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Engagiert - Schotter bei die Fische

Kiesaufschüttungen sollen helfen, den Sand wegzuspülen. | Foto: Frank Schlichting
Semih Serbes kennt nicht nur den Jungfernstieg, sondern auch die wilden Seiten der Alster. Deshalb engagiert sich der Hamburger Globetrotter-Mitarbeiter für die Renaturierung seines Lieblingsflusses.

Wer in Poppenbüttel aufwächst, seit seinem zwölften Lebensjahr im Anglerverein Alster (AVA) ist und gerne vor der Haustür paddelt – der hat gewiss ein besonders inniges Verhältnis zu seinem Heimatfluss. So wie Semih Serbes. Der Online-Produktmanager bei Globetrotter beteiligt sich seit Jahren an der Aktion »Lebendige Alster«, einem Projekt, hinter dem unter anderen der Naturschutzbund (NABU) Hamburg und der AVA stehen.

Semih Serbes engagiert sich. | Foto: Michael Neumann
Eisvogel und Fischotter

Der Elbe-Zufluss, jedem Hamburg--Touristen als Binnen- und Außenalster -bekannt, entspringt 56 Kilometer weiter nördlich und hat viele Gesichter. »Kaum jemand weiß, dass wir hier Tiere wie den Eisvogel oder den Fischotter haben«, schwärmt Semih vom Oberlauf der Alster. Doch insbesondere im Hamburger Stadtgebiet haben zahlreiche Baumaßnahmen wie Schleusen und begradigte Ufer dem Fluss zugesetzt. »Unser größter Feind ist der Sand, der von versiegelten Flächen oder durch die Winterstreuung in den Fluss gelangt«, erklärt -Semih. »Dort bedeckt der Sand dann wie ein Leichentuch lockere Kiesbänke, die -Fische zum Ablaichen benötigen.«

Der 48-Jährige kann nicht nur schnacken, sondern auch zupacken. Und so beschleunigt Semih mit den Mitstreitern vom NABU durch Kiesaufschüttungen die Strömung, damit der Sand weggespült wird. »An anderen Stellen haben wir Baumstämme versenkt, weil das Totholz und seine Umspülungen einen Lebensraum für Tiere schaffen.« Semih ist sich bewusst, dass so eine Renaturierung von Paddlern oder von Anwohnern auch skeptisch gesehen wird – schließlich vereint er all diese Interessen in seiner Person; doch am stärksten schlägt in seiner Brust das Herz des -Umweltschützers.

Semih ist nun Elektrofischer

Aktuell gilt Semihs Augenmerk besonders der Meerforelle. Dieser Fisch schwimmt wie der Lachs zum Laichen in Flüsse. Einzelnen Exemplaren gelingt es schon, die Alster-Schleusen zu überwinden. Eine -Aufzucht soll nun die Rückkehr beschleunigen. »Dazu müssen wir zunächst die laichbe-reiten Fische mit einer Elektroangel ab-fischen«, erklärt Semih. »Dann wird bei den Weibchen der Rogen und bei den Männchen die Milch abgestrichen und ganz un-romantisch zusammengerührt. In einer ehemaligen Fischzuchtanlage ziehen wir dann die Jungfische heran, um sie später in der Alster auszusetzen.« Semih hat dafür eigens den fürs Elektrofischen nötigen Schein gemacht. »So eine Elektroangel betäubt die Fische und verursacht keinerlei Dauerschäden«, beteuert Semih. Bei der Anschaffung des Equipments hilft Semihs Arbeitgeber (siehe unten).

Wie nützlich ihm seine Arbeit beim Hamburger Outdoor-Ausrüster beim Einsatz für die Alster ist, das hat Semih kürzlich auch bei einer Fischbergung an einer trockengefallenen Schleuse erfahren. »Erst sind wir ständig im Matsch versunken und kamen gar nicht zu den Fischen hin«, erzählt -Semih. »Also hab ich Schneeschuhe geholt – mit denen ging’s dann.«

 

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Globetrotter engagiert sich

Nicht nur Semih Serbes, zahlreiche Mitarbeiter von Globetrotter Ausrüstung engagieren sich bereits aus eigenem Tatendrang und Liebe zur Natur für soziale Belange und den Umweltschutz. Dieses Engagement sieht Globetrotter als wertvollen Beitrag, sowohl für die Gemeinschaft als auch für die eigene Unternehmenskultur. Deshalb unterstützt Globetrotter seine Mitarbeiter bei der Umsetzung ihres Engagements. Für diesen Zweck steht ein Budget zur Verfügung, das an lokale Aktionen oder besondere Reisen von Mitarbeitern vergeben wird, bei denen das soziale oder ökologische Engagement im Vordergrund steht. 

Mehr Infos dazu gibt es unter: www.globetrotter.de/wir/verantwortung/mitarbeiter/.

 

 
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