präsentiert von:

Die Gärtnerin des VisionsWalds

Brigitte pflanzte nicht nur den VisionsWald, sondern züchtete auch Ingwer. | Foto: Fabian Nendza
Vor zweieinhalb Jahren wechselte Brigitte Püttmann ihren Arbeitsplatz von Globetrotter in Hamburg nach Costa Rica. Nicht zum Urlaubmachen, sondern um den VisionsWald mitzupflanzen. Nun ist sie zurück in Deutschland und berichtet von ihrem Farmleben.

Brigitte, mit 63 legt manch einer die Beine hoch. Du bist für Globetrotter nach Costa Rica gegangen. Wie kam’s?

Eigentlich wollte ich im März 2011 nur ­Urlaub in Costa Rica machen. Ich bin kein Strandmensch, also beschloss ich, mir den VisionsWald anzuschauen. Globetrotter ­gehörte zu diesem Zeitpunkt bereits ein Stück Land und setzte mich mit Leo ­Pröstler in Kontakt, der den VisionsWald mit seinem Projekt BaumInvest initiierte. Wir schauten uns die Gegend an, auch mein späteres Zuhause, die Finca Tierras Buenas. Das Projekt gefiel mir so gut, dass ich bleiben wollte.

Was ist die Idee hinter dem VisionsWald?

So sieht die Baumschule heute aus. | Foto: Brigitte Püttmann

Globetrotter reduziert mit diesem ­Projekt seinen ökologischen Fußabdruck. Konkret ermöglicht der ­VisionsWald den klima­neutralen Versand. Außerdem entstehen vor Ort Arbeitsplätze, eine Landwirtschaft und dank ökologischer Aufforstung neue Mischwälder.

Warum brauchte Globetrotter eine Mitarbeiterin vor Ort?

Ich versorgte Globetrotter mit Berichten und startete die Baumschule. Erst damit wurde aus Globetrotters Fleckchen Land ein Wald. Anfangs sammelte ich überall Samen, die ich dann pflegte und züchtete. Gegenüber der Baumschule liegt der VisionsWald, wo wir die zu Pflänzchen gewordenen Samen in den Boden setzten.

Ist das so einfach: eine Baumschule starten und seltene Pflänzchen züchten?

Ich lebte zuvor bereits 28 Jahre auf einer Finca in Venezuela mit meinem damaligen Mann und unseren Kindern. Wir mussten uns selbst versorgen. Ich war also mit der Pflanzenzucht und auch der lateinamerikanischen Mentalität vertraut. Im VisionsWald habe ich dann von Forst- und Landwirtschaftsingenieuren viel dazugelernt.

Wie sah die Arbeit in der Baumschule aus?

Ich bereitete Samen zum Keimen vor, füllte Beutel mit Erde, legte Beete an.
Sobald alles spross, transportierten wir ­die Bäumchen zu den Grundstücken und pflanzten sie dort ein. Eine große Herausforderung war auch die Aufzucht von bedrohten Arten wie Manú. Bisher habe ich 800 Exemplare gepflanzt. Kurz bevor ich abgefahren bin, begannen weitere 1000 Samen in der Baumschule zu sprießen.

Helfen bedrohte Arten besser beim Klimaschutz?

Sie helfen in erster Linie beim Erhalt der Artenvielfalt. Spätere Generation können in Tierras Buenas seltene Arten finden. Auch die Forschung interessiert sich dafür. Ich war schon stolz, als Professoren einer costa-ricanischen Universität begeistert waren, einen kleinen Ajillo in meinem Beet zu finden.

Waren weitere Globetrotter-Mitarbeiter im Team?

Farmleben: Oben links wohnte Brigitte. | Foto: Brigitte Püttmann

Nein, die anderen Helfer kamen aus ­Nicaragua. Ich war die Älteste der Truppe und die anderen wie meine Kinder. Die ­Köchin bekam ein Baby, und sie ernannte mich zur ­Adoptivoma. Im ersten Jahr unterrichtete ich die Kinder eines Arbeiters, die noch nie einen Bleistift in der Hand ­gehalten hatten. Nach acht Monaten konnten sie lesen und schreiben.

Gab’s keine Reibereien?

Ich habe sehr gute Freundschaften ­geschlossen. Die Probleme waren nicht zwischenmenschlicher Natur. So mussten wir die Pflanzen vor Schlingpflanzen und hungrigen Blattschneideameisen retten. Giftschlangen schlichen durch die Beete. Außerdem herrschte ein ständiger Mangel an Ersatzteilen für Maschinen, und der ­Regen machte auch nicht immer das, was wir uns wünschten. Letztes Jahr pflanzten wir zum Beispiel auch Ingwer im VisionsWald, doch leider fiel die Ernte ins Wasser. Dieses Jahr sind wir optimistisch, dass der Ingwersaft zu Weihnachten bereitsteht.  

Wer kümmert sich jetzt um die Baumschule?

Der Nicaraguaner Melvin, der seit 17 Jahren in Costa Rica lebt und viel Erfahrung aus einer Gärtnerei mitbringt. Ich bin mir ­sicher, er ­kann meine Arbeit gut weiter­führen. Bis heute haben wir es immerhin geschafft, 57 Hektar aufzuforsten.

Seit August bist du wieder in Deutschland. Was wird dir fehlen?

Die Natur und meine Freunde. Jetzt wohne ich in Berlin und bin überrascht, wie viele Parks und Seen es hier gibt. Es wachsen zwar keine Yuccas und Tequisques, dafür viele Obstbäume. Auch schön.

 
weiterführende Artikel: 
27.06.2013ArtikelAktuellNatur und UmweltVisionswald

VisionsWald: Der Wald hilft auch den Menschen

Der Globetrotter-Visionswald soll die Klimabilanz verbessern. Doch bei seinem Besuch in Costa Rica stellte der Nachhaltigkeitsbeauftragte Fabian Nendza fest: Von dem Projekt profitiert nicht nur die Umwelt. zum Artikel
15.02.2012ArtikelNatur und UmweltVisionswald

VisionsWald: Die Bäume für die Vision

Mit dem VisionsWald kompensiert Globetrotter Ausrüstung die Treibhausgas-emissionen seines Versandhandels. Dazu wird Regenwald in Costa Rica aufgeforstet: 20.000 Bäume auf 20 Hektar. zum Artikel

Kommentare

Test

Antwort auf Test

zweiter Kommentar

good gain access to Slack on the go Slack's help facility clarifies http://slackdownloadapp.com requests or suggestions, you could wish to know regarding nice.

good videos editing and enhancing tools come https://vivavideodownload.co Unlike, other Windows Apps, this is much less nice.

We could now be using this website for to hack snapchat online at http://howtosnaphack.com when you want to hack the account of someones.

Thank you for bringing more information to this topic for me. I’m truly grateful and really impressed. Absolutely this article is incredible.
http://raapk.com/jio-4g-voice-app-apk-android/

still, we are struggling to get live music on android but here we come with itube android https://mysp.ac/3gqkV ,we must have latest apk file to install on Samsung mobiles here is updated 2017 apk https://mysp.ac/3gqkc