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City Guide: Mit dem Local in München

Zur Navigation die Karte vergrößern und über die Zahlen fahren. | Illustration: Martin Haake
Die Isarmetropole gilt als Stadt mit dem höchsten Freizeitwert der Republik. Aber wo genau anfangen? Unsere Expertin weiß Rat.
 

Interaktive Karte jetzt öffnen und digital durch München flanieren.

Claudia Dreibrodt (29) ist Eventmanagerin bei  Globe­trotte­r München und gehörte im Januar 2011 zu den ersten Mitarbeitern der neuen Filiale. Ihr letzter Trip führte die Diplom-Betriebswirtin nach Nepal zum Trekking.
Claudia Dreibrodt (29) ist Eventmanagerin bei Globe­trotte­r München und gehörte im Januar 2011 zu den ersten Mitarbeitern der neuen Filiale. Ihr letzter Trip führte die Diplom-Betriebswirtin nach Nepal zum Trekking.
  1. Das Getümmel auf dem Marienplatz schaut man sich besser aus 56 Meter Höhe vom Alten Peter an. Weil der Turm der stadt­ältesten Kirche wenig Platz bietet, lohnt sich der 306-stufige Aufstieg frühmorgens, wenn die Stadt in goldenem Licht erstrahlt (Rindermarkt 1, www.alterpeter.de).
  2. Wenig entfernt befindet sich der berühmte Viktualienmarkt. Hier gibt’s alles – von Gemüse und Obst bis zu frischen Trüffeln. Ein Tipp ist das Café Frischhut, Einheimischen unter dem Namen Schmalznudel bekannt – benannt nach der Spezialität des Hauses (Prälat-Zistl-Straße 8).
  3. Bayerische Kost bekommt man in München häufiger, aber die Spezlwirtschaft interpretiert das Ganze jünger und oft bis spät in die Nacht, denn hier ist der Hip-Hop-Club Crux angeschlossen (www.spezlwirtschaft.me, Ledererstraße 3).
  4. Lasst uns in den Sonnenuntergang reiten … äh, schauen. Die Hackerbrücke überspannt die Gleise zum Hauptbahnhof. In der ersten Etage des Stahlgebälks lässt man die Beine baumeln, trinkt sein mitgebrachtes Helles und schaut der Sonne zu, die hinter den Schienen versinkt.
  5. Ins Freibad im Winter? Das geht im Dantebad. Die zwei Becken sind auf 27 Grad bzw. über 30 Grad geheizt. Unter Flutlicht kann man bis 23 Uhr Bahnen ziehen (Postillonstraße 17, www.swm.de).
  6. Einst wurde im Hirschgarten den Adligen das Wild vor die Flinte getrieben – heute ist er Naherholungsziel für alle. Ein Wildgehege gibt es noch, und der Biergarten unter Kastanien ist mit 8000 Sitz­plätzen der größte Bayerns. Im Winter geht man ins dazugehörige Restaurant. Seit 2010 steht hier auch einer der besten Skateparks des Landes mit Cloverpool und Fullpipe (Hirschgarten 1, www.hirschgarten.de).
  7. Der Olympiapark ist Münchens Eventgelände Nummer eins. Stadion und Olympiahalle werden regelmäßig von großen Künstlern beschallt. Bei Schnee mutiert der Olympiaberg zum steilsten Rodelhang der Stadt. Die Sicht vom gut 190 Meter hohen Olympiaturm reicht bis zu den Alpen, und bei einer Tour über das Stadionzeltdach kommt Klettersteigfeeling auf (Spiridon-Louis-Ring 21, www.olympiapark.de).
  8. Am Milchhäusl holt man sich die Verpflegung (alles bio!) für einen Nachmittag auf den Wiesen im Englischen Garten (Königinstraße 6, www.milchhaeusl.de).
  9. Keine Stadtführung kommt ohne die Surfer der Eisbachwelle aus. Die Charaktere am Bach sind sehr unterhaltsam: ruppige Locals, selbstbewusste Profis, ehrfürchtige Neulinge oder unfassbar talentierte Jugendliche. Wenn ein Teil der Reisegruppe länger gucken will, kann man den Rest prima im nahe gelegenen Imbiss Fräulein Grüneis parken. Hier gibt es auch Toiletten!
  10. Das Deutsche Museum mit seiner technischen und naturwissenschaftlichen Ausstellung ist kein Geheimtipp, aber bestes Schlechtwetter­programm (Museumsinsel 1, www.deutsches-museum.de).
  11. Das Müller\’sche Volksbad war 1901 das teuerste Schwimmbad der Welt. In den Jugendstilhallen und den Schwitzbädern lässt es sich wunderbar entspannen (Rosenheimer Straße 1, www.swm.de).
  12. Ja, München hat auch Probleme. Büdchen oder Spätis wie im Rest der Republik findet man fast nicht. Der Reichenbachkiosk hat deshalb Kultstatus und eine Auswahl wie ein Getränkefachhandel. Hier kauft man sein Bier für den Abend an der Isar. Bitte beachten: Flaschen wieder mitnehmen, und Grillen ist erst südlich der Brudermühlbrücke erlaubt (Fraunhofer­straße 46, www.kiosk-muenchen.de).
  13. Direkt an der Isar liegt auch der Tierpark Hellabrunn, wo die Tiere schon seit 1928 nach Kontinenten sortiert untergebracht sind (Tierparkstraße 30, www.hellabrunn.de).
  14. Vorbei sind die Zeiten, als man Bastian Schweinsteiger in den Cafés am Gärtnerplatz traf. Die Cafés sind trotzdem noch schön, und am Abend sitzt man mit Bier und Decken rund um den Brunnen in der Mitte. Nachschub bekommt man in den Bars in den umliegenden Straßen.
  15. Es wird gestritten, ob es im Bergwolf die beste Currywurst der Stadt gibt – in jedem Fall ist sie die bekannteste. Super Gespräche führt man hier um drei Uhr früh bei einem Gedeck »Le Üwe«, bestehend aus Currywurst, Pommes Schranke, Bier und einem Schnaps (Fraunhoferstraße 17).
  16. Berühmt für seine Konditorei ist das Café Luitpold. Aushängeschild ist die Luitpoldtorte aus Marzipan und Weincreme, für die allein drei Mitarbeiter zuständig sind (Brienner Straße 11, www.cafe-luitpold.de).
  17. Einer der besten Spielplätze der Stadt ist der Wasserspielplatz im Westpark. Hier gibt es einen Bachlauf zum Aufstauen, Bambusbüsche zum Verstecken und Steinrutschen. Ein Kiosk sichert den Tagesproviant. Wechselsachen einpacken!
  18. München sieht sich als nördlichste Stadt Italiens und liebt die italienische Küche. Stellvertretend sei hier das Lago di Garda genannt. Die Trattoria liegt direkt hinter der Globetrotter-Filiale (Baader­straße 2, www.lago1972.de).
  19. Im Gasthaus Isarthor geht man vor 12 Uhr (!) zum Weißwurstfrühstück (Kanalstraße 2, www.gasthaus-isarthor.de).
  20. Auf dem Abenteuerspielplatz Maulwurfshausen können Kinder Hütten mieten, an ihnen bauen und Berufe ausprobieren. Eintritt ist frei (Albert-Schweitzer-­Straße 24, www.maulwurfshausen.de).
  21. Der Himmel der Bayern lässt sich nicht nur im Bierzelt, sondern auch von der Volkssternwarte aus studieren. Ob der Stern des Südens auch zu sehen ist, ist nicht bekannt. Die Abendführungen finden Mo–Fr um 20 Uhr statt (Rosenheimer Straß­e 145 h, www.sternwarte-muenchen.de).
  22. Das Schloss Nymphenburg ist ein Stadtschloss fast wie aus dem Märchen mit Wassergräben und einer weitläufigen Park­anlage. In kalten Wintern spielt man auf dem Nymphenburger Kanal Eisstockschießen.
 
Globetrotter Magazin Info

Bergaktivitäten in und um München

Mit Ski oder Kletterausrüstung in der Bahn zum Treffpunkt für den Tagestrip? Das gehört in der bayerischen Hauptstadt ganz normal zum Stadtbild.
 
Anreise
Wenn möglich, das Auto stehen lasse­­n. Viele Berge und Seen erreicht man einfach vom Hauptbahnhof (23). Richtung Mittenwald, Garmisch und Zugspitze nimmt man die Deutsche Bahn. Nach Lenggries, Tegernsee und Bayrischzell fährt die BOB und zum Starnberger See und Ammersee die S-Bahn. Im Winter gibt es Kombitickets mit Skipass.
 
Wandern
Einfache Tourenvorschläge hat das Rother Wanderbuch »Genusswandern mit der Münchner S-Bahn«, Globetrotter-Bestellnummer: 26.28.26, € 16,90. Die Tour 8 »Vom Starnberger See zum Ammersee« gibt es hier (DOWNLOAD STARTEN) als GPS-Download.
 
Klettern
Die neue DAV-Kletterhalle (24) liegt etwas außerhalb in Freimann – dafür ist es trotz der vielen Münchner Kletterer dort nicht zu voll (Werner-Heisenberg-Allee 5, www.kbfreimann.de). Ein Treffpunkt fürs Klettern in Absprunghöhe ist die Boulderwelt (25) am Ostbahnhof (Friedenstraße 22 a, www.boulderwelt-muenchen-ost.de).
 
Ausrüstung
In der Globetrotter-Filiale (26) befindet sich auch eine Servicestelle der DAV-Sektion München & Oberland. Hier können sogar Nichtmitglieder Berg- und Skitouren­ausrüstung leihen. Reservierung und Info: www.davplus.de
 

 

 

 
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