präsentiert von:

Biobaumwolle bei Meru: Hier wächst Ihr neues Shirt

Foto: Remei AG
Die Globetrotter-Eigenmarke setzt verstärkt auf Biobaumwolle. Hohe Qualität, günstiger Preis, umweltfreundliche Rohstoffe, faire Herstellung — so leicht lässt sich Verantwortung tragen.

Der konventionelle Anbau von Baumwolle führt in weiten Teilen der Erde zu massiven ökologischen Problemen. Die Felder müssen bewässert werden (zehn Badewannen für die Faser eines ­T-Shirts), was etwa in Asien zum Austrocknen des Aralsees geführt hat. Die Mono­kulturen erfordern massiven Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Das hat Auswirkungen auf die Gesundheit der Pflücker. Vielen Arbeiterinnen in der Textilindustrie reicht der Lohn kaum zum Leben. Kinderarbeit ist auf den Baumwollfeldern und in der Weiterverarbeitung keine Ausnahme.

Gibt's bei Globetrotter: Tawa Hooded Jacket von Meru aus bioRe-Wolle. | Foto: Globetrotter Ausrüstung

Dagegen will Meru etwas tun. Die Marke wird von der Eurofamily betrieben, einem Zusammenschluss von sieben führenden Sporthändlern aus vier Ländern. Feder­führend bei der Entwicklung sind die Textil­experten von Globetrotter in Hamburg. Seit 2011 führt Globetrotter von Meru in einem ersten Schritt zwei T-Shirts und einen ­Kapuzenpulli, die aus Biobaumwolle geschneidert sind, jeweils in einer Damen- und einer Herrenversion sowie in mehreren Farben.

Für den Bezug der Rohware und die Herstellung der Oberteile hat Meru einen starken Partner gefunden: die Schweizer Firma Remei AG. Unter dem Namen bioRe produziert sie seit 20 Jahren Fasern, Garne und Bekleidung aus Biobaumwolle. Zu den Abnehmern gehören neben Meru namhafte Marken wie Mammut oder Elkline, von ­denen sich ebenfalls bioRe-Produkte im Globetrotter-Sortiment finden.

 

8300 Biobauern in Indien und Tansania

bioRe bezieht das Rohmaterial von 8300 Kleinbauern in Indien und Tansania. Ihnen bringt der Baumwollanbau nach Biokriterien einige Vorteile: wirtschaftliche, weil die Bauern keine Kredite zum Kauf von Chemikalien benötigen; gesundheitliche, weil die Bauern sich nicht durch Chemikalien vergiften und aus dem Fruchtfolgewechsel über zusätzliche ­Nahrungsmittel verfügen; landwirtschaftliche, weil Bio­anbau die Fruchtbarkeit des Bodens ­sichert. Gleichzeitig garantiert der bioRe-Standard den Bauern soziale Vorteile wie eine 15-prozentige Preis­prämie und eine Bauernvertretung mit Mitspracherecht. Die Kontrolle des ­Anbaus erfolgt durch unabhängige Inspektoren ­gemäß Bioverordnung der ­Europäischen Union. In Indien und Tansania bereinigt die Remei AG auch ihre CO2-Bilanz: Über die bioRe-Stiftun­g kofinanzierte sie den Bauern 3150 Biogaskochstellen und 4200 rauchfreie Küchenöfen, das schont die Atem­wege und die Wälder. Und: Jede Kochstell­e spart im Jahr so viel CO2, wie bei Produktion und Transport von 500 ­T-Shirts entsteht.

 

Globetrotter war vor Ort

Der Anbau erfüllt die Anforderungen der europäischen Bioverordnung. | Foto: Remei AG

Strenge Maßstäbe gelten auch in der Weiterverarbeitung, etwa: keine Kinderarbeit, Sicherheit am Arbeitsplatz und angemessene Entlohnung. Auf die Einhaltung achten auch unabhängige Prüfinstitute. So lässt Remei den Großteil der Produktionskette nach SA8000 zertifizieren, einem internationalen Standard zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Darüber hinaus betreibt die bioRe-Stiftung Sozialprojekte in Indien und Tansania. Dazu zählen bislang 20 Dorfschulen und eine fahrende Arztpraxis. Im November 2010 inspizierte die Globetrotter-Mitarbeiterin Christina Holst von der Abteilung Textilentwicklung Projekte von bioRe in Indien. »Ich war ­beeindruckt, wie viel Herzblut da drinsteckt«, erzählt die Meru-Produktentwicklerin. Dazu gehöre auch der Kampf gegen genmanipulierte Baumwolle: »Die bringt zwar kurz­fris­tig höhere Erträge«, erklärt Christin­a Holst. »Andererseits verschulden sich viele Bauern für das teure, einjährige, genmanipulierte Saatgut und den nötigen Kunstdünger. Auf lange Sicht ist Biobaumwolle für die Bauern die bessere Wahl.«

Aus voller Überzeugung gaben die ­Meru-Entwickler bei der Remei AG die ­Produktion der Oberteile in Auftrag. Nun können die Kunden jedes Kleidungsstück anhand eines Zahlencodes auf der Website (www.remei.ch/produkte-traceability/) zurückverfolgen, bis hin zum Anbaugebiet. Und natürlich gehen die Globetrotter-­Verkäufer mit gutem Beispiel voran: Ihre orangen und schwarzen T-Shirts bestehen ebenfalls aus bioRe-Baumwolle.

 
weiterführende Artikel: 
01.06.2012ArtikelNatur und Umwelt

Jack Wolfskin setzt auf Biobaumwolle

Ab Sommer 2013 setzt Jack Wolfskin ausschließlich auf Biobaumwolle. Kurz zuvor konnte die Halbierung des spezifischen CO2-Ausstoßes vermeldet werden. zum Artikel
15.05.2011ArtikelNatur und Umwelt

Wir können auch anders: bioRe Biobaumwolle

Ausgerechnet das Naturprodukt Baumwolle hat nicht selten eine schlechte Presse. Schuld daran sind vor allem der Pestizideinsatz, ein hoher Wasserverbrauch und unsoziale Produktionsbedingungen. zum Artikel