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Hanse Umweltpreis 2012

Foto: NABU Hamburg
Ein Gewinn für Klima und Natur – der Hanse-Umweltpreis wird jährlich an regionale Projekte in Hamburg vergeben und honoriert besondere Beiträge zum Umweltschutz vor der eigenen Haustür. Globetrotter Ausrüstung stiftet den mit 6 000€ dotierten Preis.

Ein Sonntag in einer Globetrotter Filiale Hamburg kann ruhig und still sein, ganz anders war dies am vergangenen Sonntag. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Globetrotter Ausrüstung hatten die Finalisten des Hanse-Umweltpreises 2012 zur Preisverleihung geladen und feierlich wurden die drei ersten Plätze vergeben.

3 000€ für die Klimaschutzsiedlung Klein Borstel | Foto: NABU Hamburg
Dabei fiel der Jury die Entscheidung zur Vergabe der mit 6 000€ dotierten Preise, keinesfalls leicht. Mit Blick auf die hohe Qualität und die thematische Vielfalt der eingereichten Projekte war ein Vergleich sehr schwierig. »Die unterschiedlichen Schwerpunkte bei den Bewerbungen machen deutlich, wie breit das Engagement für Klima und Natur in Hamburg ist«, stellt frühere Tagesschausprecherin und Schirmherrin Dagmar Berghoff fest

 
Den ersten Preis erhielt in diesem Jahr Oliver Wankel, stellvertretend für die Klimaschutzsiedlung Klein Borstel. Die Siedlung ist ein autofreies Wohnprojekt, das zeigt, wie sich Bauen und Klimaschutz miteinander vereinbaren lassen. Durch die Passivbauweise und die Autofreiheit liegen die klimaschädlichen Emissionen der 80 Bewohner weit unter dem Durchschnitt in Hamburg. Die Aufteilung und Nutzung des Geländes versiegelt so wenig Fläche wie möglich und bietet heimischen Pflanzen und Tieren Lebensraum. Dieses Gesamtkonzept hat die Jury des Hanse-Umweltpreises überzeugt. »Die Klimaschutzsiedlung Klein Borstel ist ein gutes Beispiel, dass hohe Wohn- und Lebensqualität nicht auf Kosten der Umwelt gehen müssen«, begründet Alexander Porschke, 1. Vorsitzender des NABU Hamburg, die Entscheidung.
 
Die 2. Sieger: das Projekt »Lebendige Engelbek – Lernen im Fluss« | Foto: NABU Hamburg
Mit dem zweiten Platz für »Lebendige Engelbek – Lernen im Fluss« des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums wurde ein praktisches Naturschutzprojekt gewürdigt. Das Alexander-Humboldt-Gymnasium führt seit 2005 regelmäßig Renaturierungsmaßnahmen an der Engelbek durch und verknüpft dabei verschiedene Lern- und Unterrichtsziele. »Dieses Projekt begeistert, weil die Themen Natur und Ökologie praxisnah aufbereitet werden«, so Klaus Denart, Gründer von Globetrotter Ausrüstung, die die Preise stiftet. »Das macht es zu einem stimmigen Konzept, das nachhaltig wirkt.«
 
Den dritten Preis vergab die Jury in diesem Jahr an eine private Initiative. Hans-Hermann Harms hat sich für die StadtNatur vor der eigenen Haustür engagiert und ein Molchbiotop vor der Zerstörung bewahrt. Sanierungspläne für einen Wohnblock bedrohten den naturnahen Lebensraum in einer Kleingartenanlage in Eimsbüttel.
StadtNatur - der dritte Sieger und Gewinner von 1000€ | Foto: NABU Hamburg
Als betroffener Anwohner hat Hans-Hermann Harms den Gang durch die Institutionen angetreten und konnte am Ende einen Erfolg erzielen: Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt erklärte einen Großteil der Gartenanlage zum Schutzgebiet aufgrund der vorkommenden Berg- und Teichmolche. Dies wurde bei den anschließenden Sanierungsmaßnahmen entsprechend berücksichtigt. Für die Jury macht dieses private Engagement deutlich, dass jeder etwas für den Naturschutz in Hamburg tun kann – ganz im Sinne des Hanse-Umweltpreises.
 

Mehr Informationen und Bewerbungsmöglichkeiten für 2013: Webseite des Hanse-Umweltpreis

 
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