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City Guide: Mit dem Local in Hamburg

Zur Navigation die Karte vergrößern und über die Zahlen fahren. | Illustration: Martin Haake
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Paddeln, Rad fahren, am Elbstrand bouldern oder wattwandern! Die Hansestadt ist auch outdoortechnisch ’ne Perle, ganz klar.
 

Interaktive Karte jetzt öffnen und digital durch Hamburg paddeln, radeln oder schlendern.

Andreas Krüger (46) hat einst  Geografie studiert und ist jetzt Eventmanager in der Globetrotter- Filiale Hamburg. Zuletzt war der Paddler, Radfahrer und Fotogra­­f mit Freundin Johanna auf Fahrradwelt­reise.
Andreas Krüger (46) hat einst Geografie studiert und ist jetzt Eventmanager in der Globetrotter- Filiale Hamburg. Zuletzt war der Paddler, Radfahrer und Fotogra­­f mit Freundin Johanna auf Fahrradwelt­reise.
  1. Hamburg muss man vom Wasser entdecken. Die Speicherstadt ist kein Geheimtipp, aber wer paddeln kann, sollte mit dem Kanu eine Runde durch die Hafencity drehen und den Touristen am Ufer ein Schnippchen schlagen. Hier auf Tidegewässer ist es gut, die Gezeiten zu kennen (www.bsh.de/de/Meeresdaten/Vorhersagen/Gezeiten).
  2. Die Oberhafen-Kantine liegt um die Ecke, sie ist die letzte von einst über 20 Kaffeeklappen. Seit 1925 gibt es hier Kaffee, Bier oder Frikadellen. Die Schieflage hat das Klinkergebäude vom Hochwasser, das schon bis zur Theke reichte (Stockmeyerstraße 39, www.oberhafenkantine-hamburg.de).
  3. Auch im Hafen darf jeder paddeln, der die Schifffahrtsregeln beachtet (Berufsschifffahrt hat Vorfahrt etc.). Nichtpaddler buchen eine Hafenrundfahrt. Achtung, nur bei Flut fahren die Barkassen die volle Runde!
  4. Wo wir schon an der Elbe sind: Eine tolle Kajaktour führt mit dem Ebbstrom hinaus nach Hanskalbsand. Auf der unbewohnten Elbinsel legt man eine Mittags- oder Badepause ein und paddelt mit der Flut zurück.
  5. Für noch mehr Alltagsflucht paddelt man weiter bis Lühesand und übernachtet auf dem Campingplatz. Eine geniale Tour. Wer Glück hat, den begleitet ein Seehund.
  6. Paddeltechnisch einfacher geht es auf der Alster und den angrenzenden Kanälen zu. Im Mühlenkampkanal gibt’s sogar ein Paddle-In beim Cafe Canale (Poelchau-kamp 7, www.cafecanale.de). Von der Alster zur Elbe (und umgekehrt) gelangt man über Rathaus- und Schaartorschleuse (www.lsbg.hamburg.de/np-gewaesser/2283238/schleusen)
  7. Die Alsterperle ist ein ehemaliges Klohäuschen mit bestem Blick über die Alster. Es gibt kalte und warme Küche, Bier oder Kaffee, sieben Tage die Woche. Hier genießt man den Schatten unter den großen Bäumen oder füttert die Enten (Eduard-Rhein-Ufer 1, www.alsterperle.com).
  8. Im Sommer trifft sich halb Hamburg im Stadtpark zum Grillen. Auf dem Stadtparksee mit Natur- und Freibad findet im Frühjahr auch die GlobeBoot statt.
  9. In der Nordwandhalle therapiert die örtliche Kletterszene durch ausgiebiges Ziehen an Plastikgriffen ihre Felssehnsucht (Am Inselpark 20, www.nordwandhalle.de).
  10. Die Boulderszene trifft sich im Salon du Bloc zum Klettern auf Absprung-höhe und Abhängen auf dicken Matten (Eppendorfer Weg 4, www.salondubloc.de).
  11. Können Kletterer kein Plastik mehr sehen, bouldern sie am Alten Schweden. Der 217-Tonnen-Findling am Elbstrand bietet Routen zwischen 5b und 7b. Während einer Eiszeit kam der Granitblock aus Schweden und wurde 1999 aus der Elbe geborgen. Direkt nebenan liegt der Strand von Övelgönne – die Copacabana Hamburgs.
  12. Stollenfans finden in den Harburger Bergen das lokale Mountainbikerevier. Nicht die Alpen, aber die Summe macht die Höhenmeter. Tourenvorschlag gibts’s beim Regionalpark Rosengarten.
  13. Ziele für Spaziergänge gibt es in Hamburg  viele (www.hamburg.de/spaziergaenge), aber für eine Naturpause mitten in der Stadt empfiehlt sich Planten un Blome-n.
  14. Ein irrer Park mit Japanischem Garten, Mittel-meerterrassen und Rosen-garten (www.plantenunblomen.hamburg.de).
  15. Ein Klassiker, den viele Besucher nicht auf dem Zettel haben, ist das Treppen-viertel in Blankenese. Zwischen »Am Kieke-berg« und »Strandweg« ziehen sich ver-winkelte Treppen und Gassen durch den Vorort mit schönem Blick auf die Elbe.
  16. Kult und mit einem Ausflug auf dem Elberadweg zu verbinden: die Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm Höft am Schulauer Fährhaus. Jedes Schiff wird dort mit Flaggensignal gegrüßt. Für große Pött-e wird auch die entsprechende Nationalhymne gespielt. Besucher bekommen weitere Infos wie Baujahr, Reederei und Werft sowie Länge, Breite und Tiefgang erläutert (www.schulauer-faehrhaus.de).
  17. Wer selbst zum Seefahrer werden will, chartert sich eine Yacht. Verschiedene Touren durch den Hafen oder zur Elbmündung sind möglich (Yachthafen Wedel, www.yachtcharter-hamburg.com).
  18. Die ehemalige Kleientnahmestelle Fährmannssand ist ein Paradies für Wasservögel. An der Carl Zeiss Vogel-station bieten Beobachtungsstände beste Blicke auf seltene Vögel. Aus Artenschutzgründen ist der Zugang nur Mi, Do, Sa, So und an Feier-tagen von 10 bis 16 Uhr möglich (www.hamburg.nabu.de/natur-und-landschaft/carl-zeiss-vogelstation).
  19. Neuwerk ist Hamburgs Außenposten in der Nordsee und von Cuxhaven gut als Wattwanderung zu Fuß, mit Pferd oder Wagen zu erreichen. Die kleinste bewohnt-e Insel Deutschlands (40 Einwohner auf 3,3 km2) liegt im National-park Hamburgisches Wattenmeer (www.mein-neuwerk.de).
  20. Ein Abend auf der Reeperbahn gehört zum Hamburg-Besuch wie der Kaiserschmarrn auf der Hütte beim Skifahren. Das Lehmitz ist urig, rockig und besonders mit Livemusik ein echtes Erlebnis (Reeperbahn 17, www.facebook.com/lehmitz.reeperbahn).
  21. Schräg sind auch die Partys auf dem Tanzschiff Frau Hedi. Der schwimmende Club startet an den Landungsbrücken. Auf der Barkasse mit Bar, DJ oder Bands genießt man das abendliche Hafenpanorama (Landungsbrücke 10, www.frauhedi.de).
  22. Der Ohlsdorfer Friedhof ist der größte Parkfriedhof der Welt und Ruhestätte berühmter Persönlichkeiten wie Hans Albers, Heinz Erhardt oder Helmut Schmidt (S- und U-Bahnhof Ohlsdorf, www.friedhof-hamburg.de/ohlsdorf.html).

 

Globetrotter Magazin Info

Verleiher und Veranstaltungen

Kanu- & SUP-Verleih: Kajaks und Kanadier leiht man bei Kübis Bootshaus Küntzel (22, Poßmoorweg 46e) direkt am Goldbekkanal oder reserviert sich ein Boot aus der Globetrotter-Testflotte (23, Wiesendamm 1, shop-hamburg@globetrotter.de). SUP-Bretter verleiht AlsterSURFER (24) und bietet auch Kurse (Hofweg 103, www.alstersurfer.com).

Fahrradverleih: Erfahre Hamburg (25) verleiht Pedelec­­s (und sogar Elektroautos), um gemütlich Stadt und Umgebung zu erkunden. Reichweite: 50 bis 100 km! Hier gibt’s auch Touren­vorschläge und GPS-Tracks oder man bucht eine geführte Tour. Mit GlobetrotterCard gibt’s 10 Prozent Ermäßigung (www.erfahre.com).

Events

Bei Deutschlands größter Critical Mass rollen über 5000 Radfahrer jeden letzten Freitag im Monat durch Hamburg. Infos zum Treff- und Zeitpunkt gibt es auf www.facebook.com/criticalmasshamburg.

Der NABU Hamburg veranstaltet vom 18. bis 19. Juni 2016 die HanseBir­­d – ein Fest für Vogelfreunde, Naturbeobachter und Fotografen (www.hansebird.de).

Die große Freilichtbühne im Stadtpar­­k (8) ist vom 20. Juni bis 23. September immer wieder Schauplatz für Konzerte von Lokalhelden wie Lotto King Karl bis zu Megastars wie Simply Red (www.stadtparkopenair.de).

 

 

 
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