präsentiert von:

Das Zwiebelprinzip – Klimaanlage für Aktive

Foto: Lars Schneider
Wer draußen über Stock und Stein hüpft, im Kajak die Seenplatte McPomms durchmisst oder mit dem Fahrrad ganze Mittelgebirge durchquert, vergießt manchen Liter Schweiß. Damit man dies nicht nass und frierend tun muss, haben pfiffige Textilingenieure – oder waren’s doch die alten Ägypter? – das Zwiebelprinzip erfunden.

 

Antje David (25) ist gebürtige Hamburgerin, studiert Illustration im achten Semester und arbeitet seit drei Jahren in der Zwiebel- ... äääh Bekleidungsabteilung der Globetrotter-Filiale am Wiesendamm. Antje ist ein Jahr lang durch Australien getourt, kennt sich in Namibia aus und plant gerade die nächste lange Reise durch Südamerika. | Foto: Lars Schneider

Der Begriff »Zwiebelprinzip« ist den meisten eurer Kunden geläufig, doch was genau sich dahinter verbirgt, wissen die wenigsten. Wie erklärst du es ihnen?

Zwiebelprinzip bedeutet, dass man seine Bekleidung von der Unterwäsche bis zur äußersten Schicht als Gesamtsystem betrachtet, das je nach Witterungsbedingungen und Aktivität schnell angepasst werden kann, um dem Körper das bestmögliche Klima zu bieten. Um das zu gewährleisten, müssen alle Schichten möglichst feuchtigkeitsleitend bzw. wasserdampfdurchlässig sein. Nur dann kann auch die Außenschicht ihre volle Stärke ausspielen.

 

Das Prinzip ist also nicht so starr, dass als Außenschicht nur eine klassische Gore-Tex-Jacke funktioniert?

Das ist ja gerade das Tolle daran: Je nachdem, in welchen klimatischen Bedingungen man unterwegs ist, reicht eventuell auch eine »einfache« winddichte Jacke oder weniger. Und auf geänderte Bedingungen kann man mit dem Zwiebelprinzip sofort reagieren. Ein Riesenvorteil.

 

Aber ist es nicht immens wichtig, dass man alle »Häute« der Zwiebel aufeinander abstimmt?

Richtig. Dazu überlegt man sich, was genau man vorhat und wie anstrengend die Tour wohl wird. Oder konkreter: wie viel werde ich schwitzen und wie stark kann es regnen, so dass eine absolut wasserdichte Außenschicht nötig ist.

 

Was trage ich als unterste Schicht direkt auf der Haut?

Funktionsunterwäsche, die entweder aus Kunstfaser besteht oder aus Wolle, meist vom Merino-Schaf. Kunstfaser ist auf der einen Seite zwar wesentlich leichter als Wolle, fängt aber viel schneller an zu riechen, selbst wenn sie mit Silberionen behandelt wurde.

 

Silberionen tun was?

Sie sollen verhindern, dass Kunstfaserwäsche zu müffeln beginnt. Die eingewobenen Fäden aus dem Edelmetall Silber – die man weder sieht noch fühlt – verhindern die Vermehrung von geruchsbildenden Bakterien .

 

Ist Wolle nicht fürchterlich kratzig?

Normale Wolle unter Umständen schon, nicht aber Wolle vom Merino-Schaf, wie sie beispielsweise von Icebreaker verarbeitet wird. Diese ist doppelt so fein und daher sehr weich. Allerdings gibt es auch bei Merino-Wolle von Hersteller zu Hersteller Unterschiede, da es sehr darauf ankommt, unter welchen klimatischen Bedingungen die Schafe groß geworden sind.

 

Wieso das?

Wenn Schafe in einem sehr rauen Klima leben, dann prägt sich ihre Wolle dementsprechend aus, ganz natürlich, als Selbstschutz der Tiere. Die Schafe zum Beispiel, denen man für Icebreaker die Merinowolle vom Körper schert, leben in Neuseeland und dort sehr hoch in den Bergen, wo es oft kalt ist, regnet und stürmt.  

 

Und Wollwäsche riecht tatsächlich nicht? Bei Kunstfasern hat man ja manchmal das Gefühl, die schützt nach zwei Tagen sogar vor wilden Tieren.

Unterwäsche aus Wolle erobert derzeit den Outdoormarkt. | Foto: Lars Schneider

Bei Wolle dauert es generell schon sehr lange, bis sie anfängt zu riechen, das habe ich auf langen Reisen immer wieder erlebt. Vor allem kann man sie auch wieder leicht auffrischen, wenn sie über Nacht ausgelüftet wird, sei es im Zelt oder in der Hütte. Es gab sogar mal einen Dauertest von mehr als 40 Tagen, bei dem der Weltumsegler Sir Peter Blake sein Merino-Unterhemd nicht ausgezogen hat, ohne dass sich er und seine Mitmenschen daran gestört hätten.

 
 

Kannst du uns einen Tipp geben, wie dick man seine Unterwäsche wählen sollte? Viele Firmen haben ja unzählige Stärken im Sortiment.

Es ist wichtig, dass man überlegt, wie schweißtreibend die geplante Aktivität sein wird und wie die Temperaturen vor Ort sind, aber vor allem muss man sich selbst einschätzen können: wie schnell friert man, wie schnell wird einem zu warm.

 

Wie verhalten sich Wolle und Kunstfaser hinsichtlich des Schweißtransports?

Bei der Kunstfaser ist es so, dass Flüssigkeit nicht aufgenommen, sondern gleich an die darüber liegende Schicht weitergeleitet wird. Dadurch hat man auf der Haut immer ein schön trockenes Gefühl. Wolle hingegen nimmt Feuchtigkeit direkt in ihren Fasern auf, kann ein Vielfaches ihres Eigengewichts speichern, und gibt es nach und nach an die nächste Schicht ab. Wollwäsche bleibt dadurch zwar faktisch länger feucht, doch spürt man das kaum, weil sie die Fähigkeit hat, auch im feuchten Zustand zu wärmen. Egal für welches Material man sich entscheidet – bei wirklich anstrengenden Aktivitäten kann es passieren, dass man so sehr schwitzt, dass beide Materialien kapitulieren und Feuchtigkeit auf der Haut bleibt.

 

Wie verhält es sich eigentlich mit der Funktionsunterwäsche, die heutzutage oft von Discountern angeboten wird? Kann sie neben den altbewährten Herstellern mit ihrer großen Erfahrung bestehen?

Generell ist es durchaus möglich, dass auch diese Wäsche »funktioniert«, wobei man sich aber unbedingt das Material genauer ansehen sollte, aus denen die Wäsche gefertigt wurde. Selbst wenn dieses dem der Markenartikler entspricht, lässt oft die Verarbeitung zu wünschen übrig. Und eine dicke Naht an der falschen Stelle kann einem den ganzen Tag verleiden.

 

Man hört immer wieder, dass Baumwolle nicht funktioniert – im normalen Leben trägt sie sich doch recht angenehm?

Der Schweiß darf raus, Wind und Wetter nicht rein. | Bild: Craft

Reine Baumwolle stellt für das Zwiebelprinzip ein Problem dar, da ihre Faser aufquillt und Schweiß speichert, ohne ihn weiterzuleiten. Das bedeutet, dass man bei Anstrengung ein stets nasses Shirt auf der Haut trägt und bei niedrigen Temperaturen spätestens in der nächsten Pause anfängt auszukühlen.

 

Und als zweite Schicht über der Unterwäsche?

... folgt dann entweder ein dünnes Fleeceshirt, ein PowerStretch-Pulli oder ein weiteres, etwas dickeres Shirt ebenfalls aus Merinowolle.

 

Was ist der Unterschied zwischen Fleece und PowerStretch? Ist Letzteres nicht einfach nur dehnbarer?

Genau. Doch damit nicht genug. Durch die Verwendung elastischer Fäden liegt der fleeceartige PowerStretch besonders nah am Körper an – ohne einzuengen – so dass auftretender Schweiß auf der Innenseite weiträumiger verteilt wird, was dessen Ableitung an die Außenschicht beschleunigt.

 

Gilt das Zwiebelprinzip auch für die unteren Extremitäten?

Klar, auch unterhalb der Gürtellinie kann es beinahe analog angewendet werden. Allerdings sollte man bedenken, dass man »untenrum« nicht so viel schwitzt. Daher ist in manchen Fällen sogar eine grobe Baumwollhose als Außenschicht legitim.

 

Und auf einer Wintertour sehen meine Beinkleider wie folgt aus?

Lange Unterhose aus Funktionswäsche, darüber PowerStretch-Tights und darüber dann eine dritte Lage, die variieren kann.

 

Die dritte Lage ist dann jene, die Wind und Wetter trotzt?

So ist es. Hier unterscheidet man grob zwischen wasserdicht, winddicht oder windabweisend – wobei selbst windabweisende Stoffe dem Regen noch Paroli bieten können – zumindest für einige Zeit. Solche »Soft Shells« sind in manchen Regionen eine echte Alternative zur herkömmlichen Regenjacke, da ihre Atmungsaktivität ungleich besser ist.

 

Atmungsaktivität und Wasserdichtigkeit gehen also nicht Hand in Hand?

Es gilt die Faustregel: je wasserdichter, desto weniger wasserdampfdurchlässig. Bei sehr schweißtreibenden Aktivitäten würde ich also nichts dichtes, möglichst nicht einmal winddichtes, sondern eher eine wind- und wasserabweisende Soft Shell-Jacke oder -Hose tragen. Je luftiger, desto besser.

 

Aber wenn ich für eine Woche in nördlichen Breiten auf Trekkingtour gehe, führt doch an einer wasserdichten Jacke kein Weg vorbei?

Je nach Regenwahrscheinlichkeit und Temperaturen reicht unter Umständen auch eine dünne, leichte Regenjacke, mit der man kurze Schauer trocken übersteht.

 

Eine »leichte Regenjacke« wäre dann eine zweilagige Jacke?

Nicht unbedingt, denn es gibt auch Dreilagen-Jacken – die sich übrigens wie eine Lage anfühlen – aus Gore-Tex Pro Shell, Event und Dermizax, die extrem leicht sind. Wer einen Rucksack trägt, sollte immer darauf achten, dass die Jacke möglichst an den Schultern und am Rücken verstärkt ist.

 

Das heißt, wenn die Regenwahrscheinlichkeit gering ist, bin ich am besten mit einer Soft Shell-Jacke bedient, die windabweisend ist und mich auch in leichtem Nieselregen noch gut schützt; und für Regengüsse habe ich dann eine Not-Regenjacke dabei?

Zwei Membrantypen, ein Gedanke: raus mit dem Schweiß. Egal ob dreilagiges Pro Shell oder zweilagiges Paclite – beide Gore-Tex-Typen verfügen über eine 1a-Wasserdampfdurchlässigkeit. | Bild: W. L. Gore
Für längere Touren würde ich eine solche Kombination empfehlen. Wer nur eine Tagestour in gemäßigten Gefilden macht, der braucht normalerweise nicht einmal eine Regenjacke mitzunehmen, da Soft Shells das Gröbste abhalten und man sich ja abends in die heiße Badewanne legen kann. Natürlich sind auch wasserdichte Regenjacken wasserdampfdurchlässig, aber in dieser Hinsicht oftmals nicht so effektiv wie Soft Shell.

 

 

 

Viele Outdoorer tragen über ihrer Unterwäsche noch ein Trekkinghemd. Zählt das auch als eigene Schicht?

Das ist schon eine Schicht und man kann aus den klassischen drei Lagen der Zwiebel auch vier machen. So ein Hemd wärmt allerdings nicht besonders, wird aber gern aus optischen Gründen getragen.

 

Kann ich die mittlere Schicht nicht einfach weglassen, um Gewicht oder Geld zu sparen oder funktioniert dann das Prinzip nicht mehr richtig?

Funktion ist immer gewährleistet, solange man auf gute Wasserdampfdurchlässigkeit der einzelnen Schichten achtet. Und natürlich kann ich auch einfach eine Softshell-Jacke über meine Unterwäsche ziehen, wenn Zeitraum und Bedingungen der geplanten Aktivität überschaubar sind. Was dann jedoch flöten geht, ist die Variabilität. Zwei dünne hautnahe Schichten sind halt immer besser als eine dicke.

 

Zurück zur Wasserdampfdurchlässigkeit aka Atmungsaktivität. Welche Faktoren müssen gegeben sein, damit mein Schweiß nach außen abtransportiert wird?  

Wichtig ist in erster Linie ein Temperaturgefälle – die Weiterleitung von Feuchtigkeit funktioniert nur dann richtig gut, wenn die Außentemperatur unterhalb der Temperatur innerhalb meiner Jacke liegt. Je niedriger desto besser. Je körperbetonter dann noch die einzelnen Schichten geschnitten sind, desto besser funktioniert das Zwiebelprinzip.

 

Unter dem Oberbegriff »Soft Shell« werden ja unzählige Jacken verkauft. Woher weiß ich, welche die richtige für mich ist?

Das hängt natürlich sehr von der Art der Unternehmung ab. Generell kann man zu Soft Shells sagen, dass sie, quasi als Weiterentwicklung der Fleece-Jacke, wind- und wasserabweisend sind und sehr viel atmungsaktiver als klassische Regenjacken. Es gibt sie allerdings auch schon mit wind- und wasserdichten Membranen.

 

Wärmen Soft Shells gut?

Sie wärmen hauptsächlich dadurch, dass sie Wind und Wasser abhalten.

 

Aber sie haben keine Isolation wie Fleece- oder Daunenjacken?

Mit Hilfe von Kühlkammer, Windmaschine und Wärmebildkamera kann man in den Filialen Hamburg und Köln etwaigen »Ausrüstungslecks« auf die Schliche kommen. | Foto: Lars Schneider

Nein, das nicht. Wobei es auch Soft Shell-Jacken mit einem Innenfutter aus Fleece gibt. Mitunter sind heute die Übergänge von Fleece zu Soft Shell zu Regenjacke sehr fließend. Es gibt sogar Soft- Shells, die enorm wasserdicht sind und ein fleeceartiges Innenfutter haben. Darunter könnte man theoretisch auch nackig ins Gelände, wäre dann aber nicht mehr wirklich variabel ;-)

 

Soft Shell hin, Soft Shell her, ich will im Mai nach Island, und dafür brauche ich eine richtige Regenjacke. Gibt es da bei der Materialwahl auch große Unterschiede?

Klar. Es gibt Regenjacken mit einer wasserdichten Beschichtung und solche mit einer Membran. Unterschiede gibt es auch bei der Wassersäule. Je höher diese – in Millimetern gemessene – Wassersäule ist, desto mehr Wasserdruck hält die Jacke aus. Auch die Atmungsaktivität variiert von Material zu Material.

 

Und die Pro und Contras von Beschichtung und Membran?

Die Beschichtung kann sich im Laufe der Zeit abtragen, was die Wassersäule herabsetzt. Wenn man also oft mit einem schweren Rucksack unterwegs ist, sollte man eher auf eine Jacke mit Membran zurückgreifen, die im besten Fall zusätzlich noch Verstärkungen an den Schultern und am Rücken hat.

 

Angenommen, ich statte mich zu eurer Freude komplett neu aus. Ist es sinnvoll, alle Teile von einem Hersteller zu kaufen, dessen Produkte in Sachen Schnitt und Funktion aufeinander abgestimmt sind?

Man kann kreuz und quer kombinieren, ganz nach Geschmack. Es kann aber auch passieren, dass einem die Schnitte und Materialien einer Firma besonders gut gefallen, dann sollte man natürlich auf dieses Pferd setzen.

 

Gibt es zusätzlich zu den beschriebenen Vorteilen noch weitere Gründe für eine Anwendung des Zwiebelprinzips?

Ja, klar. So können im Winter mehrere Schichten die klassischen Kältebrücken verhindern, wie sie zum Beispiel gern am Reißverschluss auftreten. Doppeljacken sollte man aus diesem Grund auch immer einzeln tragen, und nicht ineinander gezippt.  

 
Wenn's kalt wird, zieht man zwischen Unterwäsche und Außenhülle eine Lage mehr an. | Foto: Lars Schneider

Kann ich das Zwiebelprinzip auch an Kopf und Händen nutzen?

Kein Problem. Für den Kopf gibt es dünne Windstopper-Hauben, die aussehen wie Badekappen. Über sie könnte man eine Woll- oder Fleecemütze ziehen und darüber noch eine Kapuze. An den Händen kann ich erst einen dünnen PowerStretch-Handschuh tragen und darüber wasserdichte Handschuhe oder Fäustlinge. Und auch in Trekking- oder Winterstiefeln kann es sinnvoll sein (im Einzelfall aber auch zu Blasen führen), zwei Socken übereinander zu tragen, beispielsweise eine dünne aus Kunstfaser unter eine gröbere aus Wolle.

 

Welchen Teil meines Körpers sollte ich an einem kalten Tag besonders schützen?

Das ist zwar Outdoor-Grundschule, aber noch immer nicht jedem klar: den Kopf natürlich. Denn wenn der nicht warm ist, bringt auch die dickste Daunenjacke nichts. Wenn man sich eine Kapuzenjacke kauft, würde ich daher größten Wert darauf legen, dass die Kapuze sitzt bzw. sich gut justieren lässt.

 

Gibt es Ausnahmen oder kann ich das Zwiebelprinzip rund um den Globus anwenden?

Abgesehen von Regionen, in denen es zu heiß ist, um mehr als eine Schicht zu tragen, funktioniert das Prinzip überall. Man sollte selbst am Nordpol noch darauf zurückgreifen und sich nicht auf einen einzigen richtig dicken Anorak verlassen. Die Luft zwischen einzelnen Schichten isoliert nämlich oft besser.

 

Gibt es eine Faustregel, die verhindert, dass man nicht zu warm bekleidet losläuft?

Das kommt in den besten Sommern vor: Wintereinbruch über Nacht. Wohl dem, der dann die Isolationsschicht des Zwiebelprinzips aufstocken kann. | Foto: Lars Schneider

Die gibt es leider nicht – jeder Mensch friert bei unterschiedlichen Temperaturen. Auch die gern gestellte Frage »Bis wie viel Grad hält diese Jacke warm?« kann man so nicht beantworten. Generell ist es auf alle Fälle besser, leicht fröstelnd loszulaufen und nach zehn Minuten auf Betriebstemperatur zu kommen, als schon mit dem Gefühl, gut eingepackt zu sein, das Haus zu verlassen.

 

Muss es eigentlich immer das beste Material sein, damit meine Zwiebel funktioniert?

Vergleiche das mit einer Kette: Sie ist gerade so stark wie ihr schwächstes Glied. Wenn man unbedingt sein Lieblings-Baumwollshirt spazieren tragen will, funktioniert das Prinzip nicht mehr. Und wenn ich dann nass werde, setze ich mich besonders bei kaltem Wetter einem höheren Verletzungs- und Erkältungsrisiko aus.

 

Wie sieht nun zusammenfassend dein »Best of Zwiebel« aus?

Das beginnt bei der Unterwäsche mit einem kurzen und einem langen Set aus Merinowolle oder Kunstfaser und als Zweites darüber dann eine weitere Schicht Merinowolle oder PowerStretch. Von Letzterem bin ich besonders überzeugt, weil es leicht ist, gut wärmt, sehr bequem ist und Feuchtigkeit enorm gut weiterleitet. Darüber dann eine Soft Shell-Jacke und eine Soft Shell-Hose plus eine leichte wasserdichte Regenjacke und -hose aus Gore-Tex Paclite & Co. Dazu noch Handschuhe und Mütze, am besten aus PowerStretch und darüber eventuell eine wasserdichte Schicht. Und für die ganz extremen Outdoor-Unternehmungen wie die große Islanddurchquerung oder die Weltumradlung nehme ich dann als Außenschicht statt der Paclite-Variante eine Hosen-Jacken-Kombi aus dreilagigem Membranmaterial. Soll ich‘s für dich einpacken lassen? 
 

 
weiterführende Artikel: 
16.02.2008ArtikelBeratung und Service

Richtig anziehen nach dem Zwiebelprinzip

Wer draußen über Stock und Stein hüpft, im Kajak die Seenplatte McPomms durchmisst oder mit dem Fahrrad ganze Mittelgebirge durchquert, vergießt manchen Liter Schweiß. zum Artikel