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Kaikkialla und me°ru’: Ausrüstung für überall

Foto: Globetrotter
Kaikkialla heißt auf Finnisch »überall« – und ist auch der Name einer brandneuen Outdoor-Marke. Das Besondere: Macher von Kaikkialla ist eine Riege führender Outdoor-Händler, zu denen auch Globetrotter Ausrüstung gehört. Kaikkialla soll die bereits bekannte Eigenmarke me°ru’ mit besonders hochwertigem Outdoor-Equipment ergänzen.
Bestseller: Die Kaikkialla-Thermomatten in neun (!) Varianten. | Foto: Globetrotter

Bekleidung, Schlafsäcke, Isomatten, Rucksäcke, Reisetaschen: Im aktuellen Handbuch oder im Onlineshop www.globetrotter.de sind die neuen Kaikkialla-Produkte mit dem markanten Wikingerhelm-Logo nicht zu übersehen. Prompt brodelte die Gerüchteküche in diversen Online-Foren: Was ist das für eine neue Marke? Was taugt sie? Und wer steckt dahinter? 4-Seasons kennt die Antworten.

Macher von Kaikkialla ist die »Euro Family«, ein im Jahr 2000 gegründeter Verbund führender europäischer Outdoor-Händler. Federführende Partner sind Globetrotter Ausrüstung (Hauptsitz in Hamburg), Engelhorn Sports (Mannheim), Transa (Schweiz), Sportler (Österreich, Italien) und Bever Zwerfsport (Niederlande, Belgien); weitere Mitglieder sind die Intersport-Händler Breuninger (Stuttgart) und Förg (Augsburg). Wichtige Ziele der »Familie«: Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit bei Logistik und Einkauf. So kann die Euro Family günstigere Preise erzielen und an die Kunden weitergeben.

Bildergalerie: Kaikkialla und me°ru’: Ausrüstung für überall

Aber wie kommen Händler – die ja die besten Artikel aller spezialisierten Hersteller für ihr Sortiment auswählen können – dazu, selbst in die Produktion einzusteigen? Ist dazu nicht jede Menge Know-how nötig? »Natürlich bieten unsere Lieferanten sehr gute Produkte«, sagt Globetrotter-Chef Andreas Bartmann, »aber es ist durchaus Platz für eigene Konzepte. Seien es sinnvolle Details oder ganz einfach ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit den Marken Kaikkialla und me°ru’ können wir als Händler eigene Ideen umsetzen – unabhängig von den Kollektionen der Hersteller.«

Guter Händler = guter Hersteller?

Allrounder: der Kaikkialla Optima. | Foto: Globetrotter

Kaikkialla und me°ru’ lösen nun die früheren Marken der Euro Family ab: »Four Seasons« und »Black Bear«. Unter anderem deshalb, weil es bei »Four Seasons« Namensüberschneidungen mit der gleichnamigen Hotelkette gab – viele Kunden, die im Internet nach Ausrüstung suchten, bekamen stattdessen freie Betten angeboten. Bei den neuen Marken sind dagegen sämtliche Namensrechte abgeklärt (da sieht man mal, auf was Hersteller alles achten müssen ;-)

Zudem sind Kaikkialla und me°ru’ sehr klar positioniert: Während me°ru’ vor allem Allroundprodukte zu günstigen Preisen anbietet, versteht sich Kaikkialla als anspruchsvolle Marke. »Kaikkialla ist für den harten Outdoor-Alltag konzipiert und sicher keine Billig-Linie. Zwar sehen wir uns nicht im ultimativen Highend-Bereich à la Arc‘teryx, aber mit Marken der Oberklasse wollen wir uns durchaus messen und besonders im Preis-Leistungs-Verhältnis punkten. Ein Kaikkialla-Produkt ist dann im direkten Vergleich vielleicht nicht unbedingt billiger, soll dann aber zum Beispiel eine bessere Ausstattung bieten«, sagt Andreas Bartmann.

Konzipiert werden die Kaikkialla- und me°ru’-Produkte von hauseigenen Experten. Silke Sorgalla zum Beispiel ist seit 20 Jahren bei Globetrotter, war lange im Verkauf tätig und leitet jetzt die hausinterne Textilentwicklung, in der auch ausgebildete Textilingenieure wie Britta Leonhard sitzen. Zusammen mit Spezialisten aus den anderen Euro Family-Häusern treffen sie die Entscheidungen. »Wir setzen uns alle zusammen und entwickeln Ideen, diskutieren Schnitte und Stoffe«, erzählt Silke Sorgalla, »daraus entsteht dann ein Briefing für einen externen Designer – oder wir nehmen die Umsetzung selbst in die Hand. Dabei spielen alle Partner ihre Stärken aus. Wir von Globetrotter haben zum Beispiel einen Schwerpunkt bei der Stoffvorplanung und beschäftigen uns viel mit den Prototypen.«

Bei den Rucksäcken wiederum arbeitet der Globetrotter-Experte Thomas Krüger eng mit »Familien-Mitgliedern« wie Markus Hanselmann von der Schweizer Transa zusammen, der zuvor lange beim Rucksack-Hersteller Bach tätig war. So zieht sich das durch sämtliche Bereiche: Jedes Haus schickt seine besten Leute in die Entwicklungsteams.

»In der Produktentwicklung sind wir mit anderen Herstellern mindestens auf Augenhöhe«, ist sich Andreas Bartmann sicher, »außerdem bekommen wir zusätzlichen Input von unseren Fachverkäufern und natürlich auch unseren Kunden. Diese direkte Nähe zu den Anwendern ist ein Pluspunkt, den andere nicht haben.«

»Echte Freaks, die ihre Produkte lieben«

Sturmsicher: die Tunnelzelte aus Kaikiallas Tripolo-Reihe. | Foto: Globetrotter

Die Produktion selbst läuft bei Kaikkialla und me°ru’ ab wie bei fast allen Outdoor-Herstellern auch: Wenn Design und Prototypen stehen, werden spezialsierte Partnerfirmen mit der Produktion beauftragt. Die Entwickler sind teilweise wochenlang vor Ort, um die korrekten Abläufe abzustimmen und zu überwachen. So begleitete Klaus Adler, Bereichsleiter Zelte bei Globetrotter Berlin, die Fertigung der Kaikkialla-Zelte persönlich. Anders als viele Hersteller, die komplett in Fernost produzieren, setzt die Euro Family – ganz dem Namen verpflichtet – übrigens stark auf die Produktion in Europa. »Wir produzieren etwa 50 % der Ware in europäischen Ländern«, sagt Andreas Bartmann, »die Kaikkialla-Schlafsäcke zum Beispiel fertigt ein polnischer Spezialist, der ausschließlich für uns arbeitet. Das sind echte Freaks, die ihre Produkte lieben.«

Derzeit plant die Euro Family, sich die Produktionsqualität – dazu gehören auch Umweltschutzaspekte oder das strikte Verbot von Kinderarbeit – von externen Prüfern bestätigen zu lassen. »Da gibt es verschiedene Möglichkeiten wie zum Beispiel die BlueSign-Zertifizierung, momentan suchen wir nach einer optimalen Lösung«, kündigt Andreas Bartmann an.

Derzeit sind unter den 25.000 Artikeln im Globetrotter-Sortiment 77 von Kaikkialla und 550 von me°ru – es dürften in der Zukunft noch einige mehr werden.