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City Guide: Mit dem Local in Berlin

Zur Navigation die Karte vergrößern und über die Punkte fahren. | Illustration: Martin Haake
Die Berliner Luft ist besonders – ohne Zweifel. Hier sind ein paar Ideen, wie man sie am besten nutzt.
 

Interaktive Karte jetzt öffnen und digital durch Berlin flanieren.

Der gebürtige Schweizer Patrick Valentin (47) lernte beim Wellen­reiten eine Berlinerin kennen und zog hinterher. Seit zehn Jahren ist er dort Eventmanager bei Globetrotter, verheiratet (mit der Berlinerin), hat zwei Kinder und findet nur die Berge zu flach!
Der gebürtige Schweizer Patrick Valentin (47) lernte beim Wellen­reiten eine Berlinerin kennen und zog hinterher. Seit zehn Jahren ist er dort Eventmanager bei Globetrotter, verheiratet (mit der Berlinerin), hat zwei Kinder und findet nur die Berge zu flach!
  1. Berlin ist wirklich groß, um ein erste­s Gefühl zu bekommen, empfiehltsich ein Besuch des Panoramapunktes im Kollhoff-Tower am Potsdamer Platz. Aus 100 Metern blickt man auf klassische Touristenziele wie Brandenburger Tor, Gedächtnis­kirche und Reichstag. Den Sonnenuntergang hier im Café zu genießen, ist natürlich auch nicht so schlecht (Potsdamer Platz 1, www.panoramapunkt.de).
  2. Seit 2010 ist die 300 Hektar große Frei­fläche des ehemaligen Westberliner Flug­hafens Tempelhof das größte urbane Nah­erholungs­­­­­­gebiet der Stadt. Zwischen den alten Taxiwegen, Start- und Lande­bahnen tummeln sich Gartenprojekte, Fußball­felder und Grillplätze. Die breiten Asphalt­bahnen laden Radfahrer, Rollerskater und Kite­surfer zum auto­freien Bewegen ein (Tempelhofer Damm, www.gruen-berlin.de/tempelhofer-feld).
  3. Berlins wohl angesagteste Ecke für alternative Kunst und Kultur ist das RAW-Gelände in Friedrichshain. Neben Ateliers und Proberäumen finden sich hier auch Streetfood-Buden, Clubs, Bars, Kletter- und Boulderwände sowie eine Skaterhalle (Revaler Str. 99).
  4. Was dem Münchner seine Brezen, ist dem Berliner die Currywurst. Man sagt, die Wurst wurde hier nach dem Zweiten Weltkrieg erfunden. Daher ist ein Stopp bei Curry 36 in Kreuzberg Pflicht. Die einzige Frage, in der sich auch die Einheimischen nicht einig sind: mit oder ohne Darm? (Mehringdamm 36, www.curry36.de).
  5. Auf einer Halbinsel der Spree steht das markante Riesenrad des Berliner Spreeparks. Der einzige Freizeitpark der ehemaligen DDR rostet vor sich hin, seit er wegen Insolvenz geschlossen wurde. Seit März 2017 kann man den morbiden Charme der Anlage bei einer Führung wieder live erleben (www.gruen-berlin.de/spreepark).
  6. Der Bezirk Prenzlauer Berg ist zwar in alle­­r Munde, aber zwischen Kollwitz- und Helmholtzplatz kann man wirklich ausgezeichnet und vielfältig essen. Es gibt auch tolle Bars wie zum Beispiel das »Wohnzimmer« mit antikem Mobiliar und vegetarischer Karte (Lettestraße 6, www.wohnzimmer-bar.de).
  7. In Berlin-Steglitz liegt die Hauptstadt-Präsenz von Globetrotter mit 4800 m² Fläche und über 35 000 Artikeln. Hier bekommt man auch mal den ein oder anderen Reisetipp (Schlossstr. 78–82, www.globe­trotter.de/filialen).
  8. Im Sommer kann man im Mauerpark Kleinkünstler beobachten, aber auch einfach grillen und sonnenbaden. Der Park befindet sich auf der ehemaligen Grenze zwischen Ost- und Westberlin und trennt die Stadtteile Prenzlauer Berg und Wedding. Auch ein etwa 300 Meter langer Rest der Grenzbefestigung steht auf dem Gelände (www.mauerpark.info).
  9. Der »Kreuzberg« gibt nicht nur einem Stadtteil den Namen, im Viktoriapark gelegen ist er mit 66 Metern die höchste natürliche Erhebung in der Stadt. Von hier hat man eine tolle Aussicht, das Gelände wird oft für Trailrunning genutzt (Kreuzbergstr. 15).
  10. Um Neukölln zu erleben, lässt man sich am besten am Maybachufer über den sogannten »Türkenmarkt« treiben. Jeden Dienstag und Freitag werden hier neben Obst und Gemüse auch türkische Spezialitäten und Stoffe angeboten.
  11. Verständnis für andere Kulturen ist in Berlin Tagesgeschäft. Die DITIB-Sehitlik-Moschee ist nicht nur Gebetshaus, sondern auch Begegnungsstätte und Kulturzentrum. Am besten bucht man eine Führung und lässt sich den Ort erklären (Columbia­damm 128, www.sehitlik-camii.de).
  12. Die Archenhold-Sternwarte ist Deutschlands älteste Volkssternwart­e und besitzt unter anderem das längste beweglich­­e Fernrohr der Welt (Alt-Treptow 1, www.sdtb.de).
  13. Raus aus der Stadt: Vom Drachenberg, auch kleiner Teufelsberg genannt, hat man eine gute Aussicht auf Berlin. Wie der Name schon verrät, wird hier bei guten Windverhältnissen auch mit Drachenfliegern und Gleitschirmen geübt.
  14. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde aus dem  Schutt der zerstörten Hauptstadt der 120 Meter hohe Teufelsberg aufgeschüttet. Auf dem Gipfelplateau befindet sich eine verlassene Abhörstation der US-­Armee. Das Gelände und eine dazugehörige Street-Art-Galerie lassen sich bei einer Führung erkunden. An den Hängen des Berges wird im Winter gerodelt, im Sommer locken Singletrails die Mountainbiker, und Longboarder nutzen das Gefälle der Zufahrtsstraße (Teufelsseechaussee 10, http://neue.teufelsberg-berlin.eu).
  15. Etwas versteckt liegt der Teufelssee. Der Badesee hat Trinkwasserqualität und liegt direkt am Moor und Schutzgebiet Teufelsfenn mit einer Vielzahl an Amphibien- und Vogelarten. Nebenan ist das Ökowerk Berlin im ehemaligen Wasserwerk untergebracht. Das Natur­schutzzentrum bietet spannende Veranstaltungen und Ausstellungen zu Themen wie Natur, Umwelt und Ökologie (Teufelsseechaussee 22, www.oekowerk.de).
  16. Als einer der schönsten Friedhöfe der Stadt gilt der Friedhof Grunewald-Forst, der hier tief im Wald liegt. Der Ort wird auch Selbstmörderfriedhof genannt, weil man dort früher Wasserleichen verscharrte, die am Havelufer angespült wurden. Seit 1920 ist es ein offizieller städtischer Friedhof. Unter anderen findet sich hier das Grab der ehemaligen Velvet-Underground-Sängerin Nico (Schildhornweg 33).
  17. »Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann nischt wie raus nach Wannsee«, spätestens seit dem 1951er-Hit von Conny Froboess ist das Strandbad Wannsee in aller Munde. Der See ist eigentlich nur eine Bucht der Havel und der Sand wurde vom Timmendorfer Strand an der Ostsee hergeschafft, dennoch ein tolles Ziel für einen schönen Sommertag  und ein echtes Stück Berlin (Wannseebadweg 25, www.berlinerbaeder.de).
 
Globetrotter Magazin Info

Aktivitäten in und um Berlin

Radfahren, Wandern, Kanu, Klettern – zwischen Havel und Spree kann man Outdoor-Aktivitäten oft mit etwas Geschichte verbinden.
 
Fahrrad
Berlin on Bike (24) bietet täglich um 10 Uhr eine Mauer-Radtour an; montags, mittwochs und samstags auch um 15 Uhr. 21 € pro Person inkl. Mietrad. Alle Touren unter: www.berlinonbike.de
 
Wandern
Vom S-Bahnhof Heerstraße (18) kann man perfekt eine Tagestour auf dem Havelhöhenweg (20) starten und entspannt alle Punkte auf dieser Karte entlang der Strecke bis zum Strandbad Wannsee besuchen. Ca. 16 km. Endpunkt ist der S-Bahnhof Nikolassee (21). Weitere Tourenvorschläge hat der Rother Wanderführer »Rund um Berlin«, 14.83.67, 14,90 €. Die Tour 31 »Großer Ravensberg« (23) bei Potsdam gibt es hier als GPS-Download: DOWNLOAD
 
Kanu
Kajak Berlin Tours (25) bietet Touren mit Geschichte mitten durchs Herz der Hauptstadt an: www.kajakberlintours.de Am Pohlsee (22) paddelt man entlang der ehemaligen Grenze, zum Beispiel in einer großen Runde (16 km) um die Insel. Hier starten auch die Globetrotter-Paddelkurse (Infos in der Filiale). Am 17./18. Juni 2017 findet hier der »Lange Tag der Stadtnatur« statt (https://2017.langertagderstadtnatur.de), bei dem sich Globetrotter um die Paddelaktionen kümmert.
 
Klettern
Die Magic Mountain Kletterhalle (26) bietet neben dem großen Klette­r- und Boulderbereich auch eine Sauna: www.magicmountain.de
Der Kletterturm Teufelsberg (19) ist eine der ältesten Kletteranlagen Deutschlands. Die Nutzung der über 60 Routen ist nur DAV-Mitgliedern gestattet. Die Anlage wird im Sept. 2017 saniert (www.dav-berlin.de/index.php/teufelsberg). Ein legendärer Kletterspot in Berlin ist auch der alte Bunker (27): www.bunkerklettern.de
 

 

 

 
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