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Namibia: Zoo ohne Zäune

Kann Namibia auch Familie? Und ob. Ein exemplarischer Selbstversuch im vielleicht schönsten Land Afrikas.
Naturkunde am lebenden Objekt. Auf der Wüstensafari mit Tommy Collard fließen Tränen – meist vor Lachen. | Foto: Michael Neumann
Naturkunde am lebenden Objekt. Auf der Wüstensafari mit Tommy Collard fließen Tränen – meist vor Lachen. | Foto: Michael Neumann

Da hilft kein Zerren und kein Ziehen, das Biest hat sich sauber festgebissen. Instinkt ist eben Instinkt, besonders hier, in dieser lebensfeindlichen Wüste, in der nicht mal einen Tag alt wird, wer nicht auf der Hut ist. Das Kind quiekt vor Schmerz, Tränen rollen übers Gesicht. Die Umstehenden scheinen ähnlich entsetzt. Und schauen tatenlos zu. Nicht, dass einen das Vieh als Nächstes ... Bis Guide Tommy herzhaft loslacht. Er war es schließlich, der den Palmgecko ans Ohr des Neunjährigen gehalten hatte, worauf dieser tatsächlich herzhaft zuschnappte. Sofort machten sich bei den umstehenden Er­ziehungsberechtigten erste Zweifel breit, ob so eine Afrikareise für Kinder eine gute Idee war. Schließlich will Tommy den Probanden von seiner »Qual« erlösen und drückt dem Gecko beherzt auf den Leib. Wie auf Kommando quiekt das Kind lauter. Ist dieses filigran­­e Tier, dessen Organen man im Gegenlicht bei der Arbeit zuschauen kann, etwa ähnlich konstruiert wie ein Krokodil? Zum Zuhalten des Mauls reichen zwei Finger, doch einmal  geschlossen, bekämen zwei Mann das Teil nicht auf. Nachdem Tommy einmal die Knabenton­leiter durchgedrückt hat, scherzt er weiter in seinem charmanten Afrikadeutsch. »Okay, dann versuchen wir es mal mit Zärtlichkeit, vielleicht ist es ein Weibchen.« Seine schwieligen Finger massieren nun sanft den Gecko. Und siehe da, der gibt das Ohr tatsächlich frei.

 

 
Straßen, bei denen ein Tempolimit von 80 km/h durchaus sinnvoll erscheint. | Foto: Michael Neumann
Straßen, bei denen ein Tempolimit von 80 km/h durchaus sinnvoll erscheint. | Foto: Michael Neumann

Tatort dieser tierischen Episode ist die legendär­­e »Little Five Tour« von Tommy Collar­­d in den Ausläufern der Namibwüste bei Swakopmund. Statt Löwe, Büffel, Elefant, Nashorn und Leopard stehen hier Spinne, Skorpion, Gecko, Schlange und Chamäleon auf der To-see-Liste. Wenn man sie denn sieht. Als Gringo würde man entweder nichts sehen oder die Schlange erst, wenn man draufsteht. Tommy dagegen spult die Tiere im Viertelstundentakt ab und es mutet schon sehr hellseherisch an, wenn er seinen Jeep aus voller Fahrt abrupt stoppt, um Sekunden später ein fingernagelgroßes Loch im Sand zu begutachten und darin eine Spinn­e zu orten.

Das rollende Basislager

Kurzum: Auch wenn Swakopmund so ein bisschen das Ballermann Namibias ist und allerorten Flyer und Plakate spannende, aber kostspielige Aktivitäten wie Sandboarding, Quadfahren und Hochsee­fischen preisen, so gehört Tommys Kleintiersafari zwingend in jedes Pflichtenheft für Namibiafahrer – ob mit oder ohne Kinder.

Little monster ... | Photo: Michael Neumann
Little monster ... | Photo: Michael Neumann

Das MIT Kindern nach Afrika wurde bei der Reiseplanung natürlich heiß diskutiert. Zu­­­­­m­a­­­­l der jüngste angehende Afrikafahrer gerade mal vier Jahre alt ist und daheim nichts liebe­r tut, als unter Steinen nach Kleingetier zu suche­­n. Andererseits scheint der Erziehungsauftrag gegeben. Denn in unserer Heimatstadt Augsburg bekommt jedes Kind mit der Geburt eine Jahreskarte für den Zoo. So sind alle drei Racke­r weitestgehend mit Elefan­­t, Vogel Strauß und Springbock aufgewachsen. Und nun fühle ich mich verpflichtet, ihnen ihre Lieblingstiere in ihrem natürlichen Habitat zu zeigen. Zoo ohne Zäune sozusagen. Bei der Recherche nach tauglichen Reise­zielen für große Tiere und kleine Kinder landen wir schnell bei Namibi­­a. Die ehemalige deutsche Kolonie im Südwesten des schwarzen Kontinents kennen ältere Semeste­­r noch als Deutsch-Südwest­afrika. Und obwohl das »Gastspiel« der Germane­­n um die Jahrhundertwende kein­e 30 Jahre währte, trifft man vielerorts noch auf Spuren dieser nicht immer ruhmreichen Vergangenheit. Für uns punktet Namibia eher mit diese­n Highlights: wenig Einwohner, viel Fläche, stabiles Wetter, angenehmes Klima, keine Malaria, beeindruckende Landschaften und mit der Etosha-Pfanne ein tier­reicher Nationalpark.

Afrika mit kleinen Kindern, geht denn das? Schon die Belegung des Ferienfliegers entkräftet viele Zweifel. Die U-18-Quote liegt bei 25 Prozent.

... und große Monster. | Foto: Michael Neumann
... und große Monster. | Foto: Michael Neumann

Ideale Reisezeit? Schulferienfreundlich gege­­n Ende des namibischen Winters im Juli/August. Ideale Unterkunft? Ein rollendes Hotelzimmer in Form eines Dachzelts auf einem geländegängigen Jeep. Denn schon beim ersten Betrachten der Karte wird klar: Für basislagergestütztes Sightseeing taugt Namibia aufgrund der zahlreichen übers Land verteilten Highlights definitiv nicht. Wer nach Namibia fährt, sollte also etwas Sitzfleisch mitbringen, denn 2000 Auto­kilometer kommen schnell zusammen.

Schon beim Platznehmen im Ferienflieger fällt uns gleich mal ein mittelgroßer Stein vom Herze­­n. Wir sind definitiv nicht allein mit unseren Kindern. Zur Halbzeit der bayerischen Schulferien bevölkern rund zwei Dutzen­­d ABC-Schützen und Vorschulkinder den Condor-Direktflug nach Windhoek. Über Nacht geht es bequem in gut zehn Stunden in die Hauptstadt Namibias, wo wir unseren Mietwagen übernehmen. Es ist ein Modell, wie man es nur im südlichen Afrika findet. Ein Pick-up mit Doppelkabine und speziellem Aludeckel auf der Ladefläche. Darin verbirgt sich das komplette Campingequipment, angefange­­n von der Axt über eine Kühlbox bis zum Korkenzieher. Obenauf thronen gleich zwei Dachzelte, in denen auch eine fünfköpfige Familie Platz findet. Bedenkt man, dass solch ein rollendes Schweizer Taschen­messer Mietwagen und Hotel zugleich ist, relativiert sich auch der Preis: roundabout 120 Euro am Tag.

Stundenlang geradeaus

Übernachtung am Spreetshoogte-Pass. | Foto: Michael Neumann
Übernachtung am Spreetshoogte-Pass. | Foto: Michael Neumann

Entgegen den wohlgemeinten Ratschlägen, uns nach einem Nachtflug nicht dem Linksverkeh­­r zu stellen, machen wir uns sogleic­­h auf den Weg gen Süden und lassen Windhoek Windhoek sein. Um uns grauen Beton anzuschauen, sind wir schließlich nicht gekommen.

Unser erstes Ziel ist die Kalahari Anib Lodg­e bei Mariental. Dort wollen wir uns sortieren und eine erste Prise Afrika schnuppern.

Für mich ist es jedes Mal ein beeindruckendes Gefühl, wenn man sich gedanklich auf diesem sagenhaften Kontinent verortet und sich vorstellt, welche Reisen und Abenteuer auf dieser gewaltigen Landmasse möglich wären. Und welche Länder man auf keinen Fall besuchen möchte. Doch Namibia gehört definitiv zu den »good guys«. Wenig Ein­wohner, viel Platz und ein vergleichsweise respektabler Wohlstand machen das Land zu einem der sichersten Reiseziele in Afrika. Logo, auch in Windhoek gibt es Ecken, an denen man sein Portemonnaie nicht unbedingt in der Hosentasche spazieren führen sollte, doch die Anzahl solcher No-go-Spots ist etwa im Vergleich zu Südafrika gering.

 Toben im Deadvlei. | Foto: Michael Neumann
Toben im Deadvlei. | Foto: Michael Neumann

Nach drei Stunden auf der gut ausgebauten B1 gen Süden erreichen wir die Lodge und bekommen einen schönen Bungalow zugewiesen. Es dauert nicht lange, bis die Jungs den nahen Pool entdeckt haben und ihn mit einer Arschbombe einweihen. Fortan wird das zum Ritual unserer Reise. Egal wie anstrengend die Fahrt, egal ob Camping oder Lodge, überall bietet ein Pool die Möglichkeit, Energie abzubauen.

Die Gnade der Zeitzone

Wer schonmal mit Kindern in Zeitzonen gereist ist, die acht Stunden und mehr vom Bett daheim abweichen, lernt bereits in der ersten Nacht ein weiteres Namibia-Plus kenne­­n: Durch die minimale Zeitverschiebung ist Jetlag ein Fremdwort und alles geht seine­­n gewohnten Gang.

Die Milchstraße scheint zum Greifen nah. Stundenlang liegen wir wach, strecken den Kopf aus dem Dachzelt und sinnieren über die Unendlichkeit.

Little Matti auf Big Daddy – 300 Meter ragt die Düne übers Deadvlei. | Foto: Michael Neumann
Little Matti auf Big Daddy – 300 Meter ragt die Düne übers Deadvlei. | Foto: Michael Neumann

Zu viel Schlaf ist allerdings auch nichts, denn so verpasst man das Spektakel eines Sternenhimmels, wie man ihn nie zuvor gesehen hat. Fern aller Lichtverschmutzung scheinen Kreuz des Südens und Milchstraße zum Greifen nah und selbst mit begrenztem fotografischem Equipment kriegen auch Amateure fantastische Bilder hin. Alles, was es braucht, sind ein robustes Stativ und ein lichtstarkes Superweitwinkel.

Tags drauf rollen wir über Wellblechpisten Richtung Küste. Vor uns eine kilometerlange Gerade, hinter uns eine kapitale Staubfahne, machen wir gut Strecke. Anstatt abends jedoc­­h einen Campingplatz anzufahren, schlagen wir in der Grauzone am Straßenrand unser Lager auf. Dieser Straßenrand liegt allerdings am Spreetshoogte-Pass und bietet eine Aussicht auf die Namib-Berge, der wir nicht widerstehen konnten.

Die giftige Hornviper zählt zu den Little Five. | Foto: Michael Neumann
Die giftige Hornviper zählt zu den Little Five. | Foto: Michael Neumann

Kaum ist das Feuer heruntergebrannt und wir liegen gemütlich im Dachzelt, wissen wir allerdings auch, warum hier oben nieman­­d sonst campiert. Ein thermischer Wind kommt auf und droht uns samt Auto über die Kante zu blasen. Erst in den Morgen­stunden, als sich die Temperatur­unterschiede von Tag und Nacht angeglichen haben, finden wir eine Mütze Schlaf. Lesson learned, aber der Ausblick war es wert. Und als wir uns wenig später in Solitaire in einer deutschen Bäckerei mit Apfelstrudel und Schweineohren eindecken, ist die Pein gänzlich vergessen.

Zur Sonne, zur Freiheit

Alles drin, alles dran – unser Leihjeep von Asco Car Hire. | Foto: Michael Neumann
Alles drin, alles dran – unser Leihjeep von Asco Car Hire. | Foto: Michael Neumann

Nächster Stopp ist DAS Wahrzeichen Namibias. Eine mit toten Bäumen bestandene Salzpfanne inmitten 300 Meter hoher Dünen, genannt Deadvlei. Besonders schön anzuschauen ist dieses Weltwunder der Natur bei Sonnenaufgang. Damit das gelingt, bedarf es der Pol­e-Position in Form eines Standplatzes auf dem im Nationalpark gelegenenen Campingplatz. Ansonsten steht man bis sechs Uhr vor dem Park und wartet, bis die Ranger das Tor öffnen und die wartenden Autos reinwinken. Den Sonnenaufgang erlebt man dann irgendwo unterwegs auf der 65 Kilometer langen Strecke bis zum Parkplatz am Deadvlei. Das Gate am Campingplatz dagegen öffnet eine Stunde früher und wer unterwegs nicht zu sehr trödelt, hat deutlich mehr von der Erkundung des Deadvlei. Unser Tipp: zuerst linkerhand Big Daddy erklimmen, eine der höchsten Dünen der Namib, und dann barfuß die Nordwand hinab in die Pfanne surfen. Oder einen neuen Purzel­baum-Weltrekord aufstellen.

Bei den nächsten beiden Stopps tauschen wir erneut das Penthouse auf dem Autodach und den Schlafsack gegen Federkern und blütenweißes Leinen. Denn dem bei der Reise­vorbereitung entdeckten Namib Dune Star Camp, wo man sein Bett zum Schlafen auf die Ve­randa rollt, können wir nicht wieder­stehen. Kinder sind hier zwar erst ab 12 Jahren erlaubt, doch wozu gibt es Ausnahmen? Und in Swakopmund, wo oft kalter Seenebel die Stadt in eine salzige Watte taucht, ist Camping schlicht keine Option.

We are no more than five minutes into Etosha Park – Bingo! | Photo: Michael Neumann
We are no more than five minutes into Etosha Park – Bingo! | Photo: Michael Neumann

Und überhaupt, Swakopmund. Die Stadt am Atlantik ist nicht nur aufgrund ihrer deutschen Geschichte ein absoluter Kontrapunkt zum Rest Namibias. Hier steht ein rot-weißer Leuchtturm zwischen Palmen, die Gebäude heißen Amtsgericht und es gibt ein Brauhaus. Doch es ist besonders das Klima, das Swakopmund so anziehend macht – zumindest für die hitzegeplagten Hauptstädter. Wenn es dort im Sommer 40 Grad hat, kühlt der Bengulea-Strom das Wasser vor der Küste derart ab, dass die Temperatur in der Region selten über 25 Grad steigt. Jetzt, zum Ende des Winters, kommt auch noch der Nebel hinzu, so dass man nicht einmal einen Sonnenbrand fürchten muss.

Uns steht nach der legendären Wüsten­safari mit Tommy jedoch der Sinn nach Wärme, so dass wir die Stadt schnell gen Norden ver­lassen. Zunächst besuchen wir die Robben­kolonie am Cape Cross. An die 100 000 Zwergpelzrobben tummeln sich dort auf den Felsen und bieten eine gewaltige Kuliss­­e für Auge, Ohr und Nase.

100 von 100 .000 Pelzrobben am Cape Cross. | Foto: Michael Neumann
100 von 100 .000 Pelzrobben am Cape Cross. | Foto: Michael Neumann

Im Anschluss geht es dem Höhepunkt unserer Reise entgegen: dem Etosha-Nationalpark. Halb so groß wie die Schweiz, bietet er die höchste Konzentration an Wildtieren in Namibia. Neben den echten »Big Five« gibt es über 130 weitere Säugetierarten wie Giraffen, Zebras, Gnus, Hyänen oder Wildhunde im Nationalpark. Jetzt, Anfang Septembe­­r, zum Ende der Trockenzeit, präsentieren sich die Tiere wie auf dem Silber­tablett. Die Vegetation ist karg und außerhalb der angelegten Wasserstellen finde­­n die Tiere keinen Tropfen. Angelegte Wasserstellen? Ja, denn anders als in der Seren­geti ist der komplette Nationalpark eingezäunt. Tierwanderungen zu den jeweil­­s besten Jagdgründen und Wasser­löchern sind seither nicht mehr möglich.

Alle Sinne sind geschärft. Welches Tier tritt als Nächstes aus dem Dunkel ans Wasserloch?

Das beste Bett der Welt steht im Dune Star Camp und hat Rollen. | Foto: Michael Neumann
Das beste Bett der Welt steht im Dune Star Camp und hat Rollen. | Foto: Michael Neumann

Im Etosha gilt übrigens der gleiche Übernachtungstrick wie im Deadvlei: wer im Park übernachtet, hat morgens wie abends eine Extrastunde Zeit zur Tierbeobachtung, alle anderen müssen sich immer dann sputen, wenn das Licht am besten ist. Wir probieren beides aus. Die erste Nacht verbringen wir in der fantastischen Etosha Safari Lodge, die nächsten drei Nächte innerhalb des Parks auf zwei verschiedenen Camps. Hier begeistert uns vor allem das Halali-Camp, wo ein beleuchtetes Wasserloch auch nachts spannende Tierbeobachtungen ermöglicht. Wie in einem Theaterstück betreten Nashorn, Zebra und Elefant nacheinander die Bühne. In der Kühl­e der Nacht scheinen die Rivalitäten des Tages vergessen, alle gehen sehr respektvoll miteinander um. Zudem fordert der Hell-Dunkel-Kontrast eine besondere Wachsamkeit, so dass immer einer Schmier­e steht, während die anderen trinken. Die Tier­e im Scheinwerfer sind zudem betulich darauf bedacht, keinen Laut zu machen, so dass jedes fremde Geräusch im Unterholz das unvorsichtige Raubtier verraten würd­e. Wir sitzen still und staunen. Alle Sinne sind geschärft. Welches Tier tritt als Nächstes aus dem Dunkel?

Farewell, schönes Namibia! Bis zum nächsten Mal. | Foto: Michael Neumann
Farewell, schönes Namibia! Bis zum nächsten Mal. | Foto: Michael Neumann

Mit einer leichten Gänsehaut klettern wir schließlich in die Dachzelte und lauschen weiter in die Nacht. Obwohl wir wissen, dass das Camp durch einen Elektrozaun gesichert ist, lässt uns jedes Hyänenheulen schaudern und wehe, wenn der Löwe brüllt. Seine Ton­frequenz klingt kilometerweit und eine Verortung fällt verdammt schwer. Und so undurchdringlich schien der Zaun nun auch wieder nicht. Wie sonst ist der ganze Elefantendung zu erklären, der hier überall rund ums Auto liegt?

Dass uns am Ende weder Gecko noch Löwe gefressen haben, verbuchen wir jetzt einfach mal unter Glück. Oder war's doch die gute Reiseplanung? Anyway. In einem Punkt ist in jedem Fall Nachbesserung angesagt. Denn als wir einen Tag später in den Flieger nach Haus­e steigen, fehlt immer noch der Leopard auf der Big-Five-Liste. Und so müssen wir wohl noch mal wiederkommen.

 
GM Info

Sieben gute Gründe für Namibia

Eine Landschaft wie im Südwesten der USA, nur ohne Zeitverschiebung, Währungsaufschlag und Einreiserepressalien – längst spielt Namibia im Top-10-Konzert der Fernreiseziele ganz oben mit. Und statt merkwürdig frisierter Baulöwen gibt es sogar echte.

1. Unendliche Weiten: Schon mal 50 Kilometer mit dem Auto geradeaus gefahren, einem endlos scheinenden Horizont entgegen? Beim Reisen durch Namibia bekommt man mal so richtig den Kopf frei.

2. Wetter wie bestellt: Wochenlange Schönwetter­perioden sind die Regel, nicht die Ausnahme. Dazu kommt (zumindest von Juni bis September) die perfekte Temperaturschwankung. Nachts schön kalt zum Schlafen, tagsüber Erwärmung bis nahe der 30-Grad-Marke.

3. Beste Erreichbarkeit: Condor bietet zweimal die Woche Direktflüge ab Frankfurt nach Windhoek an. Über Nacht schwebt man perfekt im Biorhythmus ins südliche Afrika.

4. Verhältnismäßig preisgünstig: Nach Berechnungen der OECD ist der Urlaubs-Euro in Namibia mehr als doppelt so viel wert wie daheim.

5. Prächtige Tierwelt: Der  artenreiche Etosha-Nationalpark und etliche private  Tierreservate bieten Safari pur.

6. Fabelhafte Unterkünfte: Ob einsamer Campground oder harmonisch in die Landschaft integrierte Luxuslodge – schöner wohnen können die Namibier wie sonst kaum eine Nation auf der Welt. Und egal wie groß der Geldbeutel, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt immer. Wer bei der Wahl der Unterkünfte gern auf nur einen Betreiber setzt, dem seien die übers ganze Land verteilten Herbergen der Gondwana Collection empfohlen – die auch in Sachen Nachhaltigkeit absoluter Spitzenreiter in der Branche sind.

7. Erfahrene Reiseveranstalter: Mit teils jahrzehntelanger Erfahrung bieten Veranstalter wie Diamir (www.namibia.de) individuelle Reiseprogramme und auch spezielle Familientouren von der Stange – die in der Endabrechnung oft günstiger kommen, als wenn man alles einzeln bucht. Die Campingplätze in den Nationalparks reserviert rechtzeitig Barbara Grimm (spricht Deutsch) unter enquiry@ntc.com.na. Ein großes Infopaket verschickt dagegen kostenlos das Namibia Tourism Board unter www.namibia-tourism.com/infopaket/.

 

 
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