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Kaufberatung Kocher: Neues aus der Feldküche

Foto: Jens Klatt
Benzin oder Gas, Titan oder Alu: Über kaum einen Ausrüstungsgegenstand wird in der Outdoorszene so leidenschaftlich gefachsimpelt wie über Kocher und ihr Zubehör. Globetrotter-Experte Frank Holst erklärt aktuelle Trends und bewährte Standards.
Frank Holst (50) ist gelernter Schreiner und Großhandelskaufmann und war lange begeisterter Kunde, eher er 2012 bei Globetrotter Frankfurt anheuerte. Zu seinen Lieblings­produkten gehören Kocher und Wasserfilter. Während einer sechswöchigen Radtour durch die Atacamawüste und Nordpatagonien kochte er übrigens mit einem Optimus Nova. | Foto: Julian Rohn
Frank Holst (50) ist gelernter Schreiner und Großhandelskaufmann und war lange begeisterter Kunde, eher er 2012 bei Globetrotter Frankfurt anheuerte. Zu seinen Lieblings­produkten gehören Kocher und Wasserfilter. Während einer sechswöchigen Radtour durch die Atacamawüste und Nordpatagonien kochte er übrigens mit einem Optimus Nova. | Foto: Julian Rohn

Frank, was hat sich im Bereich Kocher in den vergangenen Jahren getan?

Der Trend geht zu Leichtgewicht, und zwar bei fast allen Kochertypen. Zum Beispiel hat Primus eine Titanversion seines Multifuel-Klassikers Omnifuel herausgebracht – der Omnilite Ti ist etwas kleiner, etwas leichter, aber genauso leistungsfähig und robust. Auch Gaskocher wie der Soto Windmaster oder der Crux von Optimus sind auf kleines Packmaß und geringes Gewicht ­optimiert. Selbst im ohnehin minima­listischen Nischenbereich der Feststoff­kocher hat Esbit sich überlegt, wie sie noch leichter werden können. Dabei entstand ein Kocher aus drei Edelstahl­blechen, der gerade mal 80 Gramm wiegt.

Gibt es weitere Neuerungen?

Effizienz ist ein aktuelles Thema. Also wie man mit möglichst wenig Energieverlust kocht und Brennstoff spart. Vor wenigen Jahren hat Primus mit Wärmetauschern unter den Töpfen seiner Eta-Serie angefangen. Die Idee, Kocher, Töpfe und Windschutz zu einem energiesparenden System zu verbinden, setzt sich auch bei anderen Herstellern immer mehr durch.

Wie funktionieren diese Wärmetauscher?

Unter dem Topfboden befindet sich ein ­Lamellenring. Damit wird die Wärme­energie des Brenners besser gehalten und an den Topfboden abgegeben. Die Effizienz wird deutlich gesteigert. So benötigte bei einem standardisierten Test des Magazins »Outdoor« ein Eta-Topf bis zu 25 Prozent weniger Brennstoff als ein gleich­ großer Edelstahltopf, um einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen. Und weniger Verbrauch bedeutet, dass ich auf Tour ­länger autark unterwegs sein kann und ­weniger Brennstoff mitschleppen muss.

Ein Wärmetauscher unterm Topf spart Brennstoff. | Foto: Jens Klatt
Ein Wärmetauscher unterm Topf spart Brennstoff. | Foto: Jens Klatt

Kann man diese Töpfe nur auf bestimmten Kochern nutzen?

Nein, es gibt zwar Spezialsysteme wie die Eta-Serie, den Jetboil Flash oder den MSR Reactor. Das sind alles Gaskocher, bei ­denen Brenner, Topf und Windschutz exakt aufeinander abgestimmt sind, um eine hohe Leistung zu erzielen. Du kannst aber auch deinen normalen Multifuelkocher mit einem Eta-Topf nachrüsten und richtig Sprit sparen. Sogar Esbit hat inzwischen einen Spirituskocher mit Wärmetauscher am Topf auf den Markt gebracht.

Weitere Entwicklungen für mehr Effizienz?

Das angesprochene Modell Windmaster der japanischen Edelschmiede Soto hält Windböen von knapp drei Metern pro ­Sekunde ohne extra Windschutz stand. Dafür wurde der Gasbrenner muldenförmig konstruiert und der äußere Brennerkranz hochgezogen, zusätzlich sitzt der Brenner noch dichter am Topf als üblich. Durch ­einen Mikroregulator lässt sich der ­Kocher extrem fein einstellen, besonders wenn der Kartuschendruck mit zunehmender Betriebszeit nachlässt.

Kochen mit System: Primus Eta Power. | Foto: Globetrotter
Kochen mit System: Primus Eta Power. | Foto: Globetrotter

Das ist ein Teil für Spezialisten, oder?

Der ist für Leute, die mit leichtem Gepäck unterwegs sein wollen und einen wartungsfreien, unkomplizierten Kocher schätzen, mit dem sie schnell ihr Wasser für Getränke und Tütennahrung erhitzen können. Aufgrund der hohen Konstruktion fehlt dem Windmaster etwas die Standfestigkeit für ausgiebiges Kochen. Er eignet sich vor allem für kleinere Töpfe, weil der Brenner die Hitze in der Mitte konzentriert. Wer so einen Kocher wählt, schleppt aber ohnehin nicht den großen Drei-Liter-Topf mit.

Was für einen Kocher würdest du normalen Nutzern empfehlen?

Was ist denn normal? Grundsätzlich fragen wir bei jeder Beratung erst mal genau nach dem Einsatzzweck. Wenn es an deinem Reiseziel nicht zu kalt ist und es kein Problem mit der Kartuschenversorgung gibt, sind Gaskocher ideal. Sie rußen nicht, sind sehr sicher und einfach zu bedienen. Klingt gut? Um dein Anforderungsprofil weiter zu schärfen, würde ich dir noch Vor- und Nachteile des Campingaz- und des Schraubkartuschen-Systems erklären …

Die wären?

Die blauen Campingaz-Kartuschen bekommt man vor allem in Frankreich in ­jedem Supermarkt – und in französisch ­geprägten Ländern wie etwa ­Marokko. ­Deren Ventilkartuschen werden nicht ­geschraubt, sondern geklickt. Wir nennen sie Klickkartuschen, um sie deutlich zu unterscheiden. Campingaz baut dazu recht preiswerte Kocher, die sind aber nichts für den Hardcore-Einsatz.

Ausprobieren und anfassen gehört bei einer Kocher­beratung einfach dazu. | Foto: Julian Rohn
Ausprobieren und anfassen gehört bei einer Kocher­beratung einfach dazu. | Foto: Julian Rohn

Und wenn ich nicht nach Frankreich will, brauche ich das Schraubsystem?

Genau, die Kartuschen mit Zehn-Millimeter-Schraubanschluss sind der internationale Standard. Es gibt in Nordamerika ein weiteres Gewinde, aber das können wir hier vernachlässigen. Ein einfacher Gas kocher für Gewindekartuschen wäre der Primus Express. Praktischerweise gibt es den auch mit »Duo«-Anschluss. Dadurch passen dann auch Campingaz-Kartuschen. Das ist praktis­ch, wenn man in einem Jahr nach Skandi­navien reist, wo Schraubkartuschen vorherrschen, und im nächsten Jahr nach Süd­europa fährt. Es gibt aber noch eine Lösun­g: Für alle Kocher ohne »Duo«-Anschluss hab­en wir einen Adapter von Edelri­d im Programm, der verwandelt die Klickkartuschen von Campingaz in Schraubkartuschen.

Und die ganz einfachen Stechkartuschen gibt es nicht mehr?

Doch, dafür haben wir noch einen Kocher im Programm. Aber das ist eher was, um die Dose mit Ravioli auf dem Festival warm zu machen. Ist da einmal die Kartusche angestochen, lässt sich der Kocher nicht mehr zerlegen, ohne das Gas entweichen zu lassen. Vorteil dieser Kartuschen: Sie sind weltweit sehr verbreitet.

Kopfstand gegen Kälte: Beim Optimus Vega ist die Gaskartusche umgedreht. | Foto: Optimus
Kopfstand gegen Kälte: Beim Optimus Vega ist die Gaskartusche umgedreht. | Foto: Optimus

Aber im Winter funktionieren Gaskocher nicht, oder?

Ganz so einfach ist das nicht. Gaskocher verlieren bei Kälte an Leistung, weil der Druck in der Kartusche nachlässt. Normalerweise liegt die Grenztemperatur irgendwo zwischen fünf und zehn Grad unter null. Wenn man die Kartuschen im warmen Schlafsack lagert und im Betrieb die warme Hand auflegt, funktionieren Gas­kocher aber auch bei Kälte ganz ordentlich. An einigen Modellen mit Flex­leitung ist die Kartusche extra kopfüber montiert, damit das Gas trotz Druckverlust rausfließen kann. Aber auch der MSR ­Reactor wird trotz seiner Turmkonstruktion erfolgreich von Himalaja-Expeditionen ­eingesetzt. Zusätzlich helfen Gasmischungen mit höherem Propangasanteil, die sind kälte­resistenter. Wenn du aber noch mehr Leistun­g in der Kälte brauchst, solltest du dir einen Multifuelkocher angucken.

Neben der Kältetauglichkeit, womit punktet ein Multifuelkocher noch?

Das ist ein idealer Begleiter, wenn man nicht genau weiß, welchen Brennstoff man auf der Reise bekommt. Multifuelkocher sind Benzinkocher, die wahlweise auch mit Gas, Petroleum, Kerosin oder Diesel funktionieren. Dadurch sind sie extrem vielseitig. Denn mindestens einen dieser Brennstoffe wird man wohl an jedem Fleckchen Zivilisation bekommen. Außerdem sind diese Kocher sehr leistungsstark, und man hat im Benzinbetrieb keine leeren Kartuschen, die man entsorgen muss.

Ohne Mampf kein Kampf: Ein guter Kocher ist entscheidend für die Moral auf Tour.  | Foto: Jens Klatt
Ohne Mampf kein Kampf: Ein guter Kocher ist entscheidend für die Moral auf Tour. | Foto: Jens Klatt

Gibt’s auch einen Haken?

Keinen Haken, aber diese Modell­e zählen zu den Diven unter den Kochern. Der Betrieb erfordert etwas Übung. Man muss sie vorheizen, leerbrennen lassen und reinigen. Dafür funktionieren sie auch in großer Höhe und bei Eiseskälte noch einwandfrei. Auf Weltreisen oder Expeditionen sind Multifuelkocher oft die richtige Wahl, aber man muss ein wenig Lust mitbringen, sich mit ihnen zu beschäftigen. Auf großer Tour sollte immer ein Wartungsset mit Ersatzdichtungen dabei sein. Benzin ist ein ­Lösungsmittel, das wäscht hier und da die Silikonfette weg. Da muss man pflegen.

Was ist denn eigentlich mit dem Klassiker aller Nordlandfreunde?

Du meinst den Sturmkocher von Trangia? Die Spirituskocher sind immer noch viel gefragt, weil man ein gutes und günstiges Komplettpaket mit Brenner, Windschutz und Geschirr bekommt. Außerdem ist Spiritu­s in Europa fast überall erhältlich, die simple Konstruktion nicht kaputt­ zu kriegen und einfach zu bedienen.

Unterschiedliche Topfmaterialien haben unterschiedliche Eigenschaften. | Foto: Julian Rohn
Unterschiedliche Topfmaterialien haben unterschiedliche Eigenschaften. | Foto: Julian Rohn

Sind Spiritusbrenner nicht zu langsam?

Bist du auf Tour oder auf der Flucht? Schon klar, Spiritus ist kein Hochleistungs­brennstoff. Manche Nutzer wollen irgendwann etwas mehr Leistung. Da gibt es ­einen passenden Gaseinsatz von Trangia. Sogar Benzinbetrieb ist möglich: Mit einem kleinen Umrüstkit und dem Nova von Optimus wird der Trangia quasi expeditionstauglich – ohne auf den exzellenten Windschutz und die Standfestigkeit des Systems verzichten zu müssen.

Ohne Töpfe keine Mahlzeit, hat sich auch da etwas getan?

Zum einen gibt es die schon erwähnten Töpfe mit Wärmetauscher auch zum Nachrüsten. Zum anderen sind reine Aluminiumtöpfe etwas in Verruf geraten. Die Töpfe werden im Gebrauch schnell etwas schmierig, und es besteht der Verdacht, dass der Verzehr aus Aluminiumgeschirr Alzheimer begünstigt. Eine gute Alter­native sind Töpfe aus hartanodisiertem Aluminium, da ist die Oberfläche durch elektrische Oxidation verhärtet. Sie sind kratzfester und sehen auch nach längerem Gebrauch noch appetitlich aus. Dann gibt es noch Alutöpfe mit Antihaftbeschichtungen. Da musste man bislang immer aufpassen, dass man die Schicht nicht mit metallenem Besteck verletzt. Primus hat jetzt eine Keramikbeschichtung, die deutlich härter und kratzunempfindlich ist.

Kraftwerk: Der Powerpot macht Strom. | Foto: Globetrotter
Kraftwerk: Der Powerpot macht Strom. | Foto: Globetrotter

Was sind die Alternativen zu Alu?

Da hätten wir zum einen Titan. Sehr leicht, äußerst stabil. Die Wärmeleitfähigkeit ist aber nicht so berauschend. Direkt unter der Flamme wird es besonders heiß und der Rest eher nicht. Titan läuft auch an und ist teuer, daher eher was für Gramm­jäger. Edelstahltöpfe wiegen am meisten, sind aber sehr robust und gut zu reinigen. Die würde ich für den Campingurlaub nehmen, wenn ich mit dem Auto anreise. Edelstahl leitet die Wärme auch nicht so gut, wir haben Töpfe im Programm, die deshalb außen mit Kupfer bedampft sind. Unterm Strich hat Alu – behandelt oder nicht – ­immer noch das beste Verhältnis von ­Gewicht zu Wärmeleitfähigkeit.

War es das mit den Neuerungen?

Fast. Eine weitere Idee ist, dass man mit der Kocherwärme nebenbei noch Strom ­erzeugt. Ein Beispiel ist der Powerpot von Power Practical. Das ist ein Topf mit einem thermoelektrischen Generator unter dem Topfboden, dort wird ein Teil der Hitze in elektrische Energie umgewandelt. Mit bis zu fünf Watt lassen sich so MP3-Player oder Handys laden. Der Topf wiegt 500 Gramm, ist also nicht gerade leicht, und eine komplette Smartphone-Ladung würde ziemlich viel Brennstoff verbrauchen – aber es ist ein Ansatz, über Elektroautos wurde vor zehn Jahren ja auch noch geschmunzelt.

Superpower: MSR Reactor und Jetboil Flash. | Foto: Julian Rohn
Superpower: MSR Reactor und Jetboil Flash. | Foto: Julian Rohn

Wie viele Leute kann man denn mit einem Kocher versorgen?

Ab vier Personen würde ich einen zweiten Kocher mitnehmen – schon wegen der Topfgröße. Denn Nudeln kochen mit einem 4,5-Liter-Topf für vier bis fünf Mann, das macht auf so kleinen Kochern keinen Sinn. Besser, man teilt auf zwei 2,5-Liter-Töpfe auf. Kleine Töpfe lassen sich auch besser im Gepäck verstauen.

Einige der Gasmodelle haben eine Piezo­zündung, ist das sinnvoll?

Piezozündungen sind praktisch, aber ­leider auch etwas anfällig bei Feuchtigkeit und Erschütterungen. Man sollte immer noch ein Feuerzeug dabeihaben – noch besser: einen Feuerstahl. Der funktioniert immer. Eine Piezozündung sollte also nicht ein alleiniges Kaufargument für ­einen Kocher sein.

Worauf achtest du sonst?

Stabile Topfauflagen sind mir wichtig. Es kommt aber immer auf den Anwendungszweck an. Wenn ich ganz leicht unterwegs bin, kann ich nicht erwarten, dass die ­Auflagen einen großen Drei-Liter-Topf tragen. Ansonsten schätze ich es, wenn der Herstell­er auch Ersatzteile und einen ­guten Servic­e bietet. Das erfüllen aber in der Regel alle unsere Hersteller.

Was gibt es noch an sinnvollen Accessoires?

Unbedingt einen Windschutz verwenden! Damit reduziert sich der Brennstoff­verbrauch enorm. Das Gleiche gilt für ­Topfdeckel: Wer die aus Gewichtsgründen daheimlässt, schleppt zwangsläufig mehr Brennstoff. Ich nehme immer noch einen halbierten Topfschwamm mit, damit lassen sich Töpfe – auch solche mit Beschichtung – ohne Spülmittel sehr gut reinigen. Für ­unbeschichtete Töpfe eignet sich einfach etwas Sand als Schrubbhilfe.

Einfache Gaskocher sind die unkomplizierte Wahl ... für Benziner braucht es etwas Übung. | Foto: Julian Rohn
Einfache Gaskocher sind die unkomplizierte Wahl ... für Benziner braucht es etwas Übung. | Foto: Julian Rohn

Welche Kocher kann ich auf eine Flugreise mitnehmen?

Generell lassen sich alle Kocher im Gepäck aufgeben. Brennstoffe dürfen aber nicht mit. Am unkompliziertesten sind Gas­kocher, weil die absolut sauber sind und nicht riechen. Du musst aber sicher sein, dass du am Zielort passende Kartuschen bekommst. Mit Multi­fuelkochern ist das Fliegen manchmal komplizierter. Ben­zinrück­stände in der Leitung, Pumpe oder Flasche können riechen und deshalb Probleme machen. Eine nagelneue und daher geruchlose Flasche erhöht die Chancen, an den Schnüfflern vorbeizukommen. Gegen den Geruch von Leitung und Pumpe kann man die Teile mit Shampoo oder Cola durchspülen – da gibt’s reichlich Tricks im Internet zu ­lesen. Es ist aber auch schon vorgekommen, dass die Kontrolleure den Kocher durchgehen lassen, wenn man ­ihnen die alte stinkende Benzinflasche ­dalässt. Kurzum: Es kommt aufs Reiseland und das Flughafenpersonal an.

Stichwort Preis-Leistungs-Verhältnis: Welcher Brennstoff ist am günstigsten?

Das hängt von der Nutzungshäufigkeit ab. Der günstigste Brennstoff ist Benzin. Ein Liter kostet an der Tankstelle etwa 1,60 Euro. 300 Milliliter Benzin sind mit einer 230-Gramm-Gaskartusche zu vergleichen. Die Kartusche kostet 5,45 Euro. In der Anschaffung ist man bei Gaskochern mit durchschnittlich 50 Euro dabei, ­während man für einen Multifuelkocher ­locker das Dreifache zahlt. Wer also seinen Kocher viel nutzt, fährt auf lange Sicht mit Multifuel am günstigsten. Wobei gereinig­tes Benzin auch noch etwas teurer als Tankstellenbenzin ist …

Etwas Warmes braucht der Mensch – auch beim Biwak. | Foto: Julian Rohn
Etwas Warmes braucht der Mensch – auch beim Biwak. | Foto: Julian Rohn

Ist Autobenzin von der Tanke nicht okay?

Gereinigtes Benzin ist besser. Die Zusatzstoffe des Autobenzins verschmutzen den Kocher stärker, und die Dämpfe sind gesundheits­schädlich. In Deutschland ist es auch oft nicht möglich, lediglich einen Liter für den Kocher an der Tankstelle zu zapfen. Je weiter man in die Pampa kommt, desto eher geht das aber. Ich persönlich habe zum Beispiel diesen Winter in Südamerika stets an Tankstellen meine Benzinflasche aufgefüllt. Übrigens sollte man Benzinkocher nur mit passendem Deck­el betreiben. Ist der Deckel zu groß und steht am Topfrand über, können sich die Abgase dort sammeln und mit dem Kondenswasser in den Topf tropfen. Das schmeckt dann nicht mehr wirklich gut und ist sehr ungesund.

 
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