen Kulturkreis ganz im Norden Nepals ernähren sich die Einheimischen auch von tibetischen Speisen, wie Thukpa (Nudelsuppe mit Gemüse) oder Thenduk (selbst gemachte, flache Nudelfladen in Brühe). Auch Tsampa (geröstetes Gerstenmehl) gehört für viele Menschen zur täglichen Mahlzeit dazu. Das Mehl wird mit Flüssigkeit (meistens Buttertee) zu einem zähen Brei verrührt, mit den Händen verknetet und roh gegessen. Diese Teigmischung ist außerordentlich nahrhaft und sättigend.

Momos, mit Gemüse oder Fleisch gefüllte Teigtaschen (»tibetische Tortellini«), die in einem Dampfgarer gekocht werden, gibt es in ganz Nepal als kleine Zwischenmahlzeit.

Eine ebenfalls typisch tibetische Spezialität sind Tingmos (oder auch Tea Momos). Dabei handelt es sich um eine Art Dampfnudeln aus einem Wasser-, Mehl- und Backpulverteig, die kunstvoll geknotet und ebenfalls im Steamer (Dampfgarer) zubereitet werden. Sie schmecken köstlich, wenn man sie in ein würziges Curry tunkt.

An vielen Straßenecken finden Sie kleine Essensstände, die Samosas zubereiten. Samosas sind kleine, dreieckige mit einer würzigen Kartoffel-Gemüse-Mischung gefüllte Teigtaschen, die auf offener Straße frittiert werden. In vielen Straßenküchen bekommen Sie für den kleinen Hunger zwischendurch neben Momos auch Chowmein. Das ursprünglich chinesische Gericht besteht aus gebratenen Nudeln mit etwas Gemüse.

In den großen Städten Kathmandu und Pokhara gibt es natürlich eine riesige Auswahl an Gerichten, auch internationaler Art. Sie werden eine Vielzahl sowohl indischer als auch westlich beeinflusster Restaurants mit Traveller Food, wie Pizza und Pasta, finden.

 

Getränke

Zum Essen trinken die Nepali für gewöhnlich Wasser. Zum Frühstück und zwischen den Mahlzeiten wird chiya, schwarzer Tee mit viel Zucker, getrunken, entweder schwarz oder nach indischem Rezept mit Milch und Gewürzen (Kardamom, Nelken, Zimt, Ingwer usw.) als chyia masala. Teetrinken hat in Nepal auch eine soziale Funktion: Er wird in Gesellschaft genossen, und es gibt keine Einladung, bei der kein Tee serviert wird.

In den Bergen trinken die Einheimischen oft die tibetische Variante des Tees, den berühmt-berüchtigten Buttertee (sutschia bzw. soel cha) – schwarzer Tee mit einer Prise Salz und einem Stück Butter. Wie die Zutaten bereits erahnen lassen, handelt es sich nicht um ein süßes Getränk, wie wir in Europa den Tee kennen, sondern eher um eine salzige Flüssigkeit, die an eine heiße Bouillon erinnert. Der Sutschia ist sehr wärmend und nahrhaft und gibt den Menschen im rauen Bergklima Energie bei der Arbeit. Der Geschmack variiert stark, je nachdem wie frisch oder auch wie ranzig die Butter ist. Zur Herstellung wird zunächst schwarzer Tee aus dem Teeziegel gebrüht und mit Salz und Yakbutter in ein spezielles hölzernes Rohr (dhongmo) mit einem Kolben gefüllt. Durch Auf- und Abbewegen des Kolbens werden die Zutaten vermischt. Getrunken wird der Buttertee traditionell aus kleinen Holz- oder Keramikschalen.

Auch auf Alkohol wird in Nepal, besonders im kalten Bergwinter, nicht verzichtet. Lokal gebrautes Bier (chang) aus Gerste, Reis oder Weizen wird in ländlichen Gegenden und zu Festen in rauen Mengen getrunken. Local wine (eigentlich ein Schnaps), der sogenannte raksi, wird ebenfalls aus den regional angebauten Getreidesorten (Gerste, Reis, Weizen oder Hirse) gebrannt. Er kann kalt oder warm getrunken werden und ist für unseren Geschmack sehr gewöhnungsbedürftig.

 

Bevölkerung

Nepal ist mit seinen 100 verschiedenen ethnischen Gruppen und Kasten und deren mehr als 70 verschiedenen Sprachen und Dialekten ein Vielvölkerstaat. Dieses Mosaik an verschiedenen Kulturen kann grob in zwei Stämme gegliedert werden: die tibeto-burmesische (auch mongolische) und die indo-arische Volksgruppe. Diese Hauptgruppen lassen sich in zahlreiche Ethnien und Kasten untergliedern, was häufig für Verwirrung sorgt, da die Volksstämme (etwa Newar, Thakali, Gurung) nicht deckungsgleich mit den vier Kasten (Brahamanen, Chhetri, Vaishiya, Sudra) sind.

Fröhliche Stimmung bei der Reisernte im Terai. | Foto: Baur/Kauper

Die einzelnen Volksgruppen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Lebensweise, Sprache, Kleidung, Arbeitsweise und Feste deutlich voneinander. Das macht das Trekken in der Annapurna-Region besonders interessant und vielfältig. Viele Wege führen nicht nur durch einzigartige Landschaft, sondern es werden Siedlungen verschiedener Kulturkreise durchlaufen, wo der Wanderer direkten Kontakt zur Bevölkerung hat und Zeuge ihrer Lebensart wird.

In der Annapurna-Region leben größtenteils Menschen tibeto-burmesischer Abstammung, die historisch aus dem Norden über die Berge nach Nepal gekommen sind. Im Folgenden sind die wichtigsten ethnischen Gruppen, denen Sie auf Ihrer Wanderung durch die Annapurna-Region begegnen, beschrieben:

Manangi

Die Manangi (auch Manangbhot) leben im oberen Marshyangdi-Tal, ab Chame, in der Gegend um Manang. Sie sind eng mit den Tibetern verwandt (bhot ist eine oft pejorativ verwendete Bezeichnung für Menschen aus Tibet) und damit Buddhisten, was sich an den vielen Klöstern (gompa) in ihren Dörfern widerspiegelt. Die Manangi gelten als sehr geschäftstüchtig und gehören damit zu den reicheren Bergethnien. Sie hatten schon in der Vergangenheit das Privileg, sich frei in Nepal zu bewegen, was vielen anderen Stämmen untersagt war. So konnten sie sich ein gutes Handelsnetz aufbauen und einige von ihnen kamen durch ihren Geschäftssinn zu Reichtum.

In den 1960er-Jahren importierten die Mangani Produkte aus südostasiatischen Ländern und verkauften sie weiter nach Indien, oft auf dem Schwarzmarkt. Diese wenigen, die es aus der Armut geschafft haben, leben einen Großteil des Jahres, besonders im rauen Winter, in Kathmandu und Pokhara und haben dort ein zweites Standbein. Einem Großteil der Manangi bleibt dieser Wohlstand jedoch verwehrt und so leben die meisten von der Landwirtschaft und vermehrt vom Tourismus.

Viele Frauen tragen noch die tibetische Tracht aus einem knöchellangen Kleid (koen) mit einer Schürze (chuba), welche das Zeichen dafür ist, dass sie verheiratet ist. Typische Schmucksteine der Manangis sind Korallen und Türkise. Die meisten verheirateten Frauen tragen die gumya, eine Kette mit einem großen Türkis in der Mitte, gesäumt von roten Korallen.

Gurung

Zum Volksstamm der Gurung gehören etwa 550.000 Menschen (2,4 Prozent der Gesamtbevölkerung). Sie sind die größte ethnische Gruppe im Annapurna-Gebiet. Vorwiegend besiedeln sie die Gegenden von Kaski, Lamjung und Gorkha sowie die Südhänge des Annapurna und Gurkha Himal. Die Gurung sind tibetisch-burmesischen Ursprungs und nehmen eine mittlere Position im Kastengefüge ein. Viele Gurung-Männer dienten als Gurkha-Soldaten in der englischen und indischen Elitearmee, was einigen unter ihnen zu Reichtum verhalf. Selbst nach dem Ausscheiden aus der Armee ist ihnen noch eine ansehnliche Pension gesichert.

Die Gurung sind bekannt für ihre großen Dorfgemeinschaften von bis zu 8000 Einwohnern, etwa Ghandruk, welches häufig als Nepals schönstes Dorf bezeichnet wird. Die Häuser sind in traditioneller Bauweise mit Lehm verputzt und die Dächer mit Stroh gedeckt. Heute dominieren jedoch eher aus Stein gebaute Häuser, die mit Schieferplatten gedeckt sind. Eine besondere Eigenart ist das heute nur noch sehr selten zu sehende Rundhaus der Gurung. Auch ihre Kleidung ist charakteristisch: Die wohlhabenderen, in den südlichen Gebieten wohnenden Gurung tragen eher westliche Kleidung, die Männer manchmal sogar noch Gurkha-Uniformen. Je weiter man in isolierte Bergtäler kommt, desto traditioneller werden die Gewänder. Die Tracht der Männer ist an dem praktischen, kreuzförmigen Überwurf aus weißem Stoff zu erkennen, der ihnen als Tasche für Geräte oder Ähnliches dient. Die Frauen tragen traditionell weinrote, mit bunten Rhododendronblüten bestickte Stoffe.

Magar

Die Magar sind eng mit den Gurung verwandt und ihre Kultur ist relativ ähnlich. Sie leben in der Region südlich von Ghasa ringsum Ghorepani und Tatopani.

Thakali

Die Thakali hingegen sind mit 14.000 Mitgliedern eine sehr kleine Volksgruppe und stellen nur 0,6 Prozent der Gesamtbevölkerung dar. Sie gehören ebenfalls zur tibeto-burmesischen Volksgruppe und sind zusammen mit den Tamang und Gurung ursprünglich aus Westchina nach Nepal gekommen. Sie leben im Kali-Gandaki-Tal in der Region um Jomson – Tukuche – Ghasa entlang des Flusses Thak Khola (tibetisch thag für »fernes Land«). Die Thakali haben durch den Salzhandel mit Tibet bis 1960 beträchtlichen Reichtum angehäuft. Zeugnis davon sind die großen, prachtvollen Wohn- und Lagerhäuser in Marpha, Tukuche und Dana. Die Thakali sind bekannt für ihre schönen und sauber geführten Hotels. Ihnen wird auch nachgesagt, dass sie die besten Köche sind.

Zur Verständigung untereinander haben all diese Volksstämme ihre eigene Sprache bzw. Dialekte. So kann es passieren, dass die Einwohner zweier Nachbardörfer einander nicht oder nur schwer verstehen.

Die meisten Menschen in der Annapurna-Region arbeiten in der Landwirtschaft, oder heute in der Tourismusbranche. Ihr Tagesablauf hängt stark von der Jahreszeit ab. Typische Tätigkeiten sind: Gras und Blätter für Tiere sammeln, Tiere hüten, Nahrungsmittel aussähen, Ernte einholen und verarbeiten, Wasser holen, Wäsche waschen, Holz für das Feuer zurechtmachen. In den niedrigeren, hügeligen Gebieten dominiert der Ackerbau, wohingegen die Wiesen des Hochlandes vorwiegend als Weide für Ziegen, Schafe und Yaks genutzt werden.

Das Familienleben spielt sich wie in vielen Kulturkreisen um den Herd in der Küche ab. Die Hausfrau kocht dort das Dal Bhat, Kinder spielen, Großmütter zählen die Perlen ihrer mala (Gebetskette mit 108 Perlen, ähnlich dem Rosenkranz), Männer unterhalten sich und trinken raksi oder chang. Vor allem im Winter ist die Küche rings um den Ofen der einzige Aufenthaltsraum. Sie ist meist ein niedriger, vom Ruß des Ofens schwarzer Raum. In sehr abgelegenen Siedlungen sind die Öfen oft noch nicht mit Abzugskaminen versehen, was häufig zu schweren Lungenerkrankungen der Dorfbewohner führt.

Das Durchschnittsalter liegt in Nepal bei knapp über 20 Jahren, was zum Großteil von einer schlechten medizinischen Versorgung herrührt, die die durchschnittliche Lebenserwartung auf etwa 66 Jahre senkt. Die Sterblichkeitsrate von Kindern und Müttern ist besonders hoch (Säuglingssterblichkeit: 59 von 1000 Lebendgeburten; Sterblichkeit von Kinder unter 5 Jahren: 76 von 1000; Müttersterblichkeit 740 auf 100.000 Lebendgeburten; Zahlen von 2004). Natürlich sind diese Zahlen mit der wachsenden Erschließung der Bergregionen, der Anbindung ans Straßennetz und der besseren medizinischen Versorgung rückläufig. Aber vielleicht sollte man solche Fakten dennoch im Hinterkopf behalten, wenn man den Nepali ihr ruhiges, beschauliches Dorfleben fernab der Zivilisation bisweilen neidet.

Tibeter in Nepal

In den Jahren nach der Eingliederung Tibets in die Volksrepublik China im Jahr 1951 sind viele Tibeter nach Nepal geflohen. Sie haben sich in den Grenzgebieten zu Tibet (etwa Nar und Phu), aber auch in Kathmandu und Pokhara, wo es gute Erwerbsmöglichkeiten gibt, niedergelassen. Viele wohnen in tibetischen Camps/settlements. Auch heute versuchen zahlreiche Tibeter, der Unterdrückung der Chinesen zu entfliehen. Für viele ist Nepal eine Station auf ihrer Reise weiter nach Indien, insbesondere nach Dharamsala, dem Sitz der tibetischen Exilregierung, oder sogar weiter in die westliche Welt (Amerika, Australien etc.).

 

Religion

Nepal ist ein sehr spirituelles Land, in dem zwei große Religionskulturen dominieren: die indisch-hinduistische und die tibetisch-buddhistische Kultur. Wahrscheinlich zeigen beide Religionen, der Hinduismus und der Buddhismus, in keinem anderen Land eine derartig große Toleranz, Vermischung bzw. Verschmelzung. In Nepal kommt es kaum zu Spannungen aufgrund der unterschiedlichen Religionen. Und so kann es gut sein, dass buddhistische Gebetsfahnen über einem Hindu-Tempel wehen oder dass Statuen von Hindu-Göttern in einer buddhistischen Gompa stehen.

Über 80 Prozent der Einwohner Nepals sind Angehörige des Hinduismus. Bis zum April 2006 war Nepal das einzige Land, in dem der Hinduismus die Staatsreligion (in der Verfassung verankert) war. Nach der Entmachtung des Königs im Jahr 2006 bekannte sich auch das nepalesische Parlament zum Säkularismus. Etwa 15 Prozent der Bevölkerung sind Buddhisten, die restlichen fünf Prozent setzen sich aus islamischen, christlichen, animistischen und anderen Minderheiten zusammen.

Hinduismus

Der Hinduismus ist die älteste der fünf Weltreligionen und dabei die am schwierigsten zu fassende, da es keine einheitliche Lehre gibt. Der Hinduismus gilt als polytheistische Religion (Vielgötterei) und ist vor allem für sein streng hierarchisch gegliedertes Gesellschaftssystem, das Kastenwesen, bekannt. Nach dem Glauben der Hinduisten wird man in eine bestimmte Kaste hineingeboren, wodurch es weder möglich ist, in eine höhere Kaste aufzusteigen, noch denkbar ist, zum Hinduismus zu konvertieren.

Die Hindus glauben an einen Kreislauf der Wiedergeburt (Samsara), der durch die ewige Ordnung (Dharma; im Buddhismus bedeutet dieses Wort »Lehre«) bestimmt wird. Jedes Lebewesen wird in unterschiedlichsten Existenzformen (etwa Pflanze, Tier, Dämon, Mensch ...) als göttliches Selbst (Atman) wiedergeboren, was vom jeweiligen Karma der Seele abhängig ist – der Summe aller guten und schlechten Taten. Ziel der menschlichen Existenz ist die Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten (Moksha), um dann in der kosmischen Allseele (Brahman) aufzugehen.

Sadhu

Ausgehungerte, fast unbekleidete Männer mit ewig langen Haaren. Jeder, der in Nepal reist, wird irgendwann sicher auf diese Menschen stoßen: die Sadhus. Was ist der Grund für das Aussehen und die Lebensweise dieser Männer? Sadhus sind Hindus und können nicht nur in Nepal, sondern auch in vielen anderen Ländern Asiens angetroffen werden. Oft werden sie als »Heilige Aussteiger« oder »Heilige Männer des Hinduismus« bezeichnet. Sadhus leben in der letzten der vier Stufen eines idealen Hindu-Lebens. In dieser Stufe soll man sich von allem Weltlichen lösen. Aus diesem Grund leben die Sadhus heimatlos und nur von dem, was andere ihnen schenken. Durch die absolute Askese wollen sie den nötigen Freiraum für den Weg in die göttliche Wirklichkeit und die Erleuchtung erlangen.

Entscheidet sich ein Hindu für das Leben als Sadhu, schließt er sich zunächst einem Guru an, der ihm die Techniken der Askese und der Meditation lehrt. Anschließend legt er ein Gelübde ab, dessen Inhalt vom jeweiligen Guru abhängt. In den Grundzügen beinhaltet es Heimatlosigkeit, Familienlosigkeit, Armut, sexuelle Enthaltung, Fasten, Nacktheit ... Indem sie ihre körperlichen Bedürfnisse überwinden, möchten sie die Erlösung ihrer Seele erreichen. Manchmal erfolgt dies mit für uns eher befremdlichen Praktiken: Manche geloben, für die nächsten 20 Jahre zu stehen, andere binden sich zur Unterdrückung ihrer Lust Steine an Hoden und Penis. Als Zeichen der lebenslangen Treue zu ihrem Guru werden die Haare abrasiert.

Danach begeben sich die Sadhus auf eine lebenslange Pilgerreise. Orte, an denen der Gott Shiva verehrt wird (etwa Muktinath), werden bevorzugt. Sie bleiben aber nicht lange an einem Ort, sondern sind ständig in Bewegung, weil das Körper und Geist wach hält. In einem Sadhu-Leben werden die Haare nicht mehr geschnitten oder gekürzt. Sie verfilzen stark und werden oft als lange Dreadlocks getragen.

Unter den Sadhus gibt es die unterschiedlichsten Orientierungen und Gruppierungen. Viele der Sadhus gehören dem Shivaismus an. Sie verehren also den Gott Shiva und sind von ihrer Einstellung her am radikalsten. Von ihnen wird eine absolute Trennung von der Welt und von alle sozialen Verpflichtungen verlangt. Oft rauchen sie aus rohrartigen Pfeifen Haschisch. Gott Shiva schuf und rauchte diese Pflanze angeblich zum Zwecke der Meditation. Obwohl zum Beispiel in Indien die Regierung strenge Strafen auf Haschischbesitz vergibt, wird der Konsum bei Sadhus wegen der »religiösen Notwendigkeit« toleriert.

Neben dieser radikalen Gruppe gibt es aber auch Sadhus, die heiraten und eine Familie gründen. Diese Sadhus leben jedoch auch in sehr einfachen Wohnungen und überleben ausschließlich durch Spenden. Auch das Leben in Gemeinschaften (Ashrams) oft in der Nähe eines Tempels kommt infrage. So findet man zahlreiche Sadhus, die nahe beim Tempel Pashupatinath leben, dem heiligsten Ort Nepals.

Leider gibt es an den sehr populären Wallfahrtsorten immer wieder Menschen, die sich bewusst als Sadhus ausgeben. Sie erwarten als nicht-fromme Bettler durch ihr äußeres, »frommes« Erscheinungsbild mehr Spenden oder sie kassieren von Touristen Geld für ein Foto.

Buddhismus

Der Buddhismus ist als Reformreligion aus dem Hinduismus hervorgegangen und wird auf die Stiftergestalt Siddharta Gautama, den historischen Buddha, zurückgeführt. Der Buddhismus ist Religion und Philosophie in einem. Auch die Buddhisten glauben an die Wiedergeburt, wobei sie das Leben stärker vom Leiden her deuten (Die vier edlen Wahrheiten). Ziel der Buddhisten ist es, durch ethisches, tugendhaftes Verhalten, die Praxis der »Versenkung« (Meditation) und die Entwicklung von Weisheit und Mitgefühl aus diesem Kreislauf herauszutreten, um durch Erleuchtung den Zustand des Nirwana realisieren zu können.

 

Bildung

Obwohl eine gute Schulbildung zur Bekämpfung der Armut außerordentlich wichtig wäre, ist das Bildungsniveau in Nepal noch sehr niedrig. Die Alphabetisierungsrate bei Jugendlichen über 14 Jahren liegt bei nur knapp über 50 Prozent der Gesamtbevölkerung. Das heißt, nur jeder zweite Erwachsene ist des Lesens und Schreibens mächtig.

Kinder in Nepal. | Foto: Baur/Kauper

In der Theorie besteht für jedes nepalesische Kind zwischen dem sechsten und zehnten Lebensjahr Schulpflicht (fünf Jahre Grundschule/primary school). Anschließend ist es den Kindern freigestellt, ob sie die 6. bis 10. Klasse der secondary school und sogar noch die zwei Jahre der upper secondary school (11. und 12. Klasse) besuchen möchten. Für den Besuch der 1. bis 6. Klasse einer staatlichen Schule herrscht in Nepal sogar Gebührenfreiheit.

In der Realität sieht das allerdings ganz anders aus. Viele Kinder können nicht am Grundschulunterricht teilnehmen, da ihre Eltern erwarten, dass sie im Haushalt helfen oder zusätzliches Geld für die Familie verdienen. Viele Erwachsene erkennen nicht die Notwendigkeit von Bildung für ihre Kinder und sehen keinen Grund, die Kinder regelmäßig in die Schule zu schicken, geschweige denn, sie in schulischen Belangen zu unterstützen.

Mädchen sind dabei besonders benachteiligt. Sie werden viel seltener als Jungen zur Schule geschickt bzw. brechen oft die Schule sehr früh ab. Sie werden zu Hause als Arbeitskraft benötigt oder sehr jung, schon im Alter von 15 bis 19 Jahren, verheiratet. Vielen konservativen Eltern leuchtet es nicht ein, warum sie ihre Töchter auf die Schule schicken sollten. Hinzu kommt, dass besonders auf dem Land Schulen oft Mangelware sind. Wo Grundschulen noch in jedem größeren Dorf zu finden sind, sind Sekundarschulen sehr dünn gestreut. So kommt es, dass einige Schüler jeden Morgen einen Schulweg von einer bis sogar zwei Stunden Fußmarsch bestreiten müssen.

All dies spiegelt sich in in den Klassenzimmern wider. Im Vergleich zur 1. Klasse sitzen beispielsweise in einer 6. Klasse deutlich mehr Schüler (bis zu 65), da sie aus sämtlichen umliegenden Dörfern zusammenkommen. Davon sind allerdings 90 Prozent Jungen.

Weitere Probleme stellen die schlechte Ausbildung und die mangelnde Motivation der meisten Lehrer staatlicher Schulen sowie die Ausstattung der Schulen an sich dar. Viele Lehrer haben nur eine minimale Ausbildung nach ihrer eigenen Schullaufbahn. In vielen Schulen wird von ihnen erwartet, Fächer wie Mathematik, Biologie, Physik usw. auf Englisch zu unterrichten, obwohl weder ihre Englischkenntnisse, geschweige denn die der Schüler, dafür ausreichen.

Auch das Gehalt eines Lehrers (etwa 80 Euro im Monat – zum Vergleich: 1 Liter Benzin kostet ca. 1 Euro) trägt nicht unbedingt zu ihrer Motivation bei. Oft mangelt es in Schulen auch an grundlegender Ausstattung: Es gibt keine Toiletten, Trinkwasser fehlt, die Bänke und Tische sind häufig alt oder kaputt, die Tafeln so alt, dass man kaum noch etwas auf ihnen erkennt, und den Schülern fehlt es an Büchern und Stiften.

Bei dem niedrigen Niveau an staatlichen Schulen verwundert es nicht, dass sich viele Eltern gegen einen Schulbesuch ihrer Kinder entscheiden. All diejenigen, die es sich irgendwie leisten können, schicken ihre Kinder auf eine Privatschule. Allerdings befinden sich solche Privatschulen nur in größeren Ortschaften, sodass ihnen häufig ein Internat angeschlossen ist. Privatschulen kommt somit ein viel größerer Stellenwert zu als bei uns in Europa.

 

Kathmandu

Kathmandu ist die Hauptstadt Nepals und die größte Stadt des Landes. Die Einwohnerzahl wird auf rund 1,2 Millionen geschätzt, wobei manche Schätzungen von bis zu 2,5 Millionen ausgehen. Sie ist wirtschaftliches, kulturelles und politisches Zentrum des Landes. In der Regel beginnt und endet jede Trekkingtour in Kathmandu. Der Tribhuvan International Airport (KTM) im Osten der Stadt ist Nepals einziger internationaler Flughafen. Die immer wieder faszinierende Stadt liegt im dicht besiedelten, sehr fruchtbaren Kathmandu-Tal, ein natürlicher Kessel auf einer Höhe von etwa 1300 Meter. Die eigentliche Stadt Kathmandu liegt nördlich des Bagmati-Flusses. Im Süden des Flusses befindet sich die Stadt Patan. Beide Städte sind mit der Zeit zusammengewachsen.

Geschäftiges Treiben in der Altstadt von Kathmandu (Ason Platz im Süden von Thamel). | Foto: Baur/Kauper

Verlassen wir den internationalen Flughafen, tauchen wir ganz schnell in das lebendige Treiben der Großstadt ein. Man könnte auch sagen, in das Chaos einer großen Entwicklungsstadt. Zwar gibt es in Nepal (noch) kaum private PKW, aber aufgrund der unzähligen Busse, Taxis, LKWs, Mopeds und zum Teil Kühe, bricht der Verkehr in der Stadt zu den Stoßzeiten täglich zusammen. Die Verkehrsabgase sind so enorm, dass Kathmandu zu den Städten mit der höchsten Luftverschmutzung gehört.

Das Leben pulsiert in den engen, überfüllten Straßen der Stadt. Lassen Sie sich in diesem Chaos treiben. An jeder Ecke und Gasse gibt es neue, interessante Dinge zu erleben. Überall nimmt man köstliche – und weniger köstliche –, fremdartige Gerüche auf. Kathmandu ist eine der Städte mit der höchsten Bevölkerungsdichte weltweit. Das Gewimmel auf den Straßen, der Kontrast zwischen den alten und neuen Stadtteilen, zwischen Arm und Reich, die Vielfalt der Farben und Geräusche lassen so manche europäische Stadt blass dagegen aussehen.

An einigen Ecken fühlt man sich in das Mittelalter zurückversetzt. Aber auch die moderne Welt hat vor Kathmandu nicht haltgemacht. So wird in der einen Straße die Ziege am Boden geschlachtet, zerlegt und verkauft. Ein paar Straßen weiter bringt uns eine Rolltreppe im klimatisierten Einkaufszentrum von Stockwerk zu Stockwerk. Leider ist die Infrastruktur für diese modernen Einflüsse und für die Masse von Menschen nicht ausgelegt. Daraus ergeben sich einige sehr große Probleme: Luft- und Wasserverschmutzung, Wassermangel, Staus, Müllprobleme, Stromversorgungsdefizite, Kriminalität usw.

Ursprünglich lebten hier ausschließlich Newari, die auch den Baustil der historischen Gebäude geprägt haben. Heute verschmelzen im Kathmandu-Tal alle Kulturen und Völker des Landes. Als einzige Großstadt des Landes fungiert Kathmandu gleichsam als Magnet für die arme Landbevölkerung, die in der Hoffnung auf Arbeit und bessere Verdienstmöglichkeiten Landflucht begeht und in Kathmandu auf ein besseres Leben hofft. Besonders im Winter ist die Stadt zudem Zufluchtsort für zahlreiche Menschen aus den Bergregionen, die es sich leisten können, den Winter nicht in eisiger Höhe zu verbringen.

Die drei alten Königsstädte Kathmandu, Patan und Bhaktapur liegen sehr dicht beieinander. Alle drei haben einen eigenen Durbar Square – einen Platz, auf dem sich die unterschiedlichsten Tempel und Königspaläste befinden. Alle drei Plätze gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Neben diesen drei wichtigen Attraktionen gibt es aber auch noch einige andere kulturelle Höhepunkte, die einen Besuch lohnen.

Kathmandu gehört zweifellos zu jeder Nepalreise. Aber auch wenn das Erlebnis in dieser einzigartigen Stadt unvergesslich bleiben wird, nach ein paar Tagen sind die meisten froh, die Stadt und die damit verbundene Anstrengung wieder hinter sich lassen zu können.

Sehenswürdigkeiten und Ausflüge

Für alle, die sich vor ihrer Trekkingtour kulturell akklimatisieren wollen oder nach der Tour noch das Stadtleben kennenlernen möchten, sind hier die bekanntesten und durchaus lohnenden Sehenswürdigkeiten in und um Kathmandu kurz beschrieben.

Thamel:

Kein Weg führt an Thamel, dem Touristenviertel Kathmandus, vorbei. Sehr viele suchen sich in diesem etwas nördlich der Altstadt und dem Durbar Square gelegenen Stadtteil auch ihre Unterkunft. Hier gibt es unzählige Übernachtungsmöglichkeiten und es werden Zimmer in allen Preisklassen angeboten. Auch wenn man anderswo in Kathmandu übernachtet, wird fast jeder mindestens einmal in Thamel vorbeischauen. Vielfältige Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten locken die Besucher. Fast unzählbar sind all die Trekkingagenturen (Trekking agencies), die geführte Wanderungen und Ausflüge in alle erdenklichen Regionen Nepals anbieten.

Der ganz normale Wahnsinn: Die Touristenmeile von Thamel. | Foto: Baur/Kauper

Hier in Thamel bekommt man alles – wirklich alles! Von deutscher Schokolade über Zahnpasta, Trekkingausrüstung und italienischem Kaffee bis zu Medikamenten etc. Also keine Panik, wenn Sie etwas zu Hause vergessen haben. Thamel hat nichts mit dem übrigen Kathmandu zu tun. Es ist ein Stadtteil rund um den Tourismus. Die Außenwände der Häuser sind vollgepflastert mit Tausenden leuchtenden, bunten Schildern und Hinweistafeln, die nicht immer die Orientierung erleichtern. Frühstücken kann man in den vielen Bakeries. Es gibt moderne Internet-Cafés und gut sortierte Buchläden mit Bildbänden, Romanen, Landkarten und Postkarten. Vergessen Sie beim Einkaufen in den unzähligen Souvenir- und Kleidungsshops nicht das Freigewicht für Ihren Rückflug.

Wer dem ganzen Trubel etwas entkommen möchte, der findet ruhige Dachterrassen oder Innenhöfe, die schon fast wie Oasen wirken. Gönnen Sie sich dort zum Entspannen ein Lassi oder genießen Sie zum Lesen einen der guten Milchkaffees. Alles andere als ruhig verlaufen die Abende in Thamel. In den Restaurants gibt es internationale Küche, in vielen spielen laute Rock Bands live und die Öffnungszeiten (in der Regel bis 24 Uhr) sind die längsten im Lande. Auch wenn Thamel nichts mit dem übrigen Nepal zu tun hat, gehört es zum Pflichtprogramm einer Nepal-Reise.

Durbar Square:

Ein Spaziergang von Thamel durch die engen, geschäftigen Gassen Richtung Süden bis zum Durbar Square ist ein absolutes Highlight. Besonders am Abend, wenn die Straßen und Bazare zum Leben erweckt werden!

Der Durbar Square ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. Durbar heißt so viel wie Königshof. Und so handelt es sich um den Platz um den alten Königspalast mit all seinen Tempeln und Pagoden. Von den Einheimischen wird er auch Hanuman Dhoka genannt, nach der Hanuman-Statue am Eingang des Palastes. Der gesamte Platz ist für Autos gesperrt. Daher kann man in aller Ruhe, ohne lästiges Hupen und ohne laute Motorengeräusche, die Atmosphäre des Platzes genießen – jedenfalls wenn man nicht die Aufmerksamkeit einer der aufdringlichen Führer auf sich gezogen hat, der unbedingt seine Dienste verkaufen möchte.

Um den Platz betreten zu dürfen, müssen Touristen einen Eintrittspreis von 750 NPR (Stand 2012) bezahlen. Das Ticket gilt als Multiple entry. Falls Sie also den Platz während Ihres Nepal-Aufenthaltes noch einmal betreten möchten, lassen Sie das Datum auf der Rückseite notieren.

Stupa

Die Stupa (Sanskrit), oder auf Tibetisch Chörten, ist ein buddhistisches Denkmal. Ursprünglich war sie ein Grabmal oder ein Grabhügel. Später wurde sie auch zur Verehrung von Heiligen als religiöses Symbol an besonderen Orten erbaut. Besonders unter König Ashok (3. Jh. v. Chr.) sind viele dieser ersten Stupas entstanden.

Die heutige Form der Stupa geht auf die Urstupa von Sanchi in Zentralindien zurück: Sie hat eine quadratische Plattform, über der sich eine halbkugelförmige Kuppel befindet. Darüber ist die Reliquienkammer, die in einer Spitze mündet und mit einem Juwel bzw. einer Krone abgeschlossen ist. Diese vier Stufen stellen die Elemente des Buddhismus dar: Die Plattform als Basis steht für Shanga (Gemeinschaft), die Halbkugel für Dharma (Lehre), die Reliquienkammer und Spitze für Buddha (Erleuchteter) und das abschließende Juwel steht für das Nirwana (Erleuchtung).

Kommt man auf seiner Wanderung an einer Stupa vorbei, umläuft man sie stets im Uhrzeigersinn, ebenso wie die Manimauern.

Bodhnath (Boudha):

Im Osten Kathmandus, etwa sechs Kilometer vom Zentrum entfernt, befindet sich Bodnath oder Boudha, das wichtigste buddhistische Heiligtum Nepals. Sicher kommt jedem diese 40 Meter Durchmesser große, weiße Stupa von zahlreichen Reiseführern oder Postkarten bekannt vor. Oft wird sie auch als Wahrzeichen Nepals gesehen.

Die Stupa steht auf einem runden, von Häusern gesäumten Platz, der an eine Art Amphitheater erinnert. Sie ist ein solides Bauwerk und besitzt somit keine Räume oder Ähnliches, die man betreten könnte. Allerdings kann man durch einen Eingang an der Nordseite die weiße Kuppel begehen und so auch um das Bauwerk pilgern. Die Stupa ist ringsum mit Gebetsmühlen versehen, die mit dem Mantra Om Mani Padme Hum verziert sind. Pilger umrunden das Heiligtum im Uhrzeigersinn und drehen dabei die Gebetsmühlen. Um das Bauwerk hat sich eine beträchtliche tibetische Gemeinde mit Klöstern und Klosterschulen angesiedelt.

Die Stupa ist wie ein buddhistisches Mandala aufgebaut. Jedes Mandala ist ein kreisförmiges bzw. quadratisches Gebilde mit einem Zentrum. Und so ist es auch bei Boudha: Auf vier Stufen sitzt die große weiße Kuppel, auf der ein quadratischer Turm mit 13 Stufen emporragt. Diese 13 Stufen entsprechen den 13 Stufen geistlicher Erkenntnis. Auf der Spitze steht sinnbildlich für die Erleuchtung ein goldener Schirm. Von jeder Seite des Turms schauen die Augen Buddhas wachend auf die Pilger hinunter (3 Augen; Nase = Zahl 1). Geschmückt wird die Stupa durch Tausende Gebetsfahnen, die im Wind wehen und ebenfalls mit dem Mantra Om Mani Padme Hum versehen sind.

Besonders in den Morgen- und Abendstunden herrscht hier an der Stupa eine spirituelle Atmosphäre. Nehmen Sie sich Zeit für den Besuch und lassen Sie die Stimmung in Ruhe auf sich wirken. Von einem der Cafés auf den Dachterrassen kann man sich von der gesamten Anlage ein Bild aus der Vogelperspektive machen und hat auch die Gelegenheit, das Gebäude in seiner ganzen Pracht als Postkartenmotiv auf seinen Fotochip zu bannen.

Das Betreten des Platzes kostet für Touristen 150 NPR Eintritt (Stand 2012). Von Thamel kann man entweder mit dem Taxi für etwa 200 NPR nach Boudha gelangen, oder mit dem blauen Micro Bus von der Micro-Bus-Station am Ratna Park für 15 NPR.

Swayambhunath:

Die Stupa oben am Hügel, etwa zwei Kilometer westlich von Kathmandu, verziert mit Tausenden von Gebetsfahnen, gehört sicherlich zu den meist fotografierten Motiven der Stadt und von ganz Nepal. Sie gilt schon fast als Wahrzeichen von Kathmandu; häufig wird für die Stupa auch der Name »Swambu« benutzt. Da an der Tempelanlage unzählige freilaufende Affen anzutreffen sind, wird Swayambhunath auch »Affentempel« genannt. Swambu ist wie Boudha eine Stupa. Aber hierher pilgern nicht nur Buddhisten, sondern auch Hindus. Von der Anlage hat man einen herrlichen Blick auf die Häuser der Hauptstadt Nepals.

Sie können sich entweder mit dem Taxi hinbringen lassen oder sich auch zu Fuß von Thamel auf den Weg zur Stupa machen. Eintritt: 200 NPR (Stand 2012).

Pashupatinath:

Pashupatinath liegt fünf Kilometer östlich vom Zentrum Kathmandus am heiligen Fluss Bagmati und ist eine der wichtigsten Tempelanlagen des Hinduismus. Der dem Gott Shiva geweihte Haupttempel ist Nicht-Hinduisten nicht zugänglich. Allerdings gibt es auf dem gesamten Areal noch genug Sehenswertes.

Im Südosten der Anlage, direkt am Ufer des Bagmati, befinden sich die Ghats, die Verbrennungsstätten: Flussaufwärts die Arya Ghats, hier werden Angehörige der höheren Kasten verbrannt. Weiter stromabwärts Richtung Süden sind die Surya Ghats für die Angehörigen der niederen Kasten.

Von zwei über den Fluss führenden Brücken oder vom Ufer aus kann man bei der Feuerbestattung und der damit verbundenen Zeremonie zusehen. Für Hinduisten ist es sehr erstrebenswert, hier am Bagmati-Fluss, welcher in den heiligen Ganges fließt, verbrannt zu werden.

Der Leichnam wird zunächst, in ein gelbes Tuch gehüllt, auf die Steinstufen des Ghats gelegt. Seine Füße werden mit heiligem Wasser gewaschen und Blumen sowie Tücherstreifen werden auf seinen Körper gelegt. Es ist die Aufgabe des ältesten Sohnes, das Feuer beim verstorbenen Vater zu entfachen. Bei der verstorbenen Mutter ist es die Aufgabe des jüngsten Sohnes. Falls es in einer Familie nur Töchter gibt, übernimmt dies ein dazu Ausgebildeter außerhalb der Familie. In einem Ritual wäscht sich der Sohn mit dem heiligen Wasser und spült auch seinen Mund damit aus. Zudem wird ihm der Kopf kahl rasiert. Schließlich wird ein mit Butter getränktes Strohbüschel in den Mund der Leiche gesteckt. Diese gesamte Zeremonie läuft meist sehr friedlich und ohne viel Aufsehen ab.

Nebenan befinden sich die Scheiterhaufen. Einige von ihnen werden gerade aufgeschichtet, bei anderen brennt bereits ein Feuer. Bedienstete sind damit beschäftigt, das gleichmäßige Abbrennen zu gewährleisten. Die Verbrennung dauert mehrere Stunden. Die Asche sowie die anderen Überreste werden dem Fluss überlassen.

Und so sehen wir weiter flussabwärts Kinder und Jugendliche mit Keschern und Sieben im schmutzigen Fluss stehen, um das Wasser nach wertvollen Resten (z.B. Goldzähne, Ringe etc.) abzusuchen. Noch ein Stück weiter im Süden wird der Bagmati von Angestellten von sämtlichen Blumengirlanden gesäubert, die vor der Verbrennung ins Wasser geworfen werden.

Etwas zurückversetzt von den Ghats steht ein Lazarett und gleich in der Nähe des Ufers befinden sich einige offene Hütten mit Sterbebetten.

Für Touristen wird ein Eintritt für das gesamte Areal von 500 NPR (Stand 2012) verlangt. Ein Taxi von Thamel kostet etwa 200 NPR. Sie erreichen die Anlage auch unproblematisch mit einem Microbus. Ein Ausflug nach Boudha lässt sich gut mit einem nach Pashupatinath kombinieren.

Bhaktapur:

Die altertümliche Stadt Bhaktapur liegt 15 Kilometer östlich von Kathmandu an einer alten Handelsstraße nach Tibet. Mit etwa 25.000 Einwohnern ist sie die drittgrößte Stadt im Kathmandu-Tal. Die Einwohner sind hauptsächlich Newar, die ursprünglichen Bewohner des Tals. Im Vergleich zu Kathmandu und Patan ist Bhaktapurs Durbar Square noch größer und prachtvoller. Aber nicht allein wegen des Durbar Square lohnt sich die Fahrt nach Bhaktapur. Die ganze Stadt wirkt wie ein großes Freilichtmuseum. Aufgrund des historischen Erscheinungsbildes fühlt man sich beim Durchspazieren in vergangene Jahrhunderte zurückversetzt. Betonbauten wird man hier vergeblich suchen. Dafür können Sie niedrige Häuser mit wunderschönen, kunstvollen Holzschnitzereien, zahlreiche Tempel und mit Ziegeln gepflasterte Gassen bestaunen.

Die gesamte Innenstadt ist für den Durchgangsverkehr gesperrt, was sehr zur Bhaktapurs entspannter Atmosphäre beiträgt. Zur Restaurierung der historischen Bauwerke hat in den 70er-Jahren übrigens auch Deutschland im Rahmen des Deutsch-Nepalesischen Bhaktapur Development Project einen nennenswerten Beitrag geleistet.

Auch der Alltag der Menschen in der Stadt spiegelt das Leben vergangener Zeiten wider: Frauen holen mit großen Messinggefäßen Wasser am Brunnen, Reis und Gewürze werden zum Trocknen auf den Plätzen ausgelegt, Wäsche wird in den Straßen gewaschen, ringsum angebautes Gemüse und Obst werden feilgeboten.

Neben den landwirtschaftlichen Erzeugnissen ist Bhaktapur besonders bekannt für seine Töpfereien. Mindestens einen halben Tag Zeit sollte man sich nehmen, um das bunte Treiben in den Gassen in aller Ruhe beobachten zu können. Gemütliche Restaurants mit Dachterrasse am Taumadhi Tol laden dazu ein, die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Spätestens hier fällt einem auf, dass die Uhren in Bhaktapur langsamer ticken.

Ein für nepalesische Verhältnisse saftiger Eintritt von 1100 NPR (15 US$, Stand 2011) lässt viele Touristen stutzen. – Anreise: Entweder mit dem Taxi oder ebenfalls unkompliziert mit dem Micro Bus vom Ratna Park nach Bhaktapur (20 NPR). Fahrzeit etwa 45 Min.

Patan:

Die Stadt Patan (auch Lalitpur, auf Sanskrit: »Stadt der Schönheit«) liegt südlich des Bagmati-Flusses und ist durch diesen von Kathmandu getrennt. Mit seinen etwa 300.000 Einwohnern ist sie die zweitgrößte Stadt im Kathmandu-Tal.

Die Hauptsehenswürdigkeiten sind der historisch gut erhaltene Durbar Square und der Goldene Tempel. Neben diesen beiden Attraktionen ist es auch interessant, das Treiben in den Gassen rund um den Durbar Square zu beobachten. Auf dem Platz steht der dreiteilige Königspalast. Der mittlere Teil – der älteste – wird Mul Chowk genannt. Beeindruckend sind schon die beiden Löwen aus Stein beim Eingangsbereich. Rechts vom Königspalast befindet sich der Sundari und links davon der Manikeshava Chowk. Zahlreiche weitere Tempel stehen auf dem Platz verstreut. Am nördlichen Ende des Platzes befindet sich das Café du Temple, von dessen Dachterrasse wir einen tollen Blick auf das gesamte Gelände haben. Im Vergleich zum Durbar Square in Kathmandu ist dieser gepflegter, dafür aber etwas kleiner. Wegen der hohen Konzentration von architektonischen Sehenswürdigkeiten lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall!

Für den Besuch des Durbar Square werden 200 NPR verlangt. Für die Anreise ist ein Taxi empfehlenswert.

Keine Fahrt ohne Contactor

Wenn man zum ersten Mal nach Nepal kommt und im Taxi Richtung Innenstadt sitzt, dann fragt man sich sicher, wie der Verkehr bei all diesem Hupen und Chaos funktionieren kann. Aber es funktioniert. Und es funktioniert sogar erstaunlicherweise gut!

Für die meisten Einheimischen ist die einzige Fortbewegungsmöglichkeit von einer Ortschaft in die andere der Bus. Für Europäer sind die ersten Busfahrten in Nepal ein Abenteuer. Schauen Sie beim Einsteigen nicht zu genau auf das Reifenprofil und achten Sie nicht zu sehr auf die eigenartigen Motor-, Getriebe- oder Lagergeräusche.

In den Städten bewegt man sich in der Regel mit Taxi, Minibus oder Motorriksha fort. Bushaltestellen wie in Europa, Pläne für die Abfahrtszeiten oder Listen für die Fahrpreise wird man vergeblich suchen. Ampeln und Straßenmarkierungen werden nicht beachtet, dafür wird ständig, und aus unserer europäischen Sicht oft ohne Grund, gehupt! Ein eigenes Auto können sich nur sehr wenige leisten. Die Fahrzeuge kosten wegen der hohen Steuer mehr als in Europa und der Preis für Treibstoff mit etwa einem Euro pro Liter liegt im Verhältnis zum Einkommen in Nepal um ein Vielfaches höher als in Deutschland.

Ein Grund, warum in diesem offensichtlichen Chaos doch eine gewisse Ordnung und Regelmäßigkeit herrscht, sind die »Contact Boys«. Diese sind oft Jugendliche, die, anstatt in die Schule zu gehen, in einem der Minibusse in Kathmandu arbeiten, um Geld zu verdienen. Für jeden Minibus gibt es einen Fahrer und einen »Contact Boy«. Letzterer ist für das Kassieren und für die Sitzordnung im Bus zuständig. Er gibt dem Fahrer Zeichen, wann und wo angehalten wird. Er brüllt aus dem Fahrzeug, wohin die Fahrt gehen wird und er gibt dem Fahrer auch durch typische Klopfsignale (zweimal bedeutet Losfahren, einmal anhalten) an, wann der Bus in all dem Chaos wieder startklar ist. Vertrauen Sie diesen Jugendlichen, sie machen in der Regel ihren Job sehr gut!

 

Pokhara

Pokhara ist neben der nur 200 Kilometer westlich liegenden Hauptstadt Kathmandu sicherlich das zweitwichtigste Touristenziel Nepals. Fast die Hälfte aller heutigen Nepaltouristen besucht Pokhara. Die Stadt mit seinen etwa 200.000 Einwohnern liegt ziemlich genau im geografischen Mittelpunkt des Landes. Die nahen weißen Gipfel des Himalaya und der See (Phewa Lake) sind die Hauptattraktion der Gegend. Von nur wenigen anderen Städten hat man einen so grandiosen und unmittelbaren Bergblick wie von dieser Stadt. Und von wo man die Berge so gut sieht, sind sie schließlich auch nicht mehr weit. Gerade mal gute 40 Kilometer Luftlinie ist der Gipfel der Annapurna I mit seinen 8091 Meter von Pokhara entfernt. Neben Annapurna I sind auch noch die beiden 8000er Dhaulagiri und Manaslu zu sehen.

Die Stadt selbst hingegen liegt nur 820 Meter über dem Meeresspiegel. Kein Wunder, dass bei klarem Wetter die Gipfel der Eisriesen von den Dachterrassen in Pokhara zum Greifen nahe scheinen. Besonders das »nepalesische Matterhorn«, der Machhapuchhre, dominiert das Bergpanorama von Pokhara – obwohl er mit seinen 6993 Meter nicht zu den ganz Großen zählt. Dafür besticht er umso mehr durch seine elegante Form. Seinen Spitznamen »Fischschwanz« (Fishtail mountain) trägt der Berg wegen seiner Doppelspitze, die an eine Fischflosse erinnert. Diese Doppelspitze ist jedoch nicht von der Perspektive der Stadt aus zu erkennen, sondern erst, wenn wir uns dem Berg auf unserer Wanderschaft nähern.

Da der Himalaya hinter Pokhara von 1000 auf 8000 Meter sehr steil ansteigt und die Wolken damit zum Abregnen »zwingt«, muss man hier in der Regenzeit (Juni – September) mit sehr hohen Niederschlagsmengen rechnen. Das Klima im Pokhara-Tal ist subtropisch. Da Pokhara niedriger liegt, sind die Temperaturen hier auch wärmer als in Kathmandu. Im Sommer steigt das Thermometer manchmal auf bis zu 35° Celsius. Die kühlsten Temperaturen werden im Winter (Dezember und Januar) mit etwa 7° C erreicht.

Bergpanorama von Pokahara

Besonders in den Monaten von Oktober bis März kann man in der Regel mit klarer Bergsicht rechnen. Dann ist der Ausblick von Pokhara nach Norden auf die Himalaya-Kette gewaltig. Meist ist die Sicht am Morgen klarer als am Abend, und so ist ein morgendlicher Blick von der Dachterrasse eines Hotels besonders lohnend. Am linken Rand des »Bilderbuch-Panoramas« ist der Dhaulagiri (8167 m) zu bestaunen. Er wird gefolgt von Annapurna Süd (7219 m) und der etwas zurückversetzten Annapurna I (8091 m). Schließlich sticht der Machhapuchhre (6993 m) heraus. Weiter rechts schließen Annapurna III (7555 m) und Annapurna IV (7525 m), gefolgt von Annapurna II (7937 m), an. Bei klarem Wetter sind weiter östlich auch der Lamjung Himal (6983 m), Manaslu (8163 m) und der Himalchuli (7893 m) zu erkennen.

Der Name Pokhara kommt von pokhari, was nichts anderes als See bedeutet. Dies lässt sich daraus erklären, dass die Stadt Pokhara in einem Tal mit ursprünglich sieben Süßwasserseen liegt. Davon sind heute drei Seen von Bedeutung: Phewa-, Begnas- und Rupa-See. Der größte davon ist der Phewa Lake. Er liegt direkt im Süden der Stadt und prägt das Bild und die Atmosphäre von Pokhara maßgeblich. Die beiden anderen Seen, Begnas und Rupa Lake, liegen etwa 10 Kilometer östlich außerhalb der Stadt am Prithvi Highway Richtung Kathmandu. In beiden Seen wird in großem Umfang Fischzucht betrieben.

Pokhara bietet wenig kulturelle Höhepunkte und ebenfalls wenige bauliche Sehenswürdigkeiten. Dafür sorgt der Phewa Lake direkt bei der Stadt bei den Touristen für Urlaubsstimmung und vermittelt eine relaxte, fast mediterrane Atmosphäre. Leider eignet sich der See nicht zum Baden, aber Ruderboote können gemietet werden. Der See wurde durch Aufstauung etwas vergrößert und der Damm an seinem südlichen Ende gibt dem dortigen Stadtviertel den Namen Damside. In dieser Gegend befinden sich ein paar nette und ruhige Hotels. Für jemanden, der längere Zeit in Pokhara bleibt, ist Damside sicher eine angenehme Ecke.

Das wahre Touristenviertel in Pokhara ist allerdings Lakeside. Wie der Name besagt, liegt dieses Viertel direkt am Seeufer. Hier spielt sich wirklich alles rund um die Bedürfnisse der Reisenden ab. Lakeside ist in Pokhara das, was in Kathmandu Thamel ist – jedoch etwas gemäßigter, weitläufiger und entspannter.

Die Touristenmeile ist übersät mit Trekking- und Reiseagenturen, Hotels, Pensionen, Restaurants, Diskotheken, Bars, Cafés, Souvenirgeschäften, Wechselstuben, Geldautomaten, kleinen Supermärkten, Buchläden etc. Hier findet man alles, was das Trekker-Herz begehrt. Besonders in den gemütlichen Restaurants, auf den Dachterrassen und in den Saftbars kann man ausspannen und die »Strandatmosphäre« genießen. Und so ist es kein Wunder, dass es auf einer Trekkingtour immer wieder Momente gibt, in denen man sich den Luxus und Komfort von Lakeside herbeiwünscht.

In der Regel führt also für keinen Reisenden der Weg an Lakeside vorbei. Allerdings sehen leider viele Touristen von Pokhara ausschließlich Lakeside, den Flughafen und vielleicht noch den Busbahnhof.

Aber nicht nur in Lakeside tobt das Leben, sondern auch in anderen Vierteln der Stadt. Wer Zeit hat, sollte auf jeden Fall einen Ausflug nach Mahendrapul starten (Microbus oder Taxi). Dies ist das Zentrum der Stadt für die Einheimischen, die hier ihre Einkäufe tätigen. Rund um den Bimsen Chowk befindet sich eine Mischung aller möglichen Geschäfte, Straßenhändler und Restaurants. Von Stoffgeschäften, Schneidereien, über DVD/CD-Geschäfte bis hin zu Haushaltswarenläden finden Sie hier alles. Außerdem gibt es mehrere große Bekleidungsgeschäfte (z.B. Ufo und Niva), wo man bei Fixed prices sehr günstig Kleidung nach westlichem Stil kaufen kann. Zudem gibt es einige typische, sehr gute Restaurants. Wer ein besonders gutes Dal Bhat abseits des Straßenlärms essen möchte, dem sei die Mustang Thakali Kitchen im zweiten Stock zu empfehlen.

Insgesamt wirken die Basare im Vergleich zu Kathmandu weniger chaotisch. Sie sind kleiner, sauberer und geordneter und somit für unser westliches Empfinden weniger anstrengend, aber eben auch weniger exotisch.

Aufgrund seiner günstigen Lage ist Pokhara Ausgangs- und Endpunkt für die meisten Trekkingtouren in der Annapurna-Region (ABC, Poon Hill, Mustang Trek sowie einer Reihe von Kurztreks). Der Startpunkt für die Annapurna-Umrundung, Besisahar, ist etwa fünf Stunden Busfahrt von Pokhara entfernt, jedoch unproblematisch zu erreichen. Letzte Trekkingvorbereitung, wie Besorgungen, Buchen einer Trekkingtour oder eines Guides/Porters, können in Lakeside in einer der unzähligen Trekkingagenturen erledigt werden.

Sehenswürdigkeiten und Ausflüge

World Peace Stupa (1103 m):

Oben auf einem Bergrücken an der Südseite des Phewa-Sees direkt gegenüber von Lakeside befindet sich die moderne Weltfrieden-Stupa. Die weiße Stupa ist von Lakeside aus gut zu erkennen und von dort oben hat man einen schönen Rundblick über den See, die Stadt und die Bergwelt.

  • Entweder man fährt mit dem Taxi zur Rückseite des Berges und gelangt so zur Stupa oder man lässt sich von Lakeside mit dem Ruderboot zur anderen Uferseite bringen und läuft von dort in einer knappen Stunde hinauf zur Stupa (Bootfahrt hin und zurück 400 NPR).

Sarangkot (1592 m):

Der »Hausberg« von Pokhara ist Aussichtspunkt Nummer eins auf die Annapurna-Bergwelt – vom Dhaulagiri im Westen über die Fischflosse des Machhapuchhre bis hin zur Annapurna II im Osten. Besonders lohnenswert ist der Blick bei Sonnenauf- oder -untergang.

  • Anreise mit dem Taxi von Lakeside circa 45 Minuten etwa 500 NPR. In Sarangkot gibt es mehrere Unterkünfte und Restaurants. Es existiert auch ein Wanderweg vom Phewa-See nach Sarangkot (etwa 4 Stunden), allerdings ist dieser sehr schwer zu finden.

International Mountain Museum:

Wer einen Museumsbesuch in Nepal nicht auslassen möchte, dem sei ein Besuch des International Mountain Museum empfohlen. In einem großen neuen Ausstellungsgebäude erhält der Besucher Informationen über die unterschiedlichen Bergregionen Nepals, alle 8000er mit ihren Erstbesteigern, die Entwicklung der Ausrüstung (original Ausrüstungsgegenstände der Expeditionen). Außerdem lernt man von Nepals Geschichte, Flora und Fauna, Geografie und Geologie. Das Museum befindet sich südlich des Flughafens, in der Nähe des Himalaya Eye Hospital.

  • International Mountain Museum, Tatapaira, Pokhara 17, Eintritt 300 NPR, geöffnet 9.00–17.00 Uhr, Tel. +977 (0) 61/46 07 42 oder 46 03 43. Anfahrt mit dem Taxi von Lakeside etwa 400 NPR.
 

Anreise

Von Kathmandu nach Pokhara und zurück:

  • Local Bus (350 NPR): Hat sicher einen gewissen Erlebniswert, dauert aber deutlich länger als alle anderen Varianten, weil der Bus ständig anhält. Von Komfort kann bei dieser Variante sicher nicht die Rede sein.
  • Tourist Bus (400–600 NPR): Tickets mit Sitzplatz am Tag vorher in den Agenturen und in der Regel in allen Hotels buchbar. Abfahrt in Kathmandu um 7.00 Uhr und Ankunft in Pokhara etwa um 13.30 Uhr. Kann aber auch mal zwei bis drei Stunden länger dauern.
  • Tourist Bus (18 US$): Siehe Tourist Bus für 400–600 NPR; der deutlich höhere Preis wird dadurch gerechtfertigt, dass die Busse komfortabler sind und zum Beispiel über eine Klimaanlage verfügen. Zudem wird auf halber Strecke an einem Hotel angehalten und das Buffet ist selbstverständlich im Preis mit inbegriffen.
  • Taxi (8000–14.000 NPR), Fahrzeit etwa fünf Stunden, aber eher sehr unüblich und teuer.
  • Flugzeug (70–80 US$): Tickets in den Agenturen, Hotels oder direkt am Flughafen.

 

Anreise

Der einzige internationale Flughafen Nepals befindet sich in Kathmandu (Tribhuvan International Airport – TIA, Flughafencode KTM) und ist gut an das internationale Flugnetz angebunden. Es gibt keine Direktflüge von Europa nach Kathmandu. Die reine Flugzeit beträgt 14 Stunden. Der Flugpreis bewegt sich zwischen 800 und 1500 Euro. Wem die von den meisten Fluggesellschaften vorgeschriebenen 20 Kilo Reisegepäck nicht reichen, der kann bei einigen Fluggesellschaften zusätzlich 10 Kilo Trekkinggepäck im Voraus beantragen.

 

Ankunft in Kathmandu

Wer schon einmal in eine asiatische Großstadt gereist ist kennt den Schock, wenn man sich aus dem Flughafen auf die Straße begibt. Man wird sofort von Dutzenden von Taxifahrern und Schleppern belagert, die einen zu überteuerten Preisen in das beste Hotel (natürlich ihrer Wahl zwecks Provision) in die Stadt bringen möchten.

Zu empfehlen ist der offizielle Taxistand, bei dem Sie eine Quittung ausgestellt bekommen. Die Fahrt kostet etwa 500 NPR. Falls Sie eine Motor-Rikscha oder ein unabhängiges Taxi erwischen, vereinbaren Sie vorher einen festen Preis (Motor-Rikscha ca. 200 NPR).

Falls Sie ein bestimmtes Hotel gebucht oder ausgesucht haben, beharren Sie darauf, dass der Fahrer Sie dort (und nur dort!) hinbringt. Falls Sie noch keine Wahl getroffen haben, lassen Sie sich nach Thamel, dem Touristenzentrum Kathmandus, bringen. Einige Hotels bieten bei Vorab-Buchung auch einen kostenlosen Flughafentransfer an.

In den letzten Jahren war bei der Rückreise nach Europa eine Flughafengebühr (Ausreisegebühr) fällig. Dies ist momentan nicht mehr der Fall.

Es ist durchaus sinnvoll, sich den Rückflug bis 72 Stunden vor Abflug rückbestätigen zu lassen, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

  • Yak und Yeti Reisen hat sich auf Nepalflüge spezialisiert (gute Übersichtsseite der wichtigsten Airlines mit Bewertung und ausführlichen Informationen zu den Fluggesellschaften).
 

Inlandsflüge

Zahlreiche Fluggesellschaften bieten Inlandsflüge (z.B. nach Jomson, Pokhara, Lukhla etc.) an. Neben der staatlichen nepalesischen Fluggesellschaft Nepal Airlines, die als eher unzuverlässig gilt, gibt es seit einigen Jahren eine Reihe privater Fluggesellschaften, die vorwiegend touristisch orientierte Orte anfliegen.

Folgende Flugstrecken könnten interessant sein:

  • Kathmandu – Pokhara: Flugzeit etwa 35 Minuten, ab 100 US-Dollar
  • Pokhara – Jomson: ab 80 US-Dollar
  • Pokhara – Humde: ab 90 US-Dollar

Fluglinien:

Am besten buchen Sie die Inlandsflüge in einem der Reisebüros in Kathmandu oder Pokhara oder über das Internet. In den Trekkingmonaten frühzeitig buchen. Flüge rückbestätigen lassen. Achtung: Flüge in die Bergregionen können wegen schlechtem Wetter sehr kurzfristig abgesagt werden.

Übersicht über die einzelnen Fluggesellschaften: www.nepalvista.com/cat/airlines.html

 

Busse

Da es in Nepal kein ausgebautes Bahnnetz gibt, ist der Bus das Hauptbeförderungsmittel. Busfahrten sind für unsere Verhältnisse sehr billig, oft sehr abenteuerlich und meist sehr unbequem. Wegen der schlechten Straßenverhältnisse, des sehr hohen Verkehrsaufkommens und des ständigen Ein- und Aussteigens ist mit langen Fahrzeiten zu rechnen. So müssen zum Beispiel für die 200-Kilometer-Strecke Kathmandu – Besisahar mindestens fünf bis sechs und oft deutlich mehr Stunden einkalkuliert werden. Auf jeden Fall muss zwischen einem local bus und einem tourist bus unterschieden werden.

Der local bus ist die billigste Variante und das Standardtransportmittel für die meisten Einheimischen. Diese Busse sind in der Regel sehr alt, meistens überfüllt und halten an fast jeder gewünschten Stelle. Ein Handzeichen am Straßenrand genügt und der Bus bleibt stehen. Mit diesen Bussen wird wirklich alles transportiert – Personen, Gepäck, Lebensmittel, Tiere und vieles mehr. Größere Gepäckstücke werden auf dem Dach befestigt. Ist im Bus kein Platz mehr, werden meist die jüngeren Männer ebenfalls auf das Busdach verfrachtet. Natürlich können Sie auch nach einem Platz auf dem Dach verlangen. Genießen Sie dabei den Fahrtwind und die Aussicht, aber achten Sie auch auf sehr tief hängende Stromleitungen! Schon wegen dem Gesamterlebnis sollte jeder Nepalreisende mindestens einmal mit einem local bus fahren, aber auch die dafür notwendige Geduld einpacken.

Etwas gewohnter verläuft die Fahrt in einem tourist bus. Für eigentlich fast alle Touristenrouten kann man ein Ticket für den Sitzplatz in einem solchen tourist bus buchen. Die Kosten sind etwas höher, aber dafür hat man einen festen Sitzplatz und die Busse sind meist etwas komfortabler. Zudem halten diese Busse nicht ständig an und so kann man mit deutlich kürzeren Fahrzeiten rechnen. Die Tickets müssen ein bis zwei Tage im Voraus etwa im Hotel oder in einer Agentur (Kathmandu und Pokhara) gebucht werden. Beim Kauf des Tickets erfahren Sie auch den genauen Abfahrtspunkt des Busses. Touristenbusse von Kathmandu nach Pokhara fahren in der Nähe von Thamel ab.

In den Städten gibt es oft mehrere Busbahnhöfe. Informieren Sie sich also, wo Ihr Bus genau abfährt und ankommt. Die Taxifahrer wissen in der Regeln auch Bescheid.

 

Zeitverschiebung

Während der Sommerzeit (Ende März – Ende September) sind die Uhren in Nepal der mitteleuropäischen Zeit (MEZ) um 3.45 Stunden voraus. In der Winterzeit sind es 4.45 Stunden. Um 8 Uhr in Deutschland ist es also in Nepal schon 11.45 bzw. 12.45 Uhr.

Und neben dieser offiziellen Zeitverschiebung gibt es auch eine Zeitumstellung, deren Beachtung vielleicht noch wichtiger ist: Die Uhren in Nepal gehen langsamer und ungenauer als die in Europa! Gewöhnen Sie sich schnell an diese Tatsache und Sie haben mehr Freude an Ihrer Tour.

 

Reisezeit

Die besten Reisezeiten für die Annapurna-Region sind der Frühling und der Herbst.

Von März bis Mai ist es tagsüber angenehm warm. Besonders schön ist zu dieser Jahreszeit die weltberühmte Rhododendronblüte. Allerdings kann in diesen Monaten der Blick auf die großen Riesen teilweise etwas getrübt sein, da durch den Südwind Staub aus der indischen Ebene in den Himalaya geweht wird.

Oktober und November sind die besten Monate für die Wanderung. Die Temperaturen sind angenehm, man hat trockenes Klima und sehr gute Bergsicht. Weil das Wetter in diesem Zeitraum perfekt ist, ist besonders im Oktober mit vielen Trekkern zu rechnen. Sie sind sicher nicht alleine unterwegs und die Lodges können bisweilen ausgebucht sein.

Ab Mitte Juni setzt der Monsun ein und dauert bis September. Es wird sehr feucht, die Wege sind schlammig und von Erdrutschen bedroht. Blutegel stellen für den Wanderer ein zusätzliches Problem dar. Für diejenigen, die diese Risiken in Kauf nehmen möchten, sind die Treks in den meisten Jahren dennoch begehbar. Vor allem die Regionen um Manang und Muktinath bleiben weitgehend vom Regen verschont, da der Himalaya als Barriere für die Monsunwolken wirkt (Regenschatten). Die Kulisse von weißen, strahlenden Eisriesen vor stechend blauem Himmel wird allerdings die Ausnahme sein.

Ab Dezember wird es sehr kalt und der Thorong La kann durch starken Schneefall unpassierbar werden.

 

Gesundheit

Impfungen

Für die Einreise nach Nepal sind keine Impfungen vorgeschrieben. Jedoch sollten Tetanus, Diphtherie und Polio überprüft und gegebenenfalls aufgefrischt werden. Außerdem werden Impfungen gegen Hepatitis A sowie Typhus empfohlen. Eine Hepatitis B sowie Meningitis/Enzephalitis-Impfung wird nur bedingt und besonders für Langzeitreisende empfohlen. Bitte informieren Sie sich selbst (beim Hausarzt oder beim Tropeninstitut) und treffen Sie die für Sie sinnvollste Entscheidung.

Ärztliche Versorgung

Sobald wir die Städte Kathmandu oder Pokhara verlassen, ist medizinische Versorgung nur noch sehr rudimentär gewährleistet und häufig mit weiten Transportwegen verknüpft.

Auf der Annapurna-Umrundung sowie dem Annapurna Base Camp Trek gibt es auf dem Weg in mehreren Ortschaften kleine sogenannte Health Posts, wo mehr oder weniger gut ausgebildete Krankenschwestern eine Grundversorgung leisten können und elementare Medikamente verkaufen. In Manang ist während der Saison in der Regel auch ein internationaler Arzt vor Ort.

Medikamente

Es ist durchaus sinnvoll, eine gut ausgestattete Reiseapotheke mitzunehmen. Die meisten gängigen Medikamente, oder zumindest deren Generika, können auch in Health Shops in Kathmandu und Pokhara (für einen deutlich niedrigeren Preis als in Europa) gekauft werden. Bei der Verständigung während des Einkaufs hilft es ungemein, deren lateinische Wirkstoffe (z.B. Ciprofloxacin o.Ä.) zu kennen.

Typische Erkrankungen

Die häufigsten Erkrankungen sind Durchfall sowie Atemwegserkrankungen (von Halsschmerzen bis hin zu Bronchitis).

Das A und O für eine gesunde Reise durch Nepal ist das Wasser! Achten Sie unbedingt darauf, nur für unseren europäischen Magen geeignetes, also sauberes oder abgekochtes Wasser zu trinken. Bei zahlreichen Lebensmitteln kommt »gefährliches« Wasser in versteckter Form vor, besonders bei Obst und Gemüse. Daher frei nach dem Motto handeln: »Cook it, peel it or forget it« (kochen, schälen oder vergessen).

 

Hygiene

Unsere europäischen Hygienestandards werden wir in Nepal wohl etwas umstellen müssen. Die gewohnte tägliche Dusche gibt es nicht. Zwar sind viele Lodges, besonders auf der Annapurna-Umrundung und dem ABC, mit guten Waschgelegenheiten ausgestattet. Viele sind bereits mit einer solarbetriebenen Dusche oder dem Bucket Shower Service (»Eimerdusche«) ausgerüstet. Jedoch ist dies nicht flächendeckend der Fall und zudem sollte der hohe Wasserkonsum im Hinterkopf behalten werden. In der Höhe und bei folglich niedrigeren Temperaturen legt sich das Bedürfnis nach einer kalten bis lauwarmen Dusche von ganz alleine.

Was sich ändert, ist die gewohnte Regelmäßigkeit, mit der Sie sich und Ihre Wäsche waschen. Bietet sich eine gute Gelegenheit, nutzen Sie diese gleich aus. Wer weiß, wie die Gegebenheiten in der nächsten Unterkunft sind ...

Damenhygiene-Artikel sind am besten von zu Hause mitzunehmen. Zwar sind sie in Kathmandu und Pokhara erhältlich und zur Not und mit etwas Glück auch in den größeren Ortschaften entlang des Treks, aber lieber nicht darauf verlassen!

 

Umwelt und Tourismus

Der Tourismus hat große Auswirkungen auf die Umwelt. Das Trekking spielt dabei eine besondere Rolle, da man in sehr entlegene und teils sehr ursprüngliche Regionen vordringt und so einen intensiven Einfluss auf die noch unberührte Natur und die Menschen dort hat. Der Trekkingtourismus nimmt auch im Annapurna-Gebiet stetig zu. Waren es im Jahr 1996 noch 49.887, so waren es 2010 mit 88.418 schon fast doppelt so viele Trekker, die die Annapurna Conservation Area (ACA) besucht haben. Diese Entwicklung zieht vor allem ein gewaltiges Müllproblem nach sich. Deshalb sollte man den verursachten Abfall wieder mitzunehmen. Das gilt besonders für Müll, der nur schwer verrottet bzw. schädlich ist, wie etwa Batterien. Man sollte sich aber auch fragen, ob es notwendig ist, auf über 4000 Metern noch Snickers oder Ähnliches zu kaufen, da diese in tagelanger Arbeit von den Einheimischen dort hinaufgetragen werden müssen und die Verpackungen einfach hinter dem Dorf entsorgt werden. Man muss aber auch sagen, dass sich das Verständnis der Bevölkerung durch die Touristen schon sehr verändert hat und sie um die Erhaltung des Naturraums bemüht ist.

 

Visum

Für die Einreise nach Nepal ist ein Reisepass erforderlich, der nach Ende des Aufenthalts mindestens noch ein halbes Jahr gültig ist. Zudem benötigt man ein Touristenvisum. Dieses kann vor Reisebeginn bei der nepalesischen Botschaft bzw. beim entsprechenden nepalesischen Konsulat beantragt werden. Dafür sind ein ausgefülltes Antragsformular, der Reisepass, die entsprechende Visagebühr sowie ein Passfoto erforderlich. Das Formular gibt es hier: www.nepalembassy-germany.com.

Zudem kann das Visum problemlos direkt bei der Ankunft am internationalen Flughafen in Kathmandu ausgestellt werden. Halten Sie hierfür zwei Passfotos sowie die Gebühr in Euro/Dollar bereit. Allerdings sind bisweilen längere Warteschlangen in Kauf zu nehmen.

Mögliche Visa: 15 Tage: 20 Euro, 30 Tage: 35 Euro, 90 Tage: 85 Euro; (+ 5 Euro Bearbeitungsgebühr bei den Konsulaten).

Seit einiger Zeit sind alle Visa Multiple entry, das heißt, man kann innerhalb der Frist mehrmals in Nepal einreisen.

Adressen zur Beantragung des Visums:

Eine Visumsverlängerung bis zu einem Gesamtaufenthalt von 150 Tagen ist in Kathmandu beim Department of Immigration (Gehzeit von Thamel ca. 25 Minuten, östlich von Ratnapark) und in Pokhara beim Immigration Office (am Ostende von Lakeside) möglich.

  • Department of Immigration Kathmandu, Maitighar, deptimi[at]ntc.net.np; Öffnungszeiten für Anträge: So–Fr 9 bis 15 Uhr, Nov.–Feb. 9 bis 14 Uhr.
  • Immigration Office Pokhara, Damside (Pardi), Pokhara (zwischen Flughafen und Lakeside, gleiches Gebäude wie ACAP); Öffnungszeiten: So–Fr 9 bis 16 Uhr.
 

Geld

Die Währung ist die Nepalesische Rupie (NPR oder NR oder NC = Nepalese Currency). Sie wird in 100 Paisa aufgeteilt. Die Rupie ist im Verhältnis 1 NPR = 0,62 INR an die indische Rupie gebunden.

Geldwechseln ist in größeren Städten problemlos möglich. Dafür eignen sich Euro wie Dollar gleichermaßen. Sie können dazu in Wechselstuben (Wechselgebühr) oder Banken gehen. Auch zahlreiche Hotelrezeptionen bieten einen Umtausch an, jedoch häufig zu einem schlechteren Kurs.

Öffnungszeiten der Banken in der Regel: So–Do 9.30–15.30, Fr 9.30–12.30 Uhr. Lassen Sie sich stets eine Quittung aushändigen.

Um nicht zu viel Bargeld mit sich zu führen, besteht zudem die Möglichkeit, Traveller Cheques an den oben genannten Stellen umzutauschen. In größeren Geschäften oder Hotels werden in den Städten auch die gängigen Kreditkarten akzeptiert.

In Kathmandu und Pokhara kann sogar an mehreren Stellen mit der EC-Karte/Kreditkarte Geld vom Geldautomaten (ATM) abgehoben werden. Allerdings empfiehlt es sich nicht, sich darauf zu verlassen. Wer besonders vorsichtig sein möchte, bedient einen Bankautomaten nur zu Öffnungszeiten, so spart er sich Aufregung und Mühe, falls Probleme auftauchen.

Berücksichtigen Sie bei Ihrer Reiseplanung, dass der Geldumtausch nur in größeren Städten möglich ist. In den Bergregionen kann ausschließlich mit Bargeld (Rupien) bezahlt werden. Achten Sie darauf, keine zu großen Geldscheine auf die Wanderung mitzunehmen. Häufig werden diese nicht angenommen oder können nicht gewechselt werden. Vermeiden Sie es auch, eingerissene oder stark vergilbte Banknoten anzunehmen. Bisweilen werden Sie diese nicht mehr los.

  • Auf Trekkingtour sollten Sie pro Person und Tag für Übernachtung und Verpflegung mit etwa 20 bis 25  Euro gut auskommen!
 

Telefon

In den letzten Jahren sind in den Städten Kathmandu und Pokhara viele private Kommunikations-Shops (Telefon, Internet) aus dem Boden gesprossen. Von ihnen hat man eine relativ gute und günstige Verbindung nach Deutschland.
Unterwegs sind in der Regel keine internationalen Telefonate möglich. Das Versenden von SMS ist von manchen Streckenabschnitten mit manchen Mobiltelefon-Anbietern möglich. Das Mobiltelefonnetz wird, besonders im Manang-Tal, stark ausgebaut.

Wichtige Vorwahlen:

  • Nepal: 00977
  • Deutschland: 0049
  • Österreich: 0043
  • Schweiz: 0041
  • Kathmandu: 01
  • Pokhara: 061

Von Deutschland nach Nepal ohne Null für die Ortsvorwahl, z.B. Pokhara: 00977 61 plus Nummer des Anschlusses.

 

Internet

In den Städten gibt es unzählige Internet-Cafés mit sehr günstigen Preisen (ca. 30 NPR/Std.). Die Leitungen sind in der Regel so schnell, dass auch Skype genutzt werden kann. Für die Annapurna-Runde: In Chame, Pisang, Braga und Manang gibt es meistens eine Internetverbindung. Diese ist aber sehr langsam, teuer (10–15 NPR/Min.) und alles andere als zuverlässig.

 

Post

Wichtigste Anlaufstelle: General Post Office (G.P.O.) in Kathmandu (am Kantipath, nahe Bimsen Tower); Öffnungszeiten: So–Fr 10–17, in den Wintermonaten bis 15.30 Uhr. Postkarten nach Europa kosten 25 NPR. Dauer bis Ankunft in Deutschland von Kathmandu: 10 bis 14 Tage; aus kleineren Orten natürlich deutlich länger.

Alle Postkarten und Briefe möglichst persönlich zur Post bringen, um Zeuge beim Abstempeln der Briefmarken zu sein. Sonst werden die Marken möglicherweise abgelöst und weiterverkauft. Jedoch ist der Gang zur Post schon ein Abenteuer für sich. Um die Briefmarken festzukleben, ist Bastelstunde angesagt: Man bedient sich des großen Leimtopfes, da die vorgesehene homöopathische Menge an Klebstoff niemals einen Weg nach Europa durchhalten würde.

 

Elektrizität

Die Wechselspannung aus der Steckdose beträgt in Nepal 220 Volt. Europäische Stecker passen in der Regel ohne Adapter. Beachten Sie aber, dass es sehr häufig zu Stromausfällen kommt.

Akkus für Foto oder andere Kleingeräte können in einigen Lodges auf der Trekkingtour gegen eine Gebühr (etwa 100 NPR) aufgeladen werden. In den Bergregionen wird der Strom häufig durch kleine Wasserkraftanlagen oder Generatoren erzeugt. Die Spannung schwankt deshalb zum Teil sehr stark und so kann es sein, dass etwa Glühbirnen im Zimmer nur sehr schwach im »Dämmermodus« leuchten. Zum Laden der Akkus spielt das im Prinzip keine Rolle. Ist nachmittags oder abends kein Strom verfügbar, dann stecken Sie Ihr Ladegerät trotzdem an. Oft ist in einer solchen Situation nachts für ein paar Stunden Strom verfügbar.

 

Botschaft

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Gyaneshwar Marga 690, P.O. Box 226, Kathmandu

Tel. +977(0) 1/441 27 86 bzw. 441 65 27

Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–11.30 Uhr (insbesondere Abgabe von Visums­anträgen; Abholung auch nachmittags zwischen 14 und 15 Uhr möglich). Außerhalb der Geschäftszeiten gibt es für Notfälle einen Bereitschaftsdienst, erreichbar unter obiger Telefonnummer.

 

Internet-Adressen

 

4-Seasons Tipp

Wanderführer

Der Rother Wanderführer Annapurna Treks von Stephan Baur und Susanne Kauper (Bergverlag Rother, München, 1. Auflage 2012, ISBN 9783763343942) stellt fünf Mehrtagestouren in der Annapurna-Region vor. Darunter die klasische Annapurna-Umrundung und der Annpurna Base Camp Trek sowie der Nar Phu Trek, Tilicho Lake Trek und Poon Hill Trek. Die ausführlichen und zuverlässigen Tourenbeschreibungen werden durch detaillierte Wanderkarten und aussagekräftige Höhenprofile ergänzt. Die GPS-Tracks gibt es als Download dazu.

 

 
weiterführende Artikel: 
08.10.2010ArtikelOutdoorsportWandernReise

Wandern und Trekking in Neuseeland

Das Land der Maoris mit seinen vielen Trails und Tracks bietet Wanderern und Trekkern eine große Vielfalt. zum Artikel
17.10.2010ArtikelReise

Trekking in Patagonien und Feuerland

Zwischen Bariloche, Fitz Roy, Torres del Paine und Ushuaia – die Südspitze von Chile und Argentinien ist ein Sehnsuchtsziel für Trekker. Die Wanderführer-Autoren Ralf Gantzhorn und Thomas Wilken kennen sich aus ... zum Artikel
04.11.2010ArtikelReise

Wandern und Trekking in Peru

Peru-Kenner Oscar E. Busch gibt Tipps für die schönsten Wander- und Trekkingtouren zwischen Cordillera Blanca, Alitplano und Titicacasee. zum Artikel
30.07.2010ArtikelReise

Wandern und Trekking in Ecuador

Als eines der kleinsten Länder Südamerikas bietet Ecuador Wanderern so viel Abwechslung und Möglichkeiten wie kaum ein Anderes. zum Artikel
15.10.2010ArtikelReise

Wandern und Trekking in Bolivien

Wanderführer-Autor und Bolivien-Kenner Thomas Wilken gibt Tipps zu Wanderungen und Trekkingtouren auf weiße Eisgipfel, rauchende Vulkane, am sagenumwobenen Titicacasee, durch Salzwüsten sowie dichten Urwald. zum Artikel