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Michael Martin – Eine Welt voller Wunder

Foto: Michael Martin
Michael Martin ist der Wüste verfallen. Über 20 Jahre hat er sie bereist, sie fotografiert, in wunderbaren Bildbänden und auf preisgekrönten Vorträgen von ihr erzählt. Nun arbeiten Michael und die Kamerafrau Elke Wallner an dem Mammutprojekt »Die Wüsten der Erde«. Wie, wollte 4-Seasons wissen, bekommt man 50 Touren auf allen Kontinenten und fünf Kinder in München unter einen Hut?

Die Wüsten der Erde, das sind über 40 Stück, wollt ihr durchqueren und dokumentieren. Wie lange dauert sowas?

Insgesamt vier Jahre, in denen wir über 50 mehrwöchige Wüstentouren unternehmen. Gerade ist Halbzeit – Arabien, Asien und Australien sind beinahe geschafft. Nun folgen Süd- und Nordamerika und kommenden Winter Afrika. Im Herbst 2004 sollen dann das Buch, der Vortrag und der Film fertig sein.

 

Sind vier Jahre viel oder wenig Zeit?

Selbst wenn man bereits 20 Jahre Wüstenerfahrung hinter sich hat, ist es eigentlich ein Lebensprojekt. Manchmal ist da dieses Gefühl, dass wir bei 40 Wüsten in fünf Jahren nur an der Oberfläche kratzen. Warum gehen nicht fünf Jahre Asien, fünf Jahre Australien? Je mehr du siehst, desto interessanter wird es.

 
Foto: Michael Martin

Was gibt es in der Wüste denn zu sehen?

Unendliche Landschaften, aber auch unendlich viel Kultur – Tempel, Feste, Leute. Die Menschen sind unser Hauptthema. Sie sind ja nicht für die Wüste geschaffen, müssen aber irgendwie überleben. Man entdeckt sehr viele Parallelen bei den verschiedenen Wüstenvölkern: Die Tuareg setzen in ihrem Alltag voll auf Kamele, die Bolivianer auf Lamas, die Nepalis auf Yaks. Alle nutzen die Tiere zum Transport, ihre Wolle und Felle als Decken. Die einen trinken Kamelmilch, die anderen Tee mit Yakbutter. Oder die Erziehung der Kinder – die Schule wird immer der Umgebung und den Möglichkeiten angepasst: Omanische Nomaden sammeln die Schüler aus weitem Umkreis mit dem Kamel zusammen, im Iran gehen die Kinder zu Fuß weite Wege zur Koranschule, im australischen Outback bekommen sie ihren Unterricht manchmal per Funkgerät.

 

Aber richtig viel los ist in der Wüste nicht...

Das kann man so nicht sagen, es gibt die verrücktesten Sachen: In den USA stellen im Januar die »Snowbirds«, das sind reiselustige Rentner, eine Million Wohnmobile zu einer Wüstenstadt zusammen. Das ist so anders und doch wieder so ähnlich, wie wenn sich in Radschasthan 100.000 Leute zum Pushkar-Kamelmarkt aufmachen.

 

Zu solchen Terminen fahrt ihr gezielt hin?

Ja, das sind natürlich traumhafte Motive. Im kommenden Januar werden wir die Snowbirds in Arizona besuchen, dort auch mal ein Flugzeug mieten und die Wohnmobil-Stadt von oben fotografieren. Termine wie einen jährlichen Kamelmarkt oder die schönste Jahreszeit in einer Region beziehen wir auch in die Planung ein. Ansonsten bereiten wir nichts vor, sondern lassen die Dinge auf uns zukommen.

 

Es gibt bei den Touren keine Zeitpläne oder Interview-Termine?

Nein, nur ein Rückreisedatum. Wenn es uns an einem Ort gefällt, bleiben wir. Kürzlich wurden wir in Namibia von einer Himba-Familie in ihren Kral eingeladen und waren gleich mehrere Tage dort.

 

Zwischendurch kehrt ihr nach München zurück?

Es ist kein Geheimnis, dass wir nicht wildromantisch vier Jahre am Stück um die Welt reisen. Wir haben Kinder, ein Haus, halten zwischendurch Vorträge. Aber die Pausen haben ihre Vorteile, die Reisen werden intensiver, die Kontraste stärker. Man ist voll auf Zack und motiviert. Und wir kommen gerne zurück – in den vier Jahren sind wir rund 1.000 Tage unterwegs, da ist es auch schön, zu Hause zu sein.

 

Wie bringt ihr Reisen und Kinder unter einen Hut?

Wir haben tolerante Kinder, sehr hilfsbereite Großeltern und versuchen, beide Leben zu kombinieren. Ginas Termin beim Kieferorthopäden legen wir halt zwischen die Reise nach China und den Trip in den Iran, damit wir dabei sein können. Eben erst waren wir bei der Einschulung des jüngsten Sohnes. Wir versuchen das so gut es geht zu organisieren. Aber natürlich sind wir oft auch nicht da. Da kann es schon vorkommen, dass man eine Streiterei in der Familie aus der Ferne schlichten muss – per Satellitentelefon.

 

Die Kinder vermissen euch nicht?

Auf die Frage, ob sie das viele Reisen der Mama störe, hat Rita erst ganz locker gesagt: Och, das passt schon! Aber ob sie denn nicht lieber eine ganz normale Mutti hätte, die immer da ist? Da hat sie lange überlegt und schließlich gemeint: manchmal ja, manchmal nein.

 

Nehmt ihr die Kids auch mal mit?

Tun wir, aber Kinder begeistern sich kaum für Wüsten. Gina war schon elfmal in Afrika und kürzlich auch in den USA in der Sonora-Wüste dabei. Da hieß es: »Bäh, sieht ja alles aus wie in Afrika!«. Die Kids interessierten sich mehr für die Outlet-Stores mit Markenklamotten an den Highways und für Las Vegas. Als wir mit allen Töchtern nach Australien wollten, gab es heftigsten Widerstand. Also haben die Eltern die Reise allein gemacht, aber kürzer – und danach sind wir alle zusammen zum Campen nach Elba gefahren. Dort hat es dann Hunde und Katzen geregnet, es war nass und fürchterlich, und die Eltern haben gequengelt: »Seht ihr, wären wir mal nach Australien gefahren...«

 

Kinder zu Hause, Kulturschock, Jetlag – sind die vielen Reisen nicht auch eine Belastung?

Kulturschock und Jetlag nicht, in der S-Bahn zum Flughafen sind wir geistig schon auf und davon, und zurück kommen wir ja immer gerne. Aber die Sorge um die Kinder ist auch am anderen Ende der Welt nie weg. Da ist eine kleine SMS, dass alles okay ist, schon beruhigend. Auf Reisen erzählen wir oft von unserer Familie, darauf wird sehr res-pektvoll reagiert. Ein Nomade findet es gut, wenn du ihm Fotos von den Kindern hinlegst und will alles über Erziehung, Schule und so weiter wissen. Auch die Institution der Oma, die bei Abwesenheit der Eltern auf den Nachwuchs aufpasst, ist international bekannt. Im Pamir, wo drei Generationen in einer Jurte wohnen, läuft das genauso.

 

Darf man fragen, wie ihr das alles finanziert?

Im Wesentlichen aus den Erlösen des letzten Projekts, »Die Wüsten Afrikas«. Das Buch hat sich 50.000-mal verkauft, dazu kommen rund 500 Vorträge. Von den Sponsoren gibt's in erster Linie Sachleistungen, die natürlich auch unschätzbar wichtig sind: von Leica die Fotoausrüstung, von BMW das Motorrad, von Serac die Bekleidung. Kürzlich ist Travel Overland als Flugsponsor eingestiegen, was uns ungemein hilft. Aber die laufenden Kosten für Familie, Haus und Reisen tragen wir selbst. Und mit den Erlösen des aktuellen Projekts, mit Bildband, Vorträgen und Film werden wir dann wohl das nächste Unternehmen finanzieren. So geht das seit 20 Jahren: »Der Nil« hat uns drei Jahre über Wasser gehalten, die »Wüsten Afrikas« sechs. Bei den »Wüsten der Erde« wird der Zyklus noch länger sein.

 

Wie wurde die Idee zu »Wüsten der Erde« geboren«?

Nach 70 Reisen und über 1.000 Vorträgen, die alle mit Afrika zu tun hatten, stellte sich die Frage: Was kann man bringen, was ist auch verkäuflich? »Der Nil« war ein schönes Projekt, aber das Gleiche über den Niger würde wohl nicht genügend Leute interessieren. So entstand die Idee, die »Wüsten Afrikas« auf die ganze Erde auszudehnen.

 

Michael, du bist Geograph – was bitte ist eine Wüste?

Jede vollaride Zone, wo die Verdunstung höher als der Niederschlag ist. Nimmt man als Niederschlags-Obergrenze 150 mm im Jahr, dann ist ein Viertel der Erdoberfläche Wüste – darunter auch Regionen, die man landläufig gar nicht als Wüste kennt, wie das Hochland von Ladakh. Wüsten gibt es außer in Europa auf allen Kontinenten. Netterweise liegen sie oft in schwierig zu bereisenden Ländern wie Saudi-Arabien, Turkmenistan oder Tadschikistan. Für den Vortrag kommen dann noch die Wüsten hinzu, die geographisch eigentlich keine sind, aber vom Publikum erwartet werden – zum Beispiel die Kalahari.

 

Wieso nennt man die dann Wüste?

Wenn es keine Flüsse, Seen und Quellen gibt, sind englischsprachige Geographen schnell mit dem Wort »Desert« bei der Hand. Kalahari Desert, Tanami Desert und so weiter.

 

Könnte man nicht ein paar der schwierig zu bereisenden oder unbekannten Wüsten weglassen?

Keinesfalls! Diesen Druck machen wir uns selber. Wir müssen es eben hinkriegen und uns was einfallen lassen. Für Saudi-Arabien haben wir schon tausend Anträge gestellt, Elke natürlich auf allen Passbildern mit Kopftuch; wir haben Einladungen von Siemens vorgewiesen, sind allen Tipps aus der internationalen Globetrotter-Szene nachgegangen – bislang vergebens. Aber irgendwie kommen wir da noch rein.

 

Wenn man euch beide in einer x-beliebigen Wüste aussetzen würde, wüsstet ihr dann, wo ihr seid?

Wahrscheinlich schon. Klar sieht ein Erg, also ein Dünengebiet, immer etwas aus wie die Sahara, aber jede Wüste hat ihren Formenschatz, es sind lauter einzigartige Orte. In Bolivien geht die Atacama mit ihren Salzseen bis auf 5.000 Meter rauf und wird noch von schneebedeckten Vulkanen überragt. In Australien gibt es Salzseen mit den exakt gleichen Polygon-Mustern wie in Bolivien, aber dort bricht eine Quelle durch die Salzkruste und lässt mit ihren Mineralien völlig abgefahrene Farbmuster entstehen. Das haben wir extra aus der Luft fotografiert. Im Death Valley surfen die »rutschenden Steine« allein vom Wind getrieben durch die Landschaft. Die Wüsten sind eine Welt voller Wunder.

 

Michael, gibt es ein Lieblingsfoto?

Ein paar. Es gibt Bilder, die wichtig sind, mit denen man sich einen Namen macht. Bilder, von denen die Leute wissen: Ah, das ist von dem Michael Martin! Ähnlich wie ein Musiker, der seine Gassenhauer spielt, zeigt auch ein Fotograf seine Klassiker. Bei Art Wolfe zum Beispiel denken die Leute meist an seine verwischten Zebras.

 

Apropos Art Wolfe. Hast du fotografische Vorbilder?

Meine Bewunderung gilt den großen Reportage-Fotografen wie Frank Capa oder Steve McCurry, der ist überragend. Art Wolfe kenne ich persönlich, er ist ein netter Typ und ein echtes Arbeitstier. Und ein gutes Beispiel, dass Welterfolg nicht nur auf guten Bildern, sondern auch auf gutem Marketing beruht. Art hat ja mehrere Angestellte, die seine Bilder um die Welt verkaufen.

 

Setzen sich gute Bilder nicht automatisch am Markt durch?

Marketing ist schon wichtig. Der erfolgreichste Fotograf in diesem Bereich ist derzeit wohl der Franzose Yann Arthus-Bertrand mit seinem Luftbildband »Die Erde von oben«. Ein Freund von uns, Bernhard Edmaier, hat in seinen Büchern »Atelier Erde« und »Geo Art« die meiner Meinung nach besseren Bilder – aber sein Verlag ist eben nicht so engagiert und Bernhard selbst auch eher der bescheidene Typ. Der erzählt dir, er habe »wieder a paar Buildeln g'macht« – und zeigt dir sagenhafte Fotos.

 

Du bist wie Yann Arthus-Bertrand beim Münchner Verlag Frederking & Thaler. Zufrieden?

Mehr als das. Frau Thaler lässt uns vertrauensvoll machen, und es gibt viel Unterstützung. Auch das ist ein Grund, warum wir bei unseren Reisen so frei in der Wahl der Themen sind.

 

Dein Foto-Equipment?

Ich arbeite seit Jahren mit Leica-Ausrüstung und benutze als Film fast ausschließlich den Fuji Velvia.

 

Wie viele Filme schickst du aus den »Wüsten der Erde« ins Labor?

Insgesamt rund 2.500. Schicken würde ich die aber niemals, das wäre bei unserer Post viel zu riskant. Vor allem lasse ich sie nicht auf einmal entwickeln. Bei Diafilmen kannst du das fertige Dia ja nicht mehr verändern, wohl aber beim Entwicklungsprozess Einfluss nehmen. Wenn zum Beispiel der Belichtungsmesser wegen eines Defekts eine Drittelblende zu dunkel gemessen hat, kannst du den ganzen Film heller entwickeln lassen und die Bilder sind gerettet. Ich habe drei Gehäuse, deshalb bringe ich nach jeder Tour von jedem einen Probefilm weg, dann noch einen und noch einen – und wenn dann alles okay ist, kommen die übrigen Filme in größeren Chargen.

 

Die Fotos lagerst du vermutlich in Fort Knox?

Meine besten 1.200 Dias liegen tatsächlich im Bankschließfach. Im Herbst 2004 wollen wir ja mit einigen Knallern kommen, deshalb wird unser Material auch nicht vorab verwertet. Vom Pilgerfest am Kailash hat Elke tolle Filmaufnahmen, die hätten wir gut verkaufen können, heben sie aber auch für den großen Dokumentar-Film 2004 auf.  

 

Elke, wie läuft das mit dem Filmen?

Der Film soll genauso professionell werden wie der Diavortrag. Ich drehe auf einer kleinen 3-Chip-Videokamera in Fernsehqualität. Bisher sind es 300 Stunden, aus denen wir dann mehrere Teile machen möchten. Die kleine Kamera ist ganz gut, weil sie sehr diskret ist. In viele Länder kommst du mit einer großen Betacam gar nicht hinein. Dabei ist auch ein kleiner Monitor, so können sich die gefilmten Leute danach selbst betrachten – in Afrika oder Asien ist das eine echte Sensation.

 

Aber den Film dort lassen könnt ihr ja nicht.

Das nicht, aber Michael macht und verschenkt immer viele Polaroids, das hat eine ähnliche Wirkung. Da werden die Anzüge und die Oma rausgeholt und alle sind total begeistert von den Familienfotos. Zum einen fallen so viele Barrieren, zum anderen können wir auch eine wertvolle Gegenleistung für die Gastfreundschaft zurücklassen.

 

Die Kamera stört die Leute also nicht?

Das kommt drauf an, wie sie eingesetzt wird. Das ZDF hat letztes Jahr einen Film über uns gemacht, da fuhren vier Leute im Jeep neben uns her und ließen eine Nomadin dreimal aus dem Zelt kommen und uns die Hand schütteln. So was mache ich nicht. Ich filme, was da ist. Keine gestellten Szenen. Das dauert länger, weil man sich erst das Vertrauen der Menschen verdienen muss.

 
Foto: Michael Martin

Film- und Fotoausrüstung, Gepäck, Proviant – wird das nicht eng auf dem Motorrad?

Doch. Zwar unternehmen wir einige Fototouren auch mit dem Auto, aber Haupt-Fortbewegungsmittel bleibt das Motorrad. Es ist Segen und Fluch zugleich. An schwierigen Grenzen ist es die perfekte Tarnung – da starren alle Offiziellen die Maschine an und bemerken die ganzen Kameras und Mikros gar nicht, die einem afrikanischen Polizisten sonst sofort die Zornesröte ins Gesicht treiben. Und geklaut wird die Kiste in einem Dritte-Welt-Land auch nicht, weil niemand etwas damit anfangen kann. Auf der anderen Seite bist du in Ländern wie Indien als Motorradfahrer wirklich in Gefahr.

 

Ihr meint als Verkehrsteilnehmer?

Genau. Im Auto bist du halbwegs geschützt, aber Fußgänger und Zweiradfahrer sind Freiwild. In der Hauptstadt Delhi warteten wir einmal an einer roten Ampel, da fuhr uns ein großer Polizeibus einfach hinten drauf. Filme, Kameras, Geld, alles flog auf die Kreuzung, es gab einen Riesenauflauf. Ein einsamer Verkehrspolizist versuchte, der Lage Herr zu werden, während die 30 Polizisten im Bus ungerührt davon fuhren. Elke hatte einige Schrammen und ein netter Autofahrer wollte sie ins Krankenhaus bringen. Das wurde ihm wiederum vom Verkehrspolizisten verboten – mit der Begründung, dass der Autofahrer keine Taxi-Lizenz habe. So ist Indien...

 

Sind Kriminalität oder politische Spannungen ein Problem?

Manchmal. In Ländern wie Mali gibt es durchaus Straßenräuber, das muss man wissen und ihnen aus dem Weg gehen. In 20 Jahren Afrika-Reisen gab es aber nur einen Überfall. Anders ist es, wenn man nicht weiß, was los ist. Als wir letztes Jahr an der pakistanisch-afghanischen Grenze waren, merkten wir, dass etwas nicht stimmte: Die Leute waren unruhig, versammelten sich um die Radios, diskutierten wild durcheinander. Wir hörten sonderbare Gerüchte, bekamen aber keinerlei Fakten. Jemand erzählte uns, dass man der Freiheitsstatue in New York den Kopf weggeschossen habe. Es war der 11. September. Was wirklich passiert war, erfuhren wir erst am nächsten Tag, als wir unsere Rückflüge bestätigen wollten. »All flights closed«, hieß es. Wir setzten uns sofort aufs Motorrad und erreichten die chinesische Grenze einen Tag vor der Schließung. Das alles war zwar sehr aufregend, wir hatten aber nie das Gefühl, wirklich in Gefahr zu sein.

 

Habt ihr die Wüsten nicht irgendwann satt?

Um Gottes Willen, nein! Wir haben ja gerade auf Elba etwas Alternatives probiert, das war total schrecklich. Wenn man vom Wüstenvirus einmal infiziert ist, kommt man nicht mehr los. In der Wüste zu sein, das ist abenteuerlich, stressig – aber gleichzeitig auch beruhigend schön. Du begegnest praktisch niemandem. Wenn du Lust hast, legst du dich irgendwo zum Schlafen hin. Und wenn es wieder hell wird, ist er wieder da – dieser unvergleichliche Blick in die Weite.

 
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