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Globetrotter Azubis setzen Segel auf hoher See

Foto: Unterwegs in der Dänischen Südsee in der Ostsee.
Im vergangenen August schulterten 14 Auszubildende der Hamburger Globetrotter Verwaltung ihre Seesäcke und heuerten sieben Tage auf dem Traditions-Segelschiff »Ryvar« an.

Foto: Kein Urlaub – auf dem Schiff packen alle mit an: Johannes verpackt das Segel.
Einmal im Jahr heißt es für die Azubis der Outdoormarke: Rucksack packen und ab nach draußen. Seit sechs Jahren ermöglicht die Globetrotter Akademie zusammen mit Ausbildungsleiter Sönke Schiretz, den jungen Erwachsenen eine besondere Exkursion. Bei diesen Outdoorabenteuern stehen Teambuilding und Zusammenhalt in der Gruppe an vorderster Stelle.

Globetrotter vergibt bewusst einen Teil seiner Lehrstellen an Jugendliche, die aufgrund familiärer oder sozialer Schwierigkeiten wenig bis kaum Chancen auf dem regulären Arbeitsmarkt haben. »Bei den Azubitouren machen wir viel Teamtraining und fördern die Persönlichkeitsentwicklung. Das stärkt das Selbstvertrauen, lehrt Verantwortung zu übernehmen und Ängste auszuhalten«, erklärt Sönke Schiretz.

Während die Azubis in den vergangenen Jahren zum Klettern nach Italien oder zum Wandern ins Allgäu reisten, blieben sie bei der letzten Exkursion im Norden und hissten die Segel, um von Rostock aus die Dänische Südsee zu befahren. Über Kühlungsborn ging es hoch nach Langeland, an der Insel Lyø vorbei, bis nach Flensburg und wieder zurück. Für die meisten Teilnehmer eine neue Erfahrung des Zusammenreisens, denn der Umgangston an Deck klingt oftmals ebenso rau wie die See selbst. Hinzu kommen die beengten Räumlichkeiten an Board, jedes Crewmitglied bekommt seine Aufgabe und muss sich in den Alltag auf See einfügen: kochen, Wache halten, Deck schrubben und Segel richtig setzen. Dabei gehören Knoten- und Segelkunde zum Pflichtprogramm.

 

Bildergalerie: Azubis auf Tour

 

Viel Sonne und eine ruhige See ermöglichen den Jungs und Mädels genug Zeit, Wetterkunde und Europakarte zu studieren und kleine Vorfälle wie eine verstopfte Schiffstoilette mit Humor zu meistern. Auf Deck werden »Achter- und Kreuzknoten« geknotet und Segel neu gesetzt, sodass das Team mehr und mehr zusammenwächst. Dank der Küchencrew geht niemand hungrig in seine Koje und bereits vor der Ankunft in Flensburg hat sich auf der Ryvar ein Tagesablauf eingestellt, in dem alle Hand in Hand zusammenarbeiten.

Mit Farbe im Gesicht und Seemannswissen in der Tasche läuft das Azubischiff sieben Tage nach Aufbruch wieder im Hafen von Rostock ein. Fachlageristen, Bürokaufleute und Köche schlüpften für eine Woche erfolgreich in die Rolle von Kapitän und Crew – und sind schon gespannt, wohin die nächste Reise geht. Für Ausbildungsleiter Sönke Schiretz ein großer Erfolg und schöner Beweis dafür, wie wichtig die jährliche Azubireise für die persönliche Entwicklung und den Zusammenhalt der jungen Erwachsenen ist.