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Im Winter was Neues: Skitour - In Österreich ganz oben

Auf dem Gipfel des Großglockners ist es nicht nur im sprichwörtlichen Sinn sehr erhaben. | Foto: Bernd Ritschel
Die meisten sind froh, wenn sie den Großglockner einmal zu Fuß bezwingen. Wem das aber noch nicht reicht, kann Österreichs höchstem Berg mit Skiern aufs Dach steigen.

Mit Skiern auf den mit 3798 Metern höchs­ten Berg Österreichs? Das ist doch nur was für Extremskifahrer und Sturzpiloten. Und wir sind weder das eine noch das andere. Nein, nein, das gehe schon. Der Glantschnig Martin lächelt. Eine gute Kondition sollte man haben, trittsicher und schwindelfrei sein. Und einen Skiführer haben, der weiß, wo es langgeht. Der Martin ist nicht nur Ski-, sondern auch Bergführer im Nationalpark Hohe Tauern, einer der sein Revier also bes­tens kennt.

Am Lucknerhaus auf 1920 Meter Höhe schnallen wir die Skier an. Zuerst steigen wir im offenen Gelände bergauf durch das Ködnitztal bis zur Lucknerhütte. »Unterhalb der Lucknerhütte sind die Hänge manchmal etwas­ lawinen­gefährdet­, aber zurzeit besteht keine Gefahr«, erklärt der Martin. Knapp 600 Meter höher ist das Tagesziel, die Stüdlhütte, erreicht. Obwohl so abgeschieden, überrascht sie mit avantgardistischer Architektur und mit moderner solarthermischer Energie­gewinnung.

Am nächsten Morgen steht der Gipfel auf dem Programm. Dazwischen liegen nur gute 1000 Höhenmeter und ein vier- bis fünfstündiger Aufstieg. Zuerst steht jedoch eine Gletscherquerung über das Ködnitzkees an. Danach steigen wir zum Mürztaler Steig. Am Skidepot auf 3250 Meter­ Höhe lassen wir die Bretter zurück und gehen­ zu Fuß weiter. Der Weg hinauf zur Erzherzog-Johann-Hütte ist mit Fixseilen ausgerüstet. Zwar ist die Hütte im Winter geschlossen, sie besitzt aber einen Winterraum, in dem man sich aufwärmen kann. Doch der Ausblick vor der höchsten Schutzhütte Österreichs ist so spektakulär, dass uns auch so ganz warm wird. »Wartet erst mal auf die Aussicht vom Gipfel«, macht uns der Martin den weiteren Aufstieg schmackhaft. Es geht weiter über das Glocknerleitl durch den Fels hinauf zum Kleinglockner. Dann ein kur­zer­ Abstieg zur Glocknerscharte und schließlich im steilen Fels zum Gipfel.­ Der Martin hat nicht zu viel versprochen: Die Bergwelt liegt uns förmlich zu Füßen. Wir lassen uns Zeit, genießen still diese erhabene Sicht. Unten warten geduldig exzellente Pulverschnee­hänge. Sozusagen die Doppel­krönung­ einer ungewöhnlichen Skitour.

 
4-Seasons Info
 

Die zweitägige geführte Skitour auf den Großglockner ist buchbar bei TauernAlpin, dem Partnerverein des Nationalparks. Infos bei TauernAlpin Nationalpark-Partnerbetriebe, Döllach 1, A-9843 Großkirchheim
Tel. +43 4825/200 49
www.tauernalpin.at.

 

Teil 2: Familienurlaub im Karwendel

Teil 3: Freeriden in St. Anton

 
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