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Globetrotter VisionsWald – Bäume in der Schule

Die ersten von 20.000 Bäumen. | Foto: Globetrotter
Brigitte Püttmann arbeitete lange bei Globetrotter in Hamburg, jetzt hilft sie mit beim Globetrotter VisionsWald – einem Aufforstungsprojekt in Costa Rica, das den klima­neutralen Versand der Kundenbestellungen ermöglicht. Brigitte wird in 4-Seasons regelmäßig berichten und fängt heute ganz vorne an: mit der Baumschule.

Es war einmal ein kleines Gut im Nordosten Cost­a Ricas. Mit Hügeln, Wäldern und Bächen, die vielen Tieren ein Zuhause gaben. Nur wenige Menschen waren dort und bestellten das Land. Alle lebten harmonisch und nutzten und pflegten die Natur … Klingt wie ein Märchen? Aber es gibt sie wirklich, die Finca Chaparrón. Ich habe dort einig­e Zeit gelebt und gearbeitet.

Ich traf am Ende der Trockenzeit in Costa Rica ein. Trotzdem war die Vegetation grün und üppig, ein Paradies. Auch für Tiere: Libellen, Eidechsen, Wasserschildkröten, Affen, Faultiere … Während meines Aufenthalts  konnte ich allein 52 ver­schie­den­e Vogelarten beobachten.

 

Erster Schritt: die Baumschule

Brigitte auf dem »Schulweg«. | Foto: Archiv Brigitte Püttmann

Ein Grund meiner Reise war der Aufbau einer Baumschule für den Globetrotter VisionsWald. Zuers­t kam der Bulldozer, trug von einem geeigneten Stück Boden die Vegetationsschicht ab und häufte sie zur Wiederverwertung auf. Die wenigen Bäum­e und Sträucher wurden herausgezogen und der Boden von Unkräutern gesäubert. Dann musst­e die Erde gesiebt und in Pflanzbeutel gefüll­t werden. Die Fläche erhielt noch ein Dach aus Maschen­draht, um Samen und junge Pflanzen vor der Sonne schützen, danach war die Baumschule vorbereitet. Die Almendron-Samen waren bereits vorab mit einer Grasschicht bedeckt worden, dami­t sie feucht blieben und keimen konnten. Täglich mussten sie gegossen und kontrolliert werden. Die gekeimten Samen wurden dann in die Pflanzbeutel gesetzt – und wuchsen.

Sind die Pflanzen etwa 30 Zentimenter groß, gewöhn­t man sie langsam an das direkte Sonnenlicht, indem man täglich für kurze Zeit das Dach entfernt. Mit 40 Zentimetern schließlich sind die Bäumchen fertig mit der Schule – und werden im Wald eingepflanzt. Das geschieht zu Beginn der Regenzeit, so­dass gleich für Bewässerung gesorgt ist. Dort werden sie groß und stark. Fast wie im Märchen.

Mehr zum VisionsWald unter www.4-seasons.tv/visionswald

 
4-Seasons Info
 

Was heißt »klimaneutral«?

 

Einerseits verursacht jede Globetrotter-Lieferung eine Emission von Treibhausgas, andererseits wird durch Aufforstungen im Globetrotte­r VisionsWald CO2 gebunden. Wenn sich dies­e Werte ausgleichen, gilt der Versand als »klimaneutral«.

Das klingt einfach, muss aber komplizier­t errechnet werden. Diese Aufgab­e übernimmt als qualifizierte Stell­e das Öko­Institut in Berlin. Für die Berechnun­g werden der LKW-Transpor­t vom Logistik­zentru­­m bis zur Kunden­haustü­r ein­bezoge­n, ebenso der Strom- und Wärme­verbrauch beim Versanddienstleiste­r und im Logistikzentrum.

Dabei werden soweohl direkte Emissionen (Verbrennung von Benzin, Gas etc.) einbezogen als auch indirekte (Gewinnung und Verteilung von Benzin,Gas etc.). Diese »konservative Berechnung« führt dazu, dass Globetrotte­r fast die doppelte Schadstoffmenge ansetzt (und kompensiert) wie manche vergleichbare Anbiete­r.

Nach ersten Berechnungen werden 2011 rund 1,2 Mio. Pakete mit durchschnittlich 840 Gramm CO2-Emissionen verschickt. Macht insgesamt knapp über 1000 Tonne­n CO2 pro Jahr. Der VisionsWald umfasst 20 Hektar mit rund 20.000 Bäume­n und kompensier­t über den geplanten Zeitraum von 50 Jahre­n rund 8.000 Tonnen CO2.

Kurz: Das Projekt VisionsWald ermöglich­t etwa fünf bis sieben Jahre­ lang den »klima­neutralen« Versand an die Kunden.  

Ausführliche Infos: www.visionswald.de

 
weiterführende Artikel: 
04.11.2011ArtikelNatur und UmweltVisionswald

Globetrotter VisionsWald – Thomas Lipke im Interview

Globetrotter Ausrüstung forstet in Costa Rica Regenwald auf – um den eigenen CO2-Ausstoß zu kompensieren. zum Artikel
02.02.2011ArtikelNatur und UmweltVisionswald

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Knapp die Hälfte seines Umsatzes erzielt Globetrotter Ausrüstung mit dem Paketversand. Damit der in Zukunft vollständig klimaneutral ablaufen kann, wachsen jetzt in Costa Rica die Bäume – im »Globetrotter VisionsWald«. zum Artikel