präsentiert von:

Französisch Roulotte: Mit 1 PS durch die Vogesen

Foto: Sabine Braun
Es hat schon was von Massentourismus, wenn sich 900 Kilo muskelbepacktes Pferd samt ebenso schwerem Zigeunerwagen in Bewegung setzen. Eine Woche lang schwankte Familie Kern damit durch das hügelige Département Haute-Saône. Klingt romantisch – aber vor Grillengezirpe und Lagerfeuer hat der liebe Gott den Schweiß gesetzt.
 

Mit Essen spielt man nicht!«, war die nüchterne und wie üblich politisch äußerst unkorrekte Antwort meines Mannes auf meinen Vorschlag, den sommerlichen Familienurlaub mit Kaltblutpferd und Zigeunerwagen in den französischen Vogesen zu verbringen. Er selbst sieht Pferde lieber gut geräuchert und in feine Scheiben geschnitten auf dem Teller. Abenteuerlustig, wie er aber ist, ließ er – der bekennende Pferdeskeptiker – sich aber doch breitschlagen, diesen als Abenteuerurlaub der besonderen Art gepriesenen Trip zu buchen.

Wider den Alltagstrott... | Foto: Sabine Braun

Schon die Anfahrt von Straßburg in das Örtchen Fontenois-la-Ville lässt erahnen, dass hinter der deutschen Grenze das infrastrukturelle Niemandsland beginnt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit nimmt rapide ab, dafür steigt der landschaftliche Reiz enorm. Alte Kurorte wie Vittel oder Plombières-les-Bains, Skipisten, Wasserfälle und stille Wälder prägen die Gegend. Kurvenreich und steil schlängelt sich die »Rue des Crêtes« über Berg und Tal. Die Bergseen von Xonrupt-Longemer und Gérardmer laden dazu ein, eine Nacht auf einem der nahen Campingplätze vorzuschalten. Das tun wir auch und genießen den morgendlichen Nebel ebenso wie das Bad im überraschend warmen See. Einzig die röhrenden Motorräder sind in dieser Gegend ein Ärgernis – die Vogesen gelten unter kurvensüchtigen Bikern als Geheimtipp.

Am Folgetag brechen wir nach Fontenois auf, um Wagen und Pferd zu übernehmen. Wir halte-n noch – und das erweist sich als sehr kluge Idee – bei einem der großen Supermärkte am Weg, um uns für die kommenden Tage zu proviantieren. In der Station bekommen wir zuerst unsere »Roulotte«, also den Zigeunerwagen, zugewiesen. Wir haben uns für das klassische, nostalgische Holzmodell entschieden. Es gibt auch solche in Leichtbauweise, die mit ihrer roten LKW-Planen-bespannung aussehen wie riesige Ortlieb-Taschen und für das Pferd sicher wesentlich angenehmer zu ziehen sind. Wir sind aber in erster Linie wegen der Zigeunerromantik hier und beziehen ein betagtes Modell namens »la Solitaire«.

Bildergalerie: Mit dem Zigeunerwagen durch die Vogesen

Die Roulotte ist mit Kühlschrank, Spüle, zweiflammigem Gaskocher und Doppelstockbett eingerichtet. Dazu gibt es zwei schmale Schränke (für Geschirr und Kleider) sowie geräumige Fächer unter der Sitzbank, die zusammen mit dem Tisch nachts zum Schlaflager umgebaut wird. Extrem zweckmäßig und für vier Leute vollkommen ausreichend.

Schlafen mit Schlagseite

Nach ein paar Tagen gehört das Pferd quasi zur Familie und wird entsprechend verwöhnt. | Foto: Susanne Kern

Wundersamerweise hat der Wagen von der ersten Nacht an die Tendenz, leicht geneigt zu stehen – was sich mit den Stockbetten gar nicht verträgt. Wahrscheinlich liegt das an unserer unbeholfenen Art, den Wagen einzuparken. Mit dem Auto ist’s leichter. Jedenfalls ist die Neigung stets unvermeidlich. Das führt dazu, dass unsere Tochter mehrfach aus dem Bett fällt und schließlich in ihren Schlafsack gerollt auf dem Boden weiterschläft. Egal, da hat sie sowieso mehr Platz, denn das Bett ist ungefähr 50 Zentimeter schmal. Es zeigt sich, dass die Mitnahme diverser Spanngurte in vielen Längen hilfreich ist. Wir spannen damit letztlich eine Art Gitter vor die Stockbetten. Trotzdem lässt sich Josefine nicht mehr überzeugen und schläft lieber im Ehebett. Papa Lutz darf es sich also auf den 50 Zentimetern gemütlich machen. Der Romantikfaktor fällt also beim Schlafen schon mal raus, pardon: weg.

Apropos Schlafen: Die Roulottes sind mit Bettzeug im französischen Sinne ausgestattet, also Tüchern und Plüschdecken. Wir deponieren bis auf die Bettlaken alles im Auto, das auf der Station bleibt, und nehmen unsere Schlafsäcke mit – da kennt man wenigstens jede Milbe mit Vornamen. Auch in Sachen Kaffee und Campingküche vertrauen wir lieber auf unsere Espressomaschine und tauschen zur Entlastung des Pferdes viel vom Porzellan- und Glasgeschirr im Wagen durch unser leichtes Campinggeschirr aus.

Nachdem der Wagen eingerichtet ist, lernen wir die Familie kennen, die mit uns gemeinsam die gleiche Route antreten wird. Es gibt drei verschiedene Touren in der Haute-Saône, die mit den Roulottes befahren werden. Da die Pferde gerne in Gesellschaft laufen – und wir, wie sich herausstellen wird, auch – werden häufig zwei, drei Wagen auf die gleiche Route geschickt. Wir haben enormes Glück und dürfen zusammen mit einer unglaublich netten Berliner Patchworkfamilie mit 10 und 13 Jahre alten Töchtern samt ihrem hyperaktiven Hund Nico fahren.

Aber noch immer haben wir unser Pferd nicht gesehen. Wir bekommen zunächst die Instruktion zum Anschirren: Als Demonstrationsobjekt dient ein ausgesprochen lethargisches Pferd namens Didja. Ich hoffe sehr, dass wir für unsere Tour ein ähnlich ruhiges Modell erwischen. Das erste Kennenlernen findet am nächsten Morge-n statt, und es stellt sich heraus, dass unsere Rouchka erst zarte vier Jahre alt ist, aber schon 900 Kilo auf die Waage bringt – alles Muskeln, versteht sich. Dafür fehlt es unserem Pferd an Nervenkostüm, aber das merken wir erst später. Einstweilen werde ich instruiert, wie man die vom Zuggeschirr aufgescheuerten Wunden des Pferdes zu pflegen hat, und bekomme zweierlei Cremes dafür. Unsere Mitstreiter aus Berlin erhalten für ihr Pferd ein Pulver namens Clenbuterol, weil es hustet. War das nicht das Präparat, das weiland Katrin Krabbe vor ihrer Dopingsperre genommen hat? Die weitere Belehrung ist kurz: Schlaglöcher möglichst umfahren, weil dem Pferd sonst die Deichsel in die Seite schlägt, außerdem in Kurven aufpassen, damit man mit dem Wagen nicht an Mauern hängen bleibt.

Und »Au revoir«.

Es ist ein tolles Gefühl, so durch die Landschaft zu gondeln. Das Tempo ist sehr moderat, man kann flotten Schrittes gut neben dem Wagen hergehen. Die hügeligen Ausläufer der Vogesen, durch die unsere Tour führt, sind Ende August satt grün und voller dichter Wälder, Blumenwiesen, Maisfelder, Kuh- und Schafweiden. Eine Landschaft, die seit Jahrhunderten von der Landwirtschaft geprägt wurde. Allerdings jetzt auch von Landflucht, denn immer weniger Menschen wollen hier wirklich Bauern sein. In vielen Dörfern, durch die wir kommen, stehen nur noch wenige bewirtschaftete Höfe und dazwischen etliche, entweder verfallene oder (bevorzugt von Holländern) liebevoll zu Ferienhäusern umgebaute »fermes anciennes«. Die Auswirkungen dieser Landflucht sind auch für uns spürbar. Es gibt unterwegs nur sehr wenige Möglichkeiten, die Essensvorräte aufzufüllen. Manchmal kommt morgens auf den Übernachtungsstationen ein Renault-Kastenwagen mit ein paar Baguettes und Konservendosen vorbei, aber das war es auch schon.

Training für die Stimmbänder

Wer seine Roulotte liebt, der schiebt auch mal... | Foto: Susanne Kern

Die Tour ist so geplant, dass man auf den Etappen jeweils um die Mittagszeit einen Picknickplatz erreicht, auf dem Mensch und Tier ausgiebig rasten können. Mindestens eineinhalb Stunden braucht das Pferd zur Siesta, die Anstrengung ist ihm anzusehen. Auch zwischendurch halten wir immer wieder an und tränken unsere Pferde aus dem 20-Liter-Kanister, den man morgens immer frisch gefüllt in den Wagen stellt. Wir merken bald, dass an warmen Tagen diese 20 Liter nicht reichen und füllen zusätzlich noch rund zehn Wasserflaschen.

Das Clenbuterol-Doping des »Berliner« Pferdes macht sich bezahlt: Isa läuft jeden Berg langsam, aber beständig hoch, ohne zu mucken oder anzuhalten. Unser Pferd dagegen ist für mehr Abwechslung im Tempo. Rouchka ist ein Sprinter-Typ. Morgens rennt sie aus der Übernachtungsstation als wäre der Leibhaftige hinter ihr her, galoppiert sogar manchmal, obwohl sie das nicht soll (aber wir können sie nicht bremsen) – und dann lässt die Power rapide nach. Selbst wenn alle außer dem Kutscher abgestiegen sind, will sie nicht so recht. Wir schieben mit, wir schwitzen, wir bitten, wir betteln, wir befehlen. Es gibt Tage, an denen ich gefühlte 3000 Mal »Allez, Rouchka!« brülle. Variationen sind »Tirez!« oder »Travaille!«, damit es nicht so langweilig wird. Aber oft bleibt sie einfach unverrückbar stehen, um zu verschnaufen. Das ist in Ordnung, allerdings fällt es dann umso schwerer, den Wagen am Berg wieder in Bewegung zu setzen. Bergab dagegen hat sie es so eilig, dass man sie kaum daran hindern kann, den als natürliche Barriere vor uns kutschierenden Berlinern von hinten in die Roulotte zu rennen. In mir nagt langsam der Zweifel: Was, wenn Lutz doch recht hat? Die Pferdewirtin in der Station hatte Rouchka liebevoll »Saucisse«, also Wurst, genannt. Was genau meinte sie damit?

Rouchka ist jung, vielleicht zu jung. Es ist ihre erste Saison. Sie reagiert stark auf ungewohnte, laute oder rutschige Untergründe. In Reiterkreisen nennt man solche Pferde »bodenscheu«. Das demonstriert sie uns am zweiten Tag eindrucksvoll, indem sie mit ein paar plötzlichen Sprüngen von der Bundesstraße in den Graben rennt, mit der Brust in einem Weidezaun hängen bleibt und den Wagen in eine maximale Schräglage versetzt. Warum sie das getan hat, weiß ich bis heute nicht. Wieder einmal danke ich dem Himmel für Christian, den Berliner, der seine Familie samt meinen Kindern schnell nach vorne wegschickt und dann bei uns helfend eingreift. Zusammen schaffen wir es, die zitternde Rouchka zu versorgen, zu beruhigen und dann mit ihrer Hilfe und einem Ruck den Wagen aus dem Graben zu ziehen. Gottlob ist dem Pferd nichts Schlimmes passiert. Im Wagen ist der gesamte Inhalt durcheinander gefallen, der Kühlschrank offen und die Milch tropft aus der Roulotte auf die Straße.

Übernachtungsplätze mit Familienanschluss

In der Folge ziehen es meine Kinder vor, nicht mehr auf dem Wagen mitzufahren. Stattdessen laufen sie mit Elisa und Lena, ihren neuen Freundinnen, vorneweg. Und wenn sie nicht mehr können, setzen sie sich auch auf den Fahrradständer des vorausfahrenden Berliner Gespanns und genießen die Landschaft. Bei uns geht das nicht, wir haben die Räder mit. Zum Glück. Im einzigen Dorf auf unserer Route, das einen richtigen Supermarkt hat, haben die Läden zu der Zeit geschlossen, als wir durchfahren. So kutschieren wir noch bis zum Picknickplatz am Berg, und ich fahre zusammen mit Sabrina (der Berliner Mutter) mit einem Erwachsenen- und einem Kinderfahrrad zurück ins Dorf. Hier macht sich auch die Mitnahme des großen Trekkingrucksacks bezahlt, in den sechs Flaschen Wasser, sechs Dosen Bier, zwei Flaschen Milch und eine Menge Lebensmittel passen, die ich dann auf dem Rad meines neunjährigen Sohnes zurück zum Picknickplatz transportiere. Als ich oben ankomme, bin ich nur wenige Meter vom beidseitigen Oberschenkelkrampf entfernt, aber egal: Wir haben wieder zu essen und zu trinken.

Frühstück und Mittagessen bestreiten wir aus Bordmitteln. Der Kühlschrank funktioniert prächtig, obwohl er nur nachts angeschlossen wird. Abends werden wir von den Bauern bekocht, auf deren Höfen wir übernachten. Das ist optional dazu zu buchen und stellt sich als das absolute Highlight der Tour heraus: Unter vier Gängen kommen wir nicht weg, dazu gibt es oft selbst gemachten Apfelsaft, Cidre, aber auch Rotwein und Kaffee ... Die meisten Bauern sind Selbstversorger, sie servieren Obst und Gemüse aus eigenem Anbau und Käse aus der Region. Nie vergesse ich diese Apfeltarte und den Kirschmichel. Hier bekommt man, wenn man will, ein bisschen Familienanschluss, auch wenn alle Übernachtungsstationen eigene Speiseräume für die Gäste haben. Mit Henri und Noelle, die auch selbst geimkerten Honig verkaufen, essen wir sogar gemeinsam.
Alle Stationen haben entweder einen Sanitär-Container oder einen richtigen Sanitärbereich. Unterwegs steht zur Betreuung der Pferde – falls nötig – Jacky bereit, der Pferdepfleger. Bei uns wird dieser Service einmal gebraucht, als Rouchka ein loses Hufeisen hat. Jacky kommt mit seinem Hufschmiede-Werkzeug auf den Hof, auf dem wir übernachtet haben, und ersetzt zwei gebrochene Hufnägel. Großes Kino – vor allem für die Kinder.

Ein Urlaub für Zupacker

Die Zigeunerwagen gibt's auch in Leichtbauweise mit LKW-Planenbespannung. | Foto: Sabine Braun

Alle Befürchtungen, dieser Urlaub könnte langweilig und unsportiv werden, sind schon am ersten Tag verflogen. Wir laufen eine Menge und haben mit dem Pferd alle Hände voll zu tun. Ein 900-Kilo-Tier ist schließlich kein Spielzeug. Man schleppt schwere Wasser- und Futtereimer, putzt, wäscht und schirrt an. Das Kummet – ein lederner Halsring und quasi das Lenkrad fürs Pferd – wiegt so viel, dass sich das Hochheben als echte Männerarbeit erweist. Die Deichsel ist aus Eisen, und auch das Zuggeschirr ist schwer genug. Oft muss man den Wagen zurechtstellen (wenn das Pferd längst nebenan den 20-Liter-Kanister leersäuft), um möglichst eben zu stehen. Nach ein paar Tagen habe ich richtige »Pferdemädchenhände«. Auch das Kutschieren ist Arbeit. Mit der Fußbremse muss man den Wagen bergab daran hindern, dem Pferd in die Beine zu rollen. Das ist bei steilen Hängen – einmal geht es zwölf Prozent bergab – eine echte Herausforderung, auch für Erwachsene. Kinder haben auf dem Kutschbock ohnehin nichts zu suchen, höchstens als Beifahrer. Obwohl selbst unsere nervöse Rouchka 100 Prozent verkehrssicher ist und sich von vorbeidonnernden Lastwagen nicht beirren lässt, gibt es auch auf unserer Tour Situationen, in denen Autofahrer durch unüberlegtes Überholen für Angstschweiß sorgen.
Von Langeweile also keine Spur. Dabei hatte ich für lange, öde Tage vorgesorgt. Aber: Keines der mitgebrachten Bücher habe ich gelesen, kein Spiel wurde gespielt, kein Kreuzworträtsel gelöst. Ich fühle mich täglich richtig gut bewegt, tanke jede Menge Frischluft, habe einen Mörderappetit und schlafe abends oft noch vor den Kindern ein. Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke sind zwar da, aber tagsüber schaffen wir es nicht, anzuhalten, und abends fehlt uns der Antrieb. So beschränkt sich unser Sightseeing auf das, was wir vom Kutschbock aus sehen, und einen Spaziergang durch das jeweilige Übernachtungsdorf am Abend. Uns ist das genug. Die Schlösser, Burgen und Klöster der Region sehen wir nur von außen.

Das eigentliche Ziel dieser Reise, den Alltag daheim mal komplett auszublenden, erreichen wir so schnell wie selten zuvor. Der Tagesablauf wird bestimmt von der Etappe und deren Gegebenheiten, von den Bedürfnissen des Pferdes und nichts sonst. Und wenn man, so wie wir, Glück mit seinen Tourgenossen hat, ist es einfach richtig nett. (Will man da sichergehen, sollte man vielleicht gleich mit einer befreundeten Familie fahren). Keine Termine, keine Hektik, wenig Lärm, wenig los. Nicht nur für die Kinder ist es faszinierend zu lernen, wie man früher reiste: in einem eigentlich menschengerechteren Tempo. Die hügelige Haute-Saône mit ihren vielen Teichen, Flüssen und ausgedehnten Wäldern (45 Prozent der Fläche sind bewaldet) bietet viel Abwechslung und das gemütliche Schaukeln der Roulotte hat etwas sehr Meditatives. Als wir nach der Woche Pferd und Wagen wieder abgegeben haben und mit dem Auto die ersten Kilometer in Bundesstraßentempo in Richtung Heimat fahren, kommt vom Rücksitz ein erboster Aufschrei: »Mensch Papa! Fahr doch nicht so schnell!«

 

4-Seasons Info

1 PS-Touren in ganz Europa

Die Vogesen mit ihrer geringen Bevölkerungsdichte sind prädestiniert für tagelange Zigeunerwagenfahrten. Aber auch andernorts wird diese ungewöhnliche Urlaubsform angeboten.

Seit Mitte der 90-er Jahre bietet der Tourismusverband Fontenois-la-Ville die Pferdewagentouren an. Initiiert vom damaligen Bürgermeister Noel Daubié, ist die Unternehmung auch heute noch in öffentlicher Hand. Die meisten Gäste sind Deutsche und Schweizer. In Deutschland ist der Trip buchbar über den Familienkatalog von ZeitReisen bzw. direkt bei ReNatour. In der Hochsaison liegt der Preis für die Woche im Holzwagen z. Zt. in Fontenois-la-Ville bei 850 Euro inklusive Wagen, allen Übernachtungen für Mensch und Tier, Pferd, Pferdefutter, Betreuung etc. Nicht dabei sind die Abendessen bei den Übernachtungsstationen, die mit 14 Euro für Erwachsene und 7 Euro für Kinder zu Buche schlagen (pauschal, inklusive aller Getränke).
Zigeunerwagenferien werden aber nicht nur in Frankreich, sondern von anderen Veranstaltern auch in Irland, Deutschland, Ungarn, Tschechien und Schweden angeboten.
Sollten Sie keinerlei Kenntnisse im Umgang mit Pferden haben, sprechen Sie vorher mit dem Veranstalter und bitten Sie um ein besonders erfahrenes Pferd. Die Pferde sind absolut verkehrssicher und an die Strecken gewöhnt. Wenn man den Berichten glauben kann, haben rund 80 Prozent der Gäste keinerlei Erfahrung im Umgang mit Pferden. Ganz sicher aber haben 100 Prozent der Pferde eine Menge Erfahrung im Umgang mit Menschen!

Weitere Infos unter www.zigeunerwagen.com, www.renatour.de und http://zeitreisen.zeit.de.